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Jessica Simpson wurde nach der letzten Cowboys-Eagles Partie zum Gespött der Fans © getty

Die Rivalität zwischen Dallas und Philly gehört zu den größten in der NFL. Abseits des Spielfelds sorgen beide Teams für Schlagzeilen.

von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Es war der 16. Dezember 2007 in Dallas: Die Dallas Cowboys hatten den Sieg in der NFC East bereits in der Tasche und im Spiel gegen die Gäste aus Philadelphia ging es eigentlich um nichts mehr.

Dennoch herrschte nach der Partie große Aufregung bei den Texanern und ihren Fans. Anstoß der Diskussionen war Jessica Simpson, die Freundin von Quarterback Tony Romo.

Die Sängerin und Schauspielerin saß beim Spiel auf der Tribüne - in einem rosa Cowboys-Trikot ihres Freundes mit der Nummer 9.

Und Romo lieferte gegen die Eagles wohl das bis dato schlechteste Spiel seiner Karriere ab. Er warf drei Interceptions und brachte nur 13 seiner 36 Pässe an den Mann, was in einem Quarterback-Rating von 22,2 resultierte.

Simpson war schuld

Nach der Begegnung wurde Simpson deshalb zur meist gehassten Frau in Dallas erklärt. Schließlich wurde die 28-Jährige für die schwache Vorstellung der "Liebe meines Lebens" gemacht.

Die Eagles-Fans hoffen nun, dass Jessica Simpson wieder auf der Tribüne erscheinen wird. Doch nicht nur die Romo-Simpson-Geschichte sorgt vor dem Showdown für Schlagzeilen. Dallas und Philadelphia verbindet eine der größten Rivalitäten der Football-Geschichte.

"Ich war zu groß für Donovan"

Und es gibt noch Dallas' Enfant Terrible Terrell Owens. Der ehemalige Spieler der Eagles, der nach einem wahren "Rosenkrieg" 2005 die "Stadt der brüderlichen Liebe" verließ und in Dallas anheuerte, hat selten gute Worte für den Klub und seine Angestellten übrig. Mit Quarterback Donovan McNabb hatte er in den Medien ein wahres Wortgefecht.

T.O. warf seinem ehemaligen Mitspieler unter anderem vor, McNabb wäre eifersüchtig auf seinen Erfolg gewesen und hätte in seinem Schatten nicht existieren können. "Es wurde einfach zu groß für Donovan, ich wurde zu groß für Donovan und für Philly", sagte Owens zuletzt.

Bestes Tandem der NFL

"Wenn ich eines Tages auf die Zeit in Philly zurückblicke, werde ich vielleicht sagen, dass wir eine gute Beziehung hatten. Aber mit Tony habe ich jetzt schon eine großartige."

Dass es bei den beiden passt, belegen auch die Zahlen. 26 Touchdowns liefen in den letzten zwei Jahren nach demselben Schema ab: Pass Romo, Catch Owens - Touchdown!

Kein Duo der Liga kann in den letzten zwei Spielzeiten einen solchen Erfolg vorweisen. Die Eagles hingegen sind weiter auf der Suche nach einem wahren Nummer-Eins-Receiver, so wie es T.O. in seiner Zeit in Philadelphia war.

Gegner waren nur die Rams

Zwar feierten die Eagles gegen St. Louis einen Kantersieg am ersten Spieltag, die beiden besten Pass-Empfänger mussten aber verletzt pausieren. Für Kevin Curtis und Reggie Brown sprangen DeSean Jackson, Hank Baskett und Greg Lewis ein. Alle drei erzielten über 100 Yards. Vor allem von Rookie Jackson ist man in Philadelphia beeindruckt.

In Dallas werden die Leistungen jedoch mit etwas Skepsis beobachtet. "Sie haben gegen die Rams gespielt", sagt Cornerback Adam Jones abwertend. "Sie haben noch nicht gegen die Cowboys gespielt. Wir werden das tun, was wir tun müssen, um zu gewinnen. Ich kann es gar nicht abwarten."

Starke Secondary gegen Browns

Brown soll gegen die Cowboys wieder in den Kader zurückkehren und auflaufen. Aber auch bei den Texanern meldet sich ein Leistungsträger zurück. Terence Newman ist nach einer Rückenverletzung wieder fit und wird die bärenstarke Secondary noch einmal verbessern.

Im ersten Saisonspiel gegen die offensivstarken Browns um Pro-Bowl-Quarterback Derek Anderson, Pro-Bowl-Receiver Braylon Edwards und Pro-Bowl-Tight-End Kellen Winslow ließ sie nur 114 Yards zu.

Safety Ken Hamlin will dies nicht überbewerten. "Das war nur ein Spiel. Wir haben gezeigt, dass wir einiges auf dem Kasten haben, aber wir müssen uns weiter verbessern."

Gegen die Eagles können sie beweisen, dass sie dies seit vergangenem Sonntag getan haben.

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