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Peyton Manning führte die Colts 2007 zum Super-Bowl-Gewinn über die Bears © getty

Chicago sorgt mit dem Erfolg in Indianapolis für eine große Überraschung. Carolina fährt in San Diego einen Last-Second-Sieg ein.

Von Rainer Nachtwey

München/Indianapolis - Die Chicago Bears haben sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach der enttäuschenden vergangenen Saison sorgte die Truppe von Coach Lovie Smith am ersten Spieltag für einen Überraschungserfolg.

Angetrieben von einer überragenden Defensive siegten die Bears in Indianapolis mit 29:13 und nahmen damit Revanche für die Niederlage beim Super Bowl XLI.

Zudem vermieste der Klub aus der "Windy City" den Colts die Heimpremiere im neuen Lucas Oil Stadium.

Kontrolle durch das Laufspiel

Chicagos Rookie-Running-Back Matt Forte war mit 123 Yards und einem Touchdown-Lauf über 50 Yards überragender Offensiv-Akteur. Mit den 123 Rushing Yards stellte er den zweitgrößten Wert aller Liga-Neulinge am ersten Spieltag seit zehn Jahren auf.

"Das ist unser Spiel, den Ball über unser Laufspiel zu kontrollieren", sagte Quarterback Kyle Orton, der mit 13 von 21 Pässen über 150 Yards eine solide Partie zeigte. Vor allem leistete sich Orton keinen Turnover.

Erste Niederlage im September seit 2004

Bei den Colts lief hingegen wenig zusammen. Quarterback Peyton Manning fand nie zu seinem Spiel und wirkte hinter der überforderten Offensive Line angreifbar. Zudem verloren die Colts in der ersten Hälfte Tight End Dallas Clark mit einer Knieverletzung.

"Das war eine sehr enttäuschende Niederlage", hielt Manning fest. Für die Colts war es überhaupt die erste Pleite im September der letzten vier Jahre. Zuletzt unterlag "Indy" am 1. Spieltag 2004 bei den New England Patriots.

Verteidigung sorgt für neun Punkte

Die Bears hingegen waren mit ihrer Defensiv-Leistung sehr zufrieden. Defensive End Adewale Ogunleye und Linebacker Lance Briggs sorgten mit einer Safety an Colts-Running-Back Joseph Addai bzw. einem Return-Touchdown nach einem Fumble von Wide Receiver Marvin Harrison für neun Punkte. Zudem hielten sie die Colts bei 53 Rushing Yards.

"Im Super Bowl sind sie über uns hinweggerannt. Wir wollten sie zum Werfen zwingen, weil sie eine starke Passverteidigung haben. Das ist uns gelungen", zeigte sich Linebacker Brian Urlacher zufrieden.

San Diego Chargers - Carolina Panthers

Die Carolina Panthers haben gegen die San Diego Chargers einen Erfolg in letzter Sekunde gefeiert. Mit ablaufender Spielzeit bediente Quarterback Jake Delhomme Tight End Dante Rosario in der Endzone über 14 Yards zum 26:24.

"Ich bin so froh, Jake wieder in unseren Reihen zu haben. Mit ihm funktioniert unsere Offense", sagte Rosario.

Für den Spielzug zum entscheidenden Touchdown hatte Carolina nur etwas über zwei Minuten Zeit, nachdem San Diego 2:27 Minuten vor Ende der Begegnung durch einen Fünf-Yard-Touchdown-Pass von Philip Rivers auf Vincent Jackson mit 24:19 in Führung gegangen war.

Atlanta Falcons vs. Detroit Lions

Gelungenes Debüt für Matt Ryan und Mike Smith: Der Rookie-Quarterback und der Head Coach feierten in ihrem ersten Spiel für die Atlanta Falcons einen 34:21-Sieg über die Detroit Lions.

Ryan sorgte zudem für ein Novum der letzten acht Jahre. Sein erster Pass in der NFL war ein Touchdown-Pass. Der Nummer-Drei-Pick des diesjährigen Drafts bediente Wide Receiver Michael Jenkins, der bereits nach 83 Sekunden die 7:0-Führung markierte.

"Wir wollten einen guten Start hinlegen", sagte Smith. "Ich denke, das ist uns recht gut gelungen."

Große Unterstützung erhielt Liga-Neuling Ryan von Running Back Michael Turner. "Burner" Turner erlief 220 Yards Raumgewinn und erzielte dabei zwei Touchdowns. Mit den 220 Yards stellte der Neuzugang aus San Diego einen neuen Klub-Rekord auf.

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