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Die New Orleans Saints feierten am 25.9.2006 die Rückkehr in den Superdome © getty

Das MNG des 8. Spieltags ist für New Orleans ein besonderes Spiel. Jener Sieg vor drei Jahren sorgte für Aufbruchsstimmung.

Von Niko Paetzold und Rainer Nachtwey

München/New Orleans - Es war einer der emotionalsten Momente in der jüngsten Geschichte New Orleans':

Vor rund drei Jahren empfingen die Saints die Atlanta Falcons zum Monday Night Game.

Der durch Hurrikan Katrina verwüstete Superdome wurde mit einem Feuerwerk eingeweiht und die ansässige Football-Mannschaft sorgte mit einem 23:3-Sieg über die Gäste aus Georgia um deren damaligen Star-Quarterback Michael Vick nach Monaten der Verzweiflung für Aufbruchstimmung im "Big Easy".

Eine unvergessliche Nacht

Einer der Erfolgsgaranten von 2006 war Quarterback Drew Brees, der zu Saisonbeginn aus San Diego nach New Orleans gelotst worden war.

"Das war eine unglaubliche Nacht. Dieses Spiel werde ich nie vergessen", erinnert sich der 30-Jährige vor dem erneuten Aufeinandertreffen im Monday Night Game des 8. Spieltag169825(DIASHOW: Der 8. Spieltag)..

Einer der besten Quarterbacks der Liga

Brees steht in dieser Saison erneut als Symbolbild für den Aufschwung der Saints. Nach zwei Jahren ohne Playoff-Teilnahme mauserten sich die Saints zum Meisterschaftskandidaten.

Mit einem Quarterback-Rating von 106,9 und 14 Touchdowns aus sechs Spielen gehört Brees zur Elite der NFL-Quarterbacks.

Und Brees hat bewiesen, dass er auch mit Rückschlägen umgehen kann. Am vergangenen Spieltag führte er sein Team nach drei Interceptions mit einem Touchdownpass und einem Touchdownlauf nach einem 3:24-Rückstand noch zum 46:34 Sieg gegen die Miami Dolphins (DATENCENTER: 8. Spieltag).

Ryan als Vick-Nachfolger

Während Brees in New Orleans seit jener Zeit Regie führt, hat sich seit jenem Auftritt viel verändert. Vick hat nach dem Hundekampfskandal eine 23-monatige Haftstrafe verbüßt und gab dieses Jahr sein Comeback im Trikot der Philadelphia Eagles.

Bei Atlanta gilt Matt Ryan als der neue Hoffnungsträger. Doch sowohl Ryan als auch Brees gelten beim Aufeinandertreffen nicht als der Schlüssel zum Erfolg.

Auf das Laufspiel kommt es an

Vielmehr wird laut dem ehemaligen Quarterback und heutigem TV-Analytiker Ron Jaworski das Running Game der Saints bzw. die Verteidigung gegen den Lauf der Falcons das Spiel entscheiden.

"Um die Saints zu stoppen, muss man ihr Laufspiel stoppen", ist sich Jaworski sicher.

Vorteile auf Seiten der Saints

Auf dem Papier sind die Saints klarer Favorit. Sie entschieden fünf der letzten sechs Duelle mit den Falcons für sich und weisen in entscheidenden Statistiken die besseren Werte als die Falcons auf.

Bei den Yards pro Spiel liegt die Mannschaft von Trainer Sean Payton mit 427,3 zu 322,8 deutlich vor den Gästen und bei den zugelassenen Yards haben sie mit 306,7 Yards im Vergleich zu den 368,3 der Falcons die Nase vorn.

Duell um die NFC-South-Krone

Mit einem Sieg gegen die Falcons würde New Orleans den besten Saisonstart seit 1991 hinlegen, in dem sie auch die ersten sieben Spiele als Sieger das Feld verließen.

Das Team aus Atlanta hingegen musste nach zwei Siegen in Folge eine Niederlage gegen die Dallas Cowboys hinnehmen.

Bei einer Bilanz von 4:2 würde ein Sieg in diesem direkten NFC-South-Duell zu einer neuen Konstellation im Kampf um die Divisionskrone führen.

Zudem bringt er die Falcons in eine gute Ausgangsposition für die Wildcards.

Wer holt sich den 3000. MNG-Touchdown?

Doch nicht nur im internen Divisions-Kampf hat dieses Spiel einiges zu bieten, auch eine historische Marke könnte hierbei fallen.

Wer den fünften Touchdown der Begegnung erzielt, sorgt für den 3000. in der Geschichte des Monday Night Games.

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