vergrößernverkleinern
Norv Turner (l.) ist seit 2007 Head Coach von Philip Rivers und den Chargers © getty

Die Chargers stehen nach zwei Auftakt-Pleiten unter Druck. Die Fehlentscheidung von Denver bleibt in San Diego Thema Nummer eins.

Von Rainer Nachtwey

München/San Diego - Die Fehlentscheidung von Referee Ed Hochuli im Spiel gegen die Denver Broncos hat die San Diego Chargers die gesamte Woche verfolgt. In San Diego war sie Gesprächsthema Nummer eins.

Und so steht das Monday Night Game zwischen den Chargers und den New York Jets (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) unter dem Motto "Spiel eins nach dem Skandal-Pfiff".

Dabei hatte Trainer Norv Turner im Laufe der Woche noch erklärt, dass das Spiel abgehakt sei und längst aus den Köpfen der Spiele verschwunden.

Man wolle vielmehr die positiven Aspekte mitnehmen, als man gegen Carolina und Denver jeweils einen Rückstand in eine Führung drehte.

Defense der Schlüssel zum Erfolg

An einen möglichen 0:3-Fehlstart will man bei den "Bolts" erst gar nicht denken. Denn seit 1990 konnte sich eine Mannschaft nur dreimal für die Playoffs qualifizieren, nachdem die ersten drei Spiele verloren gingen. Zuletzt gelang dies den Buffalo Bills 1998.

Um den Fehlstart zu vermeiden, müssen die Chargers in der Verteidigung wieder zur Stärke der letzten Saison finden.

Damals kassierte diese im Schnitt nur 17,8 Punkte. In den ersten beiden Begegnungen der Saison waren es 32,5.

Wundertüte Jets

Mit den New York Jets kommt allerdings ein äußerst unangenehmer Gegner ins Qualcomm Stadium.

Die Mannschaft um Quarterback Brett Favre ist eine wahre Wundertüte: An einem guten Tag sind sie schwer zu stoppen, an einem schlechten - so wie letzte Woche gegen die New England Patriots - kann es aber auch schnell in die andere Richtung losgehen.

Mangini am Pranger

Seit dem Spiel gegen die Patriots herrscht im "Big Apple" großer Diskussionsbedarf. In den Medien wird immer noch an der Entscheidung von Head Coach Eric Mangini, der bei 1st--Goal an der Drei-Yard-Linie den Ball dreimal in die Hände von Running Back Thomas Jones geben ließ, gezweifelt.

Der Coach hat sich dazu nicht öffentlich geäußert. Die Medienvertreter hätten es lieber gesehen, wenn Mangini Favre den Auftrag gegeben hätte, den Ball zu passen. Dies werfen sie ihm auch weiterhin vor.

Keine Touchdown-Garantie

Favre versteht den Trubel um die Szene nicht. "Es gibt doch keine Garantie dafür, dass wir einen Touchdown erzielt hätten, wenn ich geworfen hätte", sagt der Quarterback.

Die New Yorker Journalisten sind sich vor der Partie einig. Sollten die Jets erneut in die Situation kommen, ein First Down zwischen der Zehn-Yard-Linie und der Endzone erzielen, wird der Head Coach sicherlich nicht noch dreimal auf Jones setzen.

Denn beim Monday Night Football herrscht MNF - Monday Night Favre.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel