Tom Brady feiert bei den New England Patriots sein Comeback gegen die Buffalo Bills. Auch der Gegner hat einen neuen Superstar.

Von Robert Gherda

München ? 2008 war kein gutes Jahr für Tom Brady und seine New England Patriots.

Zunächst verloren die Patriots am 3. Februar den Superbowl gegen den krassen Außenseiter New York Giants.

Das nächste Spiel bestritten die Patriots am 7. September gegen die Kansas City Chiefs. In diesem Spiel riss sich Brady das linke Kreuzband und musste die gesamte Saison aussetzen und tatenlos zusehen, wie die Patriots ohne ihn die Playoffs verpassten.

All das ist Vergangenheit, denn in der Nacht auf Dienstag feiert Tom Brady im "Monday Night Game" (ab 1 Uhr LIVESCORES) gegen die Buffalo Bills sein Comeback in der NFL und will endgültig mit dem verkorksten letzten Jahr abschließen.

Brady bleibt cool

Von großen Emotionen beim Comeback kann beim MVP des Jahres 2007 allerdings nicht die Rede sein.

"Ich habe schon eine Menge Spiele bestritten. Ich bin also nicht so aufgeregt wie vor meinem ersten NFL-Spiel", sagt Brady, der aber eine gewisse Nervosität nicht leugnen kann.

"Aber es ist natürlich sehr wohl eine Aufregung vor einer neuen Saison gegeben. Ich bin gespannt, wie gut unser Team wirklich ist, und wie der Charakter der Mannschaft ist."

Duell mit T.O.

Bei der Partie wird allerdings nicht die komplette Aufmerksamkeit auf den dreimaligen Superbowl-Champion gerichtet sein.

Auf der Gegenseite feiert nämlich mit Terrell Owens eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Liga sein Debüt für die Bills. 150658(DIASHOW: Die Bilder des Spieltags)

Der Wide Receiver, der nach drei ereignisreichen Jahren bei den Dallas Cowboys vor der Saison in Buffalo unterschrieb, gibt Quarterback Trent Edwards endlich eine zweite Receiver-Option neben Lee Evans.

Offense funktioniert noch nicht

In der Vorbereitung funktionierte das Zusammenspiel allerdings noch nicht optimal: Zunächst fehlte Owens verletzt, anschließend gelang es der Offense kaum, den 35-Jährigen gut in Position zu bringen.

Als Konsequenz daraus wurde am 4. September Offensive Coordinator Turk Schonert durch Alex van Pelt ersetzt.

Owens optimistisch

Owens hofft auf einen positiven Effekt:

"Natürlich wird das für uns eine Umstellung sein, an die wir uns erst gewöhnen müssen, aber wir müssen jetzt Verantwortung übernehmen", so Owens.

"Wir müssen raus gehen, uns heiß machen und einfach gut spielen."

Interessant wird natürlich auch zu beobachten sein, wie sich die Beziehung zwischen Owens und Edwards entwickelt, wenn Verbesserungen nicht bald eintreten.

Probleme in der Vergangenheit

Schließlich verkrachte sich der Wide Receiver bisher mit jedem Quarterback, der ihn mit Pässen füttern sollte.

Aber auch die Patriots haben Probleme. Viele Fragen stehen vor allem hinter der neuformierten Defense, wo Routiniers wie Teddy Brusci oder Rodney Harrison ihre Karriere beendet hatten.

Abwehr soll jünger werden

Zudem wurden weitere wichtige Stützen wie Mike Vrabel (Kansas City) und Richard Seymour (Oakland) getradet, um den Weg für eine jüngere Generation freizumachen.

Linebacker wie Jered Mayo oder Defensive Backs wie Patrick Chung geben jetzt den Ton an.

Coach Belichik jedenfalls sieht keine Probleme auf die junge Abwehr seines Teams zukommen: (DATENCENTER: Der 1. Spieltag)

"Wir haben einige Führungspersönlichkeiten in der Verteidigung", sagt der Coach. "Natürlich wird es anders sein, aber wir sind gut aufgestellt."

Seymour sorgt für Unruhe

Ein Ex-Patriot sorgt unterdessen vor der zweiten Montagspartie für Schlagzeilen:

Richard Seymour meldete sich nach seinem Trade zu den Raiders erst mit Verspätung bei seinem neuen Team und verursachte jede Menge Missstimmung.

Der Defensive End meldete sich mittlerweile zu Wort und bestätigte, dass er sich definitiv zum Dienst melden werde. Ein Einsatz gegen die San Diego Chargers kommt aber wohl nicht in Frage.

Die Raiders wollen auch ohne Seymour versuchen, dem hohen Favoriten der American League West ein Bein zu stellen.

Chargers wollen den Titel

Die Chargers wollen in dieser Saison den vielleicht letzten Anlauf wagen, mit LaDanian Tomlinson den Titel zu holen.

L.T. selbst weiß jedenfalls, was die Stunde geschlagen hat:

"Man kann nicht sagen: Wir holen den Titel nächstes Jahr. Das Fenster schließt sich für uns langsam und natürlich wissen wir das", so der Running Back.

Umso wichtiger ist für San Diego ein guter Start in die Saison in Oakland.

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