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Tony Romo warf in dieser Saison bisher vier Touchdowns © getty

Der Vikings-Spielmacher nimmt eindrucksvoll Rache an den Packers, die ihn aussortiert hatten, und schreibt Geschichte.

Von Michael Spandern

München - Rache genommen, Geschichte geschrieben und Minnesotas Spitzenposition in der NFC North gefestigt: Vikings-Quarterback Brett Favre hatte im Monday Night Game gegen die Green Bay Packers einen denkwürdigen Abend.

Die NFL-Legende, die am Freitag ihren 40. Geburtstag feiert, führte die Vikings mit drei Touchdowns zum 30:23 (21:14)-Heimsieg gegen die Packers - und ist nun der einzige Spielmacher in der Geschichte, der gegen alle 32 NFL-Teams gewinnen konnte.

Und das letzte Puzzleteil barg für Favre eine bittersüße Brisanz: Schließlich hatte er bei den Packers 17 Jahre lang Regie geführt und 1997 den Super Bowl gewonnen. Nach seinem Rücktritt vom Rücktritt spielte er in den Planungen der Packers keine Rolle mehr.

Vikings bleiben unbesiegt

Seine Rache war gnadenlos: 271 Yards Raumgewinn standen für Favre zu Buche, er brachte 24 von 31 Passversuchen an den Mann und leistete sich keinen Ballverlust.

"Ein Spiel entscheidet nicht darüber, ob meine Karriere gut oder schlecht war. Ich weiß, was ich getan habe und ich bin stolz darauf. Ich werde immer alles dafür geben, um zu gewinnen", sagte Favre anschließend. (DATENCENTER: Der 4. Spieltag)

Durch den vierten Sieg im vierten Spiel festigten die Vikings Platz eins in der NFC North. Green Bay bleibt nach der zweiten Niederlage im vierten Spiel auf Rang drei dieser Division.

Ausgleich im zweiten Viertel

Favre feierte die ersten Punkte des Spiels - einen Pass über ein Yard auf Visanthe Shiancoe - mit einem Freudensprung auf Kicker Ryan Longwell, der ebenfalls früher bei den Packers gespielt hat.

Packers-Spielmacher Aaron Rodgers gelangen zwar 26 seiner 37 Passversuche und eine Bestleistung von 384 Yards, doch er verlor zweimal das Ei und wurde achtmal zu Boden geworfen. Viereinhalb Sacks, so viele wie noch nie in seiner Karriere, wurden Jared Allen gutgeschrieben.

Dennoch glichen die Gäste im zweiten Viertel durch Rookie Clay Matthews aus, der einen Ballverlust der Gastgeber über 42 Yards in die Endzone trug.

Das Funkeln in Favres Augen

Aber Adrian Petersons Touchdown - er wuchtetete sich mit dem Ei über die Linie - stellte die Weichen 30 Sekunden vor der Halbzeit wieder auf Sieg für Minnesota.

"Ich wollte dieses Spiel unbedingt für Brett gewinnen", sagte der Running Back. "Er hat die Bedeutung die ganze Woche über heruntergespielt, aber ich wusste, wie wichtig es für ihn war. Ich konnte es in seinen Augen sehen."

Favres Touchdown-Pass über 31 Yard auf Bernard Berrian zum 28:14 leitete dann im dritten Viertel die Vorentscheidung für die Vikings ein.

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