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DeSean Jackson (r.) erzielte in seiner Karriere bisher neun Touchdowns © getty

Der Hauptstadtklub schlittert immer tiefer in die Krise. Gegen Philadelphia verletzte sich auch noch Tight End Cooley schwer.

Von Robert Gherda

München - Die Krise bei den Washington Redskins verschärft sich immer mehr.

Im Monday Night Game des 7. Spieltags setzte es für den Hauptstadtklub eine 17:27-Heimniederlage gegen den Division-Rivalen Philadelphia Eagles.

Die Eagles dagegen rehabilitierten sich mit dem Erfolg für die peinliche Pleite bei den Oakland Raiders in der vergangenen Woche.

Das Spiel war praktisch bereits zur Pause entschieden. Die Eagles führten nach zwei Vierteln souverän mit 27:10 und brachten den Vorsprung locker über die Zeit.

Die Redskins konnten dagegen auch unter Sherm Lewis, der seit dieser Woche die Offensiv-Spielzüge durchgibt, ihr Potenzial nicht abrufen.

Zorn sauer

Washington hat bisher noch in keinem Saisonspiel mehr als 17 Punkte erzielt. (DATENCENTER: 7. Spieltag)

Head-Coach Jim Zorn, der nach der Pleite gegen die Kansas City Chiefs von seinen Aufgaben als Play-Caller entbunden wurde, war nach der Partie sichtlich bedient:

"Das Ergebnis ist das gleiche. Wir haben 17 Punkte", klagte Zorn.

"Es war schwierig für mich. Es ist schwer, draußen zu stehen und zuzusehen. Es ist sehr hart, den Mund zu halten."

Durch die Pleite liegt Washington in der NFC East abgeschlagen mit nur zwei Siegen auf dem letzten Platz.

Haynesworth will "handeln statt reden"

Dem Winter-Stareinkauf Albert Haynesworth platzte anschließend der Kragen:

"Wir können noch so viel reden. Wir müssen jetzt wirklich handeln", schimpfte der Defensive Tackle.

"Wenn wir einmal an dem Punkt angelangt sind, dass wir etwas gegen unsere Misere tun wollen, werden wir auch etwas machen. Aber wenn weiter jeder für sich arbeitet, werden wir weiterhin abgeschlachtet wie heute."

Zu allem Überfluss verloren die "Rothäute" auch noch Star-Tight-End Chris Cooley für den Rest der Saison. Cooley zog sich gegen die Eagles einen Knöchelbruch zu.

Jackson Matchwinner

Matchwinner für die Eagles war Wide-Receiver DeSeason Jackson, der im ersten Viertel zwei Touchdowns erzielte.

Dennoch war der Receiver nach der Partie nicht komplett zufrieden:

"Ich hatte Spaß da draußen, ehrlich", sagte Jackson.

"Aber mein Knöchel hat mich bei meinem Touchdown-Tanz etwas behindert. Es ist nichts Schlimmes, aber es hat mich definitiv beeinflusst. Es hätte perfekter sein können."

Westbrook mit Gehirnerschütterung raus

Deutlich mehr Kopfschmerzen wird Coach Andy Reid dagegen die Verletzung von Running Back Brian Westbrook bereitet haben.

Westbrook musste im ersten Viertel mit einer Gehirnerschütterung das Spielfeld verlassen.

Er kollidierte mit Linebacker London Fletcher und blieb mehrere Minuten auf dem Spielfeld liegen, bevor er in die Katakomben gebracht wurde.

"Es sah übel aus", sagte Safety Quintin Mikell über die Verletzung.

"Immer wenn jemand nur da liegt und nicht antwortet, weißt du nicht, was vor sich geht. Wir haben gebetet."

Zwar geht Reid davon aus, dass sich Westbrook völlig erholen wird, konnte jedoch nicht ausschließen, dass der 30-Jährige in der kommenden Woche pausieren muss.

Witherspoon mit perfektem Debüt

Für positive Schlagzeilen sorgte dagegen Will Witherspoon bei seinem Debüt für Philadelphia.

Der Middle Linebacker, der letzte Woche als Ersatz für den verletzten Omar Gaither aus St. Louis verpflichtet wurde, verbuchte in seinem ersten Spiel eine Interception, die er in einen Touchdown umwandelte und verursachte auch einen Fumble.

"Du kannst nicht erwarten einen Sack, einen Fumble und eine Interception für einen Touchdown zu verbuchen", sagte Witherspoon.

"Wer würde so etwas bei klarem Verstand in seinem ersten Spiel erwarten? Aber es ist wirklich passiert."

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