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Vince Youn wurde im gegen die Jacksonville Jaguars von den Fans ausgebuht © getty

Tennessees Trainer Jeff Fisher äußert sich zu Vince Youngs Verschwinden und weist Teile des Polizeiberichts als falsch zurück.

Von Rainer Nachtwey

München - Die Geschichte um Vince Youngs Verschwinden am Montag wird weiter gesponnen.

Nachdem am Freitag einen Polizeibericht veröffentlicht wurde, reagierte Tennessees Head Coach Jeff Fisher auf die darin enthaltenen Aussagen.

"Ein Großteil des Berichts ist absolut falsch? irrtümlich", sagte Fisher. "Das Ganze wurde nicht so wiedergegeben, wie es abgelaufen ist. Ich weiß das. Ich war schließlich mittendrin."

Fischer ruft die Polizei

So habe er niemals bei der Psychotherapeutin Sheila Peters angerufen, führte Fisher aus. Es wäre Mike Mu, sein Manager, gewesen, der sich mit Peters in Verbindung gesetzt habe, als Vince ohne sein Handy aus dem Haus gerannt war.

Allerdings habe sich Peters dann bei ihm gemeldet.

"Als ich den Anruf von Sheila erhielt, die übrigens nicht Vinces persönliche Therapeutin, sondern eine Angestellte des Klubs ist, und sie mir die Geschichte schilderte, reagierte ich wie jeder andere auch. Ich konnte Vince auf dem Handy nicht erreichen, also rief ich die Polizei an", sagte Fisher.

"Mir geht es gut Coach"

Als sein Quarterback wieder bei sich zu Hause auftauchte, meldete er sich bei Fisher.

"Er rief mich an und fragte: 'Coach, was ist los?' Ich sagte ihm, dass er zur Geschäftsstelle kommen solle, weil die Polizei dort auf ihn warte. Er antwortete nur: 'Mir geht es gut, Coach'. Ich sagte ihm dann, dass er kommen müsse, weil die Polizei ihre Vorschriften habe und sie sich persönlich überzeugen mussten, dass es ihm gut geht."

Young habe dann auch noch mit Peters telefoniert, um sie zu beruhigen und zu sagen, dass es ihm gut gehe.

Von eigenen Fans ausgebuht

Dass er einen möglichen Selbstmordversuch bei Young vermutet habe, wies der Head Coach von sich. "Vince geht es gut und ihm wird es auch weiterhin gut gehen."

Allerdings gab er zu, dass Young nach der Partie gegen die Jacksonville Jaguars, als er nach der zweiten Interception von den eigenen Fans ausgebuht wurde, "emotional mitgenommen" war. Hinzu sei noch die Bänderverletzung im Knie gekommen, die ihn "in ein Tal hat fallen lassen".

Vom Backup lernen

Zum Spiel gegen die Cincinnati Bengals werde Young nicht mitfahren, meinte Fisher: "Das ist bei uns so üblich."

"Vince ist noch jung. Er muss sich jetzt erst einmal erholen", sagte Fisher. Aber er könne sich nun auch zurücklehnen und zusehen, wie Backup Kerry Collins "sich vorbereitet, wie er in Spielsituationen reagiert".

"Er kann viel von Kerry lernen. Kerry hat in seiner Karriere bereits viel durchgemacht. Er war wie Vince auch ein Erstrunden-Pick und wird ihm deshalb viele gute Tipps geben."

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