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Donovan McNabb verletzte sich bei seinem Touchdown-Lauf zum 38:10 gegen Carolina © getty

Mit den Eagles und Saints treffen am 2. Spieltag zwei der offensivstärksten Teams aufeinander. Allerdings droht Philly ein immenser Verlust.

Von Rainer Nachtwey

München/Philadelphia - Acht Touchdownpässe und ein erlaufener Touchdown - das ist die gemeinsame Ausbeute von Donovan McNabb und Drew Brees vom vergangenen Wochenende.

Doch das große Duell der beiden Star-Quarterbacks beim Aufeinandertreffen der Philadelphia Eagles und der New Orleans Saints am 2. Spieltag (Sonntag, ab 19 Uhr LIVESCORES) droht zu platzen (DATENCENTER: Der 2. Spieltag).

McNabb brach sich beim 38:10 über Carolina eine Rippe und muss um seinen Einsatz bangen. Nach einem letzten Test will der 32 Jahre alte Spielmacher kurz vor Spielbeginn entscheiden, ob er aufläuft.

Reid vertraut auf Kolb

Sollte McNabb passen, wird Kevin Kolb wohl zu seinem ersten Start in der NFL kommen. Allerdings steht ein Einsatz Kolbs unter keinem guten Stern. Der McNabb-Backup wartet auch nach acht Einsätzen noch auf seinen ersten Touchdown, warf aber bereits vier Interceptions.

"Ich habe vollstes Vertrauen in ihn", sagt Head Coach Andy Reid. "Ich habe keine Bedenken wegen seiner Wurfgenauigkeit oder dass er die Offense noch nicht genau kennt. Wichtig ist, dass er sich an die Geschwindigkeit eines Regular-Season-Spiels gewöhnt."

"Oldie" Garcia kehrt zurück

Für den Fall der Fälle stünde noch "Oldie" Jeff Garcia parat. "Ob es jetzt nur eine Woche oder eine ganze Saison ist, ich bin froh, dass ich die Möglichkeit erhalten habe, bei den Eagles zu spielen", sagt der 39 Jahre alte Routinier, dem am dritten Spieltag die Entlassung droht, wenn Michael Vick seine Sperre abgesessen hat.

Garcia, der nach McNabbs Verletzung unter Vertrag genommen wurde, hatte die Eagles 2006 nach einem 5:6-Start mit vier Siegen in Serie und sieben Touchdowns in den vier Spielen in die Playoffs geführt.

Brees in bestechender Form

Egal wer für Philly gegen New Orleans aufläuft, er muss für viele Punkte sorgen. Denn mit den Saints und Drew Brees läuft das Offensiv-Feuerwerk der Liga auf.

Der Quarterback knüpft gegen Detroit an seine brillante Vorsaison an, als er als zweiter Spieler überhaupt die 5000-Yard-Marke knackte, und warf neben seinen sechs Touchdown-Pässen für insgesamt 358 Yards. Zudem erzielte Backup-Running-Back Mike Bell 143 Rushing Yards.

"Uns sind viele Big Plays gelungen", fasst Brees den 45:27-Sieg über die Lions zusammen.

Warten auf einen Sieg

Diese sollten ihnen nun auch in Philly gelingen, wollen sie ihre Negativbilanz in Pennsylvania aufbessern. Bei zehn Spielen stehen nur zwei Siege zu Buche und die letzten drei Begegnungen gingen alle verloren.

Allerdings beendeten die Saints in den Playoffs 2006 Philadelphias und Garcias Erfolgslauf mit einem 27:24-Sieg.

Tennessee Titans (0:1) - Houston Texans (0:1), 19 Uhr

Nach den mehr (Texans) oder minder (Titans) überraschenden Auftaktniederlagen gegen die New York Jets und Super-Bowl-Champion Pittsburgh Steelers stehen die Klubs bereits unter Druck. Für Tennessee und Houston heißt es einen Fehlstart zu verhindern.

In der starken AFC South könnte ein schwacher Saisonstart die Playoff-Aussichten deutlich mindern.

"Was das Laufspiel und das Passspiel anbetrifft, waren das nicht wir. So kennen ich uns nicht und so werden wir kein Spiel gewinnen", zeigt sich Houstons Coach Gary Kubiak nach dem 7:24 gegen New York enttäuscht.

Fisher bleibt optimistisch

Und auch die Titans schieben den misslungenen Auftakt auf die eigenen Fehler. "Die Pittsburgh Steelers haben die Tennessee Titans nicht besiegt, die Tennessee Titans haben die Tennessee Titans besiegt", sagt Wide Receiver Nate Washington.

Trotz eines möglichen 0:2 geht Trainer Jeff Fisher optimistisch in den Vergleich mit dem Divisionsrivalen. "Wir konzentrieren uns nur darauf, dieses Spiel zu gewinnen. Mit einer Niederlage beschäftigen wir uns nicht", meint Fisher.

"Wir wissen, dass wir besser spielen müssen uns letzte Woche. Wenn uns das gelingt, haben wir eine Chance, zu gewinnen."

Dallas Cowboys (1:0) - New York Giants (1:0), Montag., 2.20 Uhr

Vorhang auf die Dallas? neuestes Prunkstück. Mit dem Sonntagnachtspiel weihen die Dallas Cowboys ihr neues Stadion in Arlington ein. 1,15 Milliarden Dollar gab die Stadt für den Bau der 80.000 Zuschauer fassenden Arena aus.

Zum Auftakt soll natürlich ein Sieg her. Und mit den New York Giants kommt ausgerechnet ein Gegner, der den Cowboys die empfindlichste Niederlage der letzten Jahre beigebracht hatte.

Am 13. Januar 2008 beendeten die Giants mit einem überraschenden 21:17 die Super-Bowl-Träume der Cowboys. Jene Niederlage hängt den Cowboys immer noch nach.

Statement-Spiel für James

Nach den Siegen gegen Tampa Bay (34:21) bzw. Washington (23:17) können die Teams in der engen NFC East ein erstes Statement abgeben.

Dabei muss sich insbesondere die Defense der Cowboys steigern. Gegen die Buccaneers ließ sie 450 Yards zu - und Dallas gewann dennoch.

"Wir müssen das Rad nicht neu erfinden", meint Linebacker Bradie James, "aber wir sollten endlich das abrufen, was wir können. Das haben wir gegen Tampa nicht."

Das es doch zum Sieg reichte lag vorrangig an Quarterback Tony Romo (3 TD, 353 Yards) und seiner Offense. Allerdings kann sich die Abwehr der Gastgeber nicht erneut darauf verlassen, dass der Angriff die Kohlen aus dem Feuer holt.

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