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Drew Brees wechselte 2006 von den San Diego Chargers zu den New Orleans Saints © getty

Brees, Gore und Schaub führen ihre Teams mit Galavorstellungen zum Sieg. Für Tennessee reicht es trotz Johnsons Rekordspiel nicht.

Von Rainer Nachtwey

München - Zweites Saisonspiel, zum zweiten Mal 48 Punkte: Drew Brees und die Offense der New Orleans Saints sind in der NFL derzeit nicht zu stoppen und fegen über die Abwehrreihen der Gäste hinweg.

Der Quarterback führte seine Mannschaft mit drei Touchdowns zu einem 48:22-Erfolg bei den Philadelphia Eagles und kommt nach seinen sechs TD-Pässen zum Saisonauftakt gegen Detroit nach dem 2. Spieltag bereits auf phänomenale neun Pässe in die Endzone (DATENCENTER: Der 2. Spieltag).

"Unsere Mannschaft besteht aus so vielen guten Spielern, dass wir auch nicht wissen, wer am Spieltag aufdreht" meinte Brees, der letzte Saison als zweiter Spieler nach Dan Marino in einer Saison Pässe über 5000 Yards warf. "Wichtig ist, dass jeder seinen Job macht. Das hat jeder von uns gegen Philly gemacht, und das hat uns die Chance auf den Sieg eröffnet."

Kolb leistet sich drei Turnover

Die Saints profitierten zudem von der Abwesenheit Donovan McNabbs. Der Eagles Quarterback musste wegen einer gebrochenen Rippe passen.

Sein Ersatz Kevin Kolb brachte es am Ende bei 31 von 51 Pässen mit 391 Yards und zwei Touchdowns auf sehr gute Statistiken, er leistete sich aber auch drei Interceptions und wurde von den eigenen Fans ausgepfiffen.

"Ich muss einfach diese Turnover abstellen", zeigte sich Kolb lernwillig. "Ich weiß, dass ich besser spielen kann und das werde ich auch."

Tennessee - Houston 31:34

Während die Partie in Philly bereits frühzeitig entschieden war, leisteten sich die Titans und Texans einen Schlagabtausch bis zum Schluss. Erst ein Field Goal von Kris Brown 2:55 Minuten vor Ende der Begegnung entschied zu Gunsten der Gäste.

Dabei schienen sich Tennessees Running Back Chris Johnson und Houstons Quarterback Matt Schaub bis dahin ein Privatduell zu liefern.

Schaub kam auf vier Touchdown-Pässe, während Johnson "nur" dreimal in die Endzone der Gäste lief.

Mit 197 Rushing Yards stellte der letztjährige Rookie eine persönliche Bestmarke auf. Zudem brachte Johnson es Mitte des dritten Viertels beim Spielstand von 31:24 mit 268 Yards nach Pässen und Läufen auf mehr Yards als die komplette Texans-Offense.

Houston meldet sich zurück

Dennoch konnte Johnson den Fehlstart der Titans nicht verhindern. Nach zehn Siegen in Serie zum Auftakt der letzten Saison war es für die Truppe von Coach Jeff Fisher bereits die zweite Niederlage im zweiten Spiel.

Houston meldete sich nach dem enttäuschenden 7:24 gegen die New York Jets am ersten Spieltag in der hart umkämpften AFC South zurück.

"Das zeigt die Klasse und Mentalität unserer Mannschaft", bezog sich Schaub auf den zwischenzeitlichen 14:28-Rückstand. Wir haben vier Viertel gegen ein richtig gutes Football Team ein richtig gutes Spiel abgeliefert."

San Francisco - Seattle 23:10

Zehn Yards mehr als Johnson lief Frank Gore beim zweiten Saisonsieg der 49ers gegen die Seahawks. Der Running Back erzielte mit 207 Yards zum zweiten Mal in seiner Karriere einen Wert von über 200 Yards und verpasste seine bisherige Bestmarke von 212 nur hauchdünn.

Mit seinen zwei Touchdown-Läufen über 80 und 79 Yards war er nicht nur der Sieggarant der Gastgeber, sondern sorgte zudem für zwei Highlights des 2. Spieltags.

"Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so etwas gesehen habe", zeigte sich Quarterback Shaun Hill von seinem Teamkollegen beeindruckt. "Er war wie ein Duracell-Hase: Er lief und lief und lief."

Für die 49ers war es bereits der zweite Sieg im zweiten Saisonspiel. "Wir stehen bei 2:0 gegen Divisionsgegner. Wir haben den Leuten bewiesen, was wir drauf haben. Und wir werden von Mal zu Mal besser", sagte Gore.

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