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Klubrekord: Manning holt seinen 119. Sieg und zieht an Johnny Unitas vorbei © getty

Miami hat im Monday Night Game drei Viertel des Spiels Ballbesitz. Für einen Sieg reicht das nicht. Der Grund: Peyton Manning.

Von Roland Schekelinski

Miami/München - Manchmal kommt man an den Zahlen eben doch nicht vorbei.

Bei ihrem 27:23-Sieg bei den Miami Dolphins haben die Indianapolis Colts das effektivste Offensivspiel eines NFL-Teams seit 1977 gezeigt.

Im Monday Night Game des 2. Spieltags waren die Colts nur 14:53 Minuten in Ballbesitz. Dennoch reichte es zum zweiten Saisonsieg. (DATENCENTER: Der 2. Spieltag)

Das hatten die Colts vor allem Peyton Manning zu verdanken. Angeführt von seinem Quarterback setzte Indianapolis mit einer effektiven Schlussoffensive eine Punktlandung hin.

Miami ging 3:50 Minuten vor dem Ende mit Dan Carpenters drittem Field Goal mit 23:20 in Führung. Das sollte jedoch nicht reichen, um diese Colts zu besiegen.

Denn nur 32 Sekunden später bediente Manning seinen Wide Receiver Pierre Garcon mit einem 48-Yard-Touchdown-Pass.

Was den Unterschied an diesem Abend zwischen Superheld und Loser ausmachte, das demonstrierte dann Miamis Quarterback Chad Pennington sechs Sekunden vor Schluss.

Miami vergibt die große Chance zum Sieg

Die Dolphins hatten es bis zur 30-Yard-Linie der Colts geschafft, die große Chance, die Geschichte des Spiels doch noch umzuschreiben.

Doch Penningtons Pass in die Endzone wurde von Colts-Safety Antoine Bethea abgefangen. 154240(DIASHOW: Die Bilder vom 2. Spieltag)

"Wir müssen uns bei unseren Defensiv-Spielern bedanken", sagte Tight End Dallas Clark, der bereits zwölf Sekunden nach dem Kickoff von Manning mit einem 80-Yard-Touchdown-Pass bedient wurde.

"Sie hatten vermutlich 100 Spielzüge zu überstehen. Und ich weiß, dass sie bei Miamis letzem Angriff ziemlich kaputt waren", so Clark. "Einfach klasse, wie sie das bis zum Schluss gemacht haben."

Manning überholt Unitas

Bei allem Lob für die Verteidigung - der alles überragende Spieler war Peyton Manning. Mit seinem 119. Sieg im Trikot der Colts stellte der 33-Jährige einen Klubrekord auf und zog an dem legendären Colts-Spielmacher Johnny Unitas vorbei.

Manning warf 303 Yards, gab zwei Touchdown-Pässe und hatte keine Interception.

14 seiner 23 Pass-Versuche fanden den Mitspieler. Das klingt nicht überragend. Aber Manning war in der Schlussphase da, als es darauf ankam.

Seine Bilanz im vierten Viertel: 137 Yards, sechs von sieben Pässen kamen an.

Manning dicht hinter Favre

Damit ist Manning in der Rangliste der noch aktiven Spieler Brett Favre dicht auf die Pelle gerückt. Favre hat in seiner Karriere bislang 39 Mal Partien mit einem entscheidenden Spielzug gedreht. Manning kommt seit Montagabend auf deren 37.

Die Dolphins jedenfalls waren 45 Minuten in Ballbesitz. Auch ein Klubrekord. Miami musste nur einmal punten, schaffte es bei 21 seiner dritten Downs 15 Mal zu einem neuen First Down - und ging als Verlierer vom Feld.

Die Erklärung lieferte Manning: "Effektiv zu sein, wenn es darauf ankommt. Darum geht es in diesem Spiel."

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