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Aaron Rodgers kam vor dem MNG in sieben Kurzeinsätzen auf einen Touchdown © getty

Beim Monday Night Game führt der Nachfolger von Brett Favre Green Bay zum Sieg. Er zeigt sogar Favre-ähnliche Ansätze.

Von Rainer Nachtwey

München/Green Bay - Beim ersten kleinen Test hat Aaron Rodgers noch kleinbegeben müssen, den großen hat er allerdings bestanden.

Der Quarterback hat die Green Bay Packers beim Monday Night Game zum ersten Sieg unter seiner Regie geführt.

Der Nachfolger von Packers-Legende Brett Favre warf beim 24:19-Sieg über den verhassten NFC-North-Rivalen Minnesota Vikings einen Touchdown-Pass und lief einmal selbst in die Endzone.

Insgesamt kam er auf 178 Yards und brachte 18 seiner 22 Pässe an den Mann.

Vergleich mit Favre verfolgt Rodgers

Gleich zu Beginn der Partie bot sich Rodgers die Möglichkeit, Favre vorerst aus den Köpfen der Zuschauer zu verdrängen. Denn dass der Vergleich zwischen Favre und Rodgers bei den Packers-Fans das gesamte Spiel über anhalten würde, hatte Quarterback-Legende Steve Young bereits unmissverständlich klar gemacht.

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"Besonders durch Bretts Sieg mit den Jets am Sonntag ist die Last auf Aarons Schultern noch einmal gestiegen. Bei jedem Play werden sich die Zuschauer fragen: 'Was hätte Brett gemacht?' Ich muss zugeben, es wird mir wahrscheinlich genauso gehen."

"Eine typische Favre-Situation"

Bei 3:41 Minuten noch zu spielen im ersten Viertel mussten die Packers nach drei Strafen in Serie 33 Yards von der eigenen Neun-Yard-Linie überbrücken. "Das ist eine typische Brett-Favre-Situation", sagte TV-Analytiker Tony Kornheiser vor dem Spielzug. "33 Yards zu überbrücken? Brett würde einen 35-Yard-Pass werfen und alles wäre in Butter. Ich bin gespannt, was Aaron machen wird?"

Rodgers versuchte es nicht auf die Favre-Tour. Nach einem Versuch über das Laufspiel und zwei kurzen Pässen mussten die Packers den Ballbesitz per Punt an die Vikings abgeben.

Touchdown-Pass ist "Brett-ähnlich"

Beim nächsten Angriffsrecht zeigte Rodgers dann, warum die Packers auf ihn gesetzt haben. Der 24 Jahre alte Spielmacher bediente erst Greg Jennings über 56 Yards, der Green Bay bis zur Sechs-Yard-Linie Minnesotas brachte, und passte beim dritten Versuch und noch ein Yard zu überbrücken auf Fullback Korey Hall zur 7:3-Führung.

Und auch hierbei bemühten die Experten den Vergleich zu Favre. "Als er festgestellt hat, dass seine eigentliche Anspielstation gedeckt ist, folgte dieses Suchen nach einer neuen Möglichkeit und dann noch der Pass halb im Fallen, das war schon sehr Brett-ähnlich", führte der ehemalige Quarterback Ron Jaworski aus.

Zweiter Touchdown-Pass annulliert

Vor seinem Touchdown-Lauf ließ Rodgers durch ein weiteres Big Play aufhorchen, als er Donald Driver über 68 Yards für einen Touchdown bediente. Aber wegen eines Foulspiels von Tackle Tony Moll wurde der Spielzug für ungültig erklärt.

Doch nachdem die Vikings durch einen Touchdown-Pass von Quarterback Tarvaris Jackson auf Wide Receiver Sidney Rice über 23 Yards auf 12:17 verkürzt hatten, schlug Rodgers großer Augenblick.

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