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Bald wieder vereint? Quarterback Daunte Culpepper (l.) und Randy Moss © getty

Zwei Quarterback-Ersatzkandidaten wurden von New England direkt wieder nach Hause geschickt. Was haben die Patriots in petto?

Von Martin Hoffmann

Am Montag wurden zwei Free Agents für die Spielmacherposition von den Patriots zum Probetraining eingeladen: Chris Simms, vor Saisonbeginn von den Tampa Bay Buccaneers entlassen, und Wandervogel Tim Rattay, zuletzt Backup bei den Arizona Cardinals.

Als die beiden jedoch auf dem Gelände der Patriots ankamen, wurden sie direkt wieder nach Hause geschickt. "Die Umstände haben sich geändert", teilte ihnen Vereinsvize Scott Pioli mit.

Entweder haben die Patriots also Cassel das unumschränkte Vertrauen ausgesprochen - oder sie haben jemand anders in der Hinterhand.

Moss drängt auf Culpepper

Gerüchten zufolge drängt Receiver Randy Moss sein Team, Daunte Culpepper unter Vertrag zu nehmen.

Mit dem 31-Jährigen hatte Moss bei den Minnesota Vikings einst ein schlagkräftiges Gespann gebildet. Doch nach einer schweren Knieverletzung im Jahr 2005 ist Culpepper nie mehr der alte gewesen.

Der dreimalige Pro-Bowler scheiterte nach seinem Comeback in Miami und Oakland und erklärte erst kürzlich frustriert seinen Rücktritt.

Ein Methusalem oder ein Laufwunder?

Ein anderer Name, der noch im Gespräch ist: Quarterback-Methusalem Vinny Testaverde, der vor zwei Jahren schon einmal als Brady-Backup bei New England angestellt war.

Auch ihn müssten die Patriots aus dem Ruhestand holen, in den sich der bald 45-Jährige in diesem Jahr verabschiedet hat.

Womöglich überrascht New England aber auch alle Experten und verpflichtet statt eines neuen Quarterbacks einen Running Back, um Bradys Ausfall über eine Verbesserung des Laufspiels zu kompensieren.

Fundament des Erfolges weggebrochen

Welchen Weg die Patriots auch einschlagen, er wird steinig: Für die meisten Experten ist New England vom Super-Bowl-Anwärter zu einem Playoff-Wackelkandidaten abgerutscht - denn dem Team ist das Fundament seiner Erfolge weggebrochen.

Mit Brady haben die Patriots in sechs von sieben Spielzeiten die Postseason erreicht. Ohne Brady hatten sie sich vorher nur fünfmal in vier Jahrzehnten qualifiziert.

Mit Brady hat Bill Belichick sich einen Ruf als Spitzencoach erworben und drei Vince-Lombardi-Trophies abgeräumt. Ohne Brady war Belichick erfolglos - bei den Cleveland Browns gescheitert, bei New England war kurz davor, ehe Brady kam.

Es ist nun an Belichick und seinem Team zu beweisen, dass auch ohne Brady alles gut werden kann.

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