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Die Steelers (Ben Roethlisberger, Nr. 7) gewannen zuletzt 1965 in Philadelphia © getty

Nach vier Jahren Leidenszeit beenden die Eagles die Steelers-Vorherrschaft in Pennsylvania. Buffalo behält seine weiße Weste.

Von Rainer Nachtwey

München/Philadelphia - Letzte Woche im Monday Night Game gegen Dallas spielten die Philadelphia Eagles in der Offensive gut mit.

Allerdings kassierten sie dafür in der Defensive zu viele Punkte und verloren die Partie. Dies hat Defensive Coordinator Jim Johnson überhaupt nicht gefallen.

Im Derby gegen die Pittsburgh Steelers setzte er deshalb auf aggressive Defensive und wurde dafür belohnt: Mit 15:6 setzte sich Philly im heimischen Lincoln Financial Field durch.

Rothlisberger unter Druck gesetzt

"Der Druck und die Deckung waren sehr gut. Und wenn die Deckung gut ist, kannst du auch besser blitzen, weil das Vertrauen da ist", sagte Johnson.

Und das tat die Eagles-Verteidigung auch. Neun Sacks an Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger waren das Ergebnis. Unter dem Druck leistete sich der 26-Jährige dann zwei Fumbles und eine Interception.

Zudem wurden die Eagles mit einer Safety belohnt, als Roethlisbergers den Ball aus der Endzone werfen wollte, aber keinen Abnehmer fand.

Westbrook angeschlagen

"Die Defensive hat heute einen phänomenalen Job gemacht", freute sich Head Coach Andy Reid. "Sie hat sich nach der schwachen Leistung in Dallas hervorragend zurückgemeldet. Ich bin unheimlich stolz auf die Jungs."

Im Angriff reichte ein Touchdown-Pass von Donovan McNabb, seinem 176. im Trikot der Eagles, auf Correll Buckhalter. Zudem sorgte David Akers mit drei Field Goals für die Punkteausbeute.

Allerdings müssen die Eagles eine bittere Pille schlucken. Running Back Brian Westbrook verletzte sich am Sprunggelenk. Zum Glück stellte sich bei einer Röntgen-Untersuchung heraus, dass nichts gebrochen ist. Eine Kernspintomographie soll in den kommenden Tagen für eine Klarheit sorgen.

- Indianapolis Colts - Jacksonville Jaguars 21:23

Das Lucas Oil Stadium ist für die Indianapolis Colts noch keine Festung geworden. Im zweiten Regular-Season-Heimspiel setzte es die zweite Niederlage. Gegen die Jacksonville Jaguars kassierte die Mannschaft von Coach Tony Dungy eine 21:23-Pleite.

Den Gästen aus Florida sicherte Kicker Josh Scobee vier Sekunden vor Ende den ersten Saisonsieg. Der 26-Jährige verwandelte einen Versuch aus 51 Yards. "Sein Schuss war sensationell. Der hätte auch aus 65 Yards gesessen", lobte Head Coach Jack Del Rio seinen Kicker.

Jaguars lassen Colts alt aussehen

Dafür hätte sich Quarterback David Garrard nicht ganz so beeilen müssen wie bei dem Versuch aus 51 Yards. Denn 67 Sekunden vor Ende der Partie hatte Colts-Running-Back Joseph Addai den Gastgeber durch einen Zwei-Yard-Touchdown-Lauf mit 21:20 in Führung gebracht.

"Wir hatten bei dieser Angriffserie und auch in denen davor, genug Chancen, sie zu stoppen. Aber ihre Jungs haben heute eine tolles Spiel gemacht und uns oft alt aussehen lassen", zeigte sich Dungy nach der Partie enttäuscht.

Mit Bilanzen von jeweils 1:2 liegen die Teams auf Rang zwei und drei der AFC South.

- Buffalo Bills - Oakland Raiders 24:23

Platz eins der AFC East haben die Buffalo Bills übernommen. Das Team von Head Coach Dick Jauron ist nach dem 24:23-Erfolg über die Oakland Raiders weiterhin ungeschlagen.

Die Bills drehten dabei einen Neun-Punkte-Rückstand in den letzten 6:23 Minuten in den dritten Saisonsieg.

Rian Lindells Field Goal aus 38 Yards stellte mit Ablaufen der Spielzeit das Endergebnis her.

Kelsay von Team begeistert

"Es zeigt einfach, was für einen Charakter die Mannschaft hat", sagte Defensive End Chris Kelsay. "Seit ich hier bin, habe ich oft auf der anderen Seite, der Verlierer-Seite gestanden. Aber dieses Jahr ist das anders. Das Team ist anders. Wir finden einen Weg diese Spiele zu gewinnen."

Für die Bills ist es der erste 3:0-Start in eine Saison seit 16 Jahren.

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