vergrößernverkleinern
Quentin Jammer (Nr. 23) feiert mit Shaun Phillips seine Interception © getty

Die San Diego Chargers feiern im Monday Night Game ihren ersten Saisonsieg. Sie profitieren dabei von den Fehlern der Jets.

Von Rainer Nachtwey

München/San Diego - Es ist geschafft: Nach zwei Niederlagen in Serie haben die San Diego Chargers ihre Sieg-Premiere gefeiert.

Gegen die New York Jets gewannen die "Bolts" erstmals in dieser Spielzeit und verhinderten dadurch einen 0:3-Fehlstart.

Die Kalifornier setzten sich mit 48:29 gegen die Gäste durch.

"Wir haben diesen Sieg so dringend gebraucht", sagte Star-Running-Back LaDainian Tomlinson. "Ich will gar nicht wissen, was passiert wäre, wenn wir die Partie auch noch verloren und bei 0:3 gestanden hätten. Durch diesen Sieg können wir erst einmal aufatmen."

Interception zum Auftakt

Dabei begann es für die Gastgeber alles andere als gut: Quarterback Phillip Rivers leistete sich bei seinem ersten Pass eine Interception, die Jets-Safety David Barrett über 25 Yards zurück in San Diegos Endzone lief.

Doch das sollte sich für die Chargers nicht als Problem herausstellen, denn in der ersten Hälfte schien die Abkürzung MNF nicht für Monday Night Football zu stehen, sondern mehr für Monday Night Faults.

Zwei Turnover in zwei Angriffsserien der Jets

Nach Nate Kaedings Field Goal aus 36 Yards zum 3:7-Anschluss ließ sich Jets-Running-Back Thomas Jones den Ball aus den Händen reißen, Quentin Jammer nahm ihn auf und lief bis zur 16-Yard-Linie der Jets. Fullback Mike Tolbert brachte San Diego nach einem Ein-Yard-Pass von Rivers mit 10:7 erstmals in Führung.

Aber dabei blieb es nicht für die Jets. In der darauffolgenden Angriffsserie warf Quarterback Brett Favre seine erste Interceptions des Abends. In den Pass auf Leveranues Coles spritzte Cornerback Antonio Cromartie dazwischen und trug ihn über 52 Yards in die Endzone der Jets. Die Partie war auf den Kopf gestellt.

Washington sorgt für Hoffnung

New York schlug in Person von Leon Washington zurück. Den folgenden Kickoff-Return trug der Running Back bis zur Fünf-Yard-Linie. Favres TD-Pass auf Coles brachte die Jets zurück in die Partie.

Doch schon folgte der nächste Fehler der Gäste. Coach Eric Mangini wollte seinen Gegenüber Norv Turner überraschen und ließ einen Onside-Kick ausführen. Der Ball landete jedoch in den Händen der Chargers.

Zu viele Turnover der Jets

Wieder schlug der Gastgeber daraus Kapital. Rivers bediente Chris Chambers in der Endzone und die "Bolts" führten mit zehn Zählern Vorsprung.

Damit aber immer noch nicht genug: Favre warf noch in der ersten Hälfte seine zweite Interception. Eric Weddle hatte diesmal seine Finger dazwischen und die Chargers ließen die gute Ausgangsposition erneut nicht ungenutzt.

Chargers führen zur Halbzeit mit 17 Zählern

Rivers passte auf Antonio Gates und die Führung betrug drei Minuten vor der Pause 17 Punkte. Mit dem Spielstand von 31:14 ging es dann auch in die zweite Halbzeit.

"Die vielen Turnover sind schon schwer zu verkraften, wenn man gegen so eine Power-Offense, wie die der Chargers, spielt", zeigte sich Favre vom ersten Durchgang geschockt.

LTs Premiere

Vor allem legte San Diego zu Beginn des dritten Viertels nach. Tomlinson lief über zwei Yards in die Endzone und feierte damit seinen ersten Touchdown der Saison. "Ich war schon sehr froh, dass ich endlich einen Touchdown-Lauf auf meinem Konto habe. Dann sitzt Ihr Journalisten mir nicht mehr im Rücken", sagte "LT".

Zwar verkürzten die Jets durch Favres zweiten Touchdown-Pass auf Chansi Stuckey und ein Field Goal von Jay Feely auf 23:38, spätestens durch Tomlinsons zweiten Touchdown-Lauf zum 45:23 war die Partie entschieden.

Auch Favres dritter Touchdown-Pass über sechs Yards auf Tight End Dustin Keller brachte keine Wende mehr. "Sie waren unheimlich aktiv in der Verteidigung. Damit haben sie uns schwer zugesetzt", analysierte Favre die Partie.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel