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Pierre Thomas (r.) erzielte seinen vierten Rushing Touchdown der Saison gegen Atlanta © getty

Durch den Erfolg gegen die Atlanta Falcons bleiben die New Orleans Saints trotz vier Ballverlusten ungeschlagen in der NFL.

Von Robert Gherda

München - Die New Orleans Saints gewannen auch ihr siebtes Saisonspiel und bleiben damit neben den Indianapolis Colts das einzige ungeschlagene Team der NFL.

Im Monday Night Game des 8. Spieltags bezwangen die Saints im heimischen Superdome die Atlanta Falcons mit 35:27. (DATENCENTER: 8. Spieltag)

Dabei stellten die Saints den besten Saisonstart der Franchise aus dem Jahr 1991 ein, als das Team aus dem "Big Easy" ebenfalls die ersten sieben Partien für sich entschied.

Die Saints sind derzeit sogar so gut, dass sie sich nicht einmal selbst schlagen können.

Sieg trotz vier Turnover

Zum zweiten Mal in Folge leisteten sich Quarterback Drew Brees Co. vier Turnover, gewannen das Spiel aber dennoch.

Brees, für zwei der Ballverluste verantwortlich, zeigte sonst eine starke Vorstellung und warf für zwei Touchdowns, wobei er 25 seiner 33 Pässe an den Mann brachte und 308 Yards Raumgewinn verbuchte. Dennoch war Brees nach der Partie unzufrieden: 169825(DIASHOW: Der 8. Spieltag)

"Ich denke nicht, dass wir heute gut gespielt haben. Unsere besten Leistungen werden erst noch folgen", prophezeite der Spielmacher.

Running Back Pierre Thomas, der wie Brees fumbelte, machte den Aussetzer in der Offensive mehr als wett. Er erzielte zwei Touchdowns und verzeichnete 91 Yards am Boden.

"Wir haben eine Menge Dinge richtig gemacht, aber auch einiges falsch, so dass es bis zum Schluss spannend blieb", fasste Saints Coach Sean Payton die Partie zusammen.

Payton stolz auf sein Team

"Aber ich bin sehr glücklich über den Sieg und den 7:0-Start. Es war ein sehr wichtiges Spiel gegen einen Divisionsrivalen und ich bin stolz auf unsere Spieler. Sie haben gekämpft."

Während die Saints in der NFC South auf und davon ziehen, musste Atlanta einen herben Dämpfer hinnehmen.

Zum ersten Mal unter Coach Mike Smith verloren die Falcons zwei Spiele am Stück und liegen bereits drei Spiele hinter den Saints.

Dabei half dem Team aus Georgia auch eine klasse Vorstellung von Running Back, der mit 150 Yards im Laufspiel und einem Touchdown seine beste Saisonleistung ablieferte.

Atlanta verlor zum ersten Mal, wenn Turner die 100-Yard-Marke knackte.

Die Falcons hielten die Partie bis zum Schluss spannend, konnten aber ihre Chancen nicht konsequent nutzen.

Falcons nutzen Chancen nicht

Kicker Jason Elam verfehlte zwei Field Goals und Quarterback Matt Ryan leistete sich in der Red Zone im letzten Viertel eine Interception, als die Falcons dabei waren, die Führung zu übernehmen.

Insgesamt warf Ryan mit drei Interceptions bereits im dritten Spiel in Folge mindestens zwei Pässe zum Gegner.

Dennoch wirkte Trainer Mike Smith nicht sonderlich beunruhigt, was seiner Spielmacher angeht.

"Ich bin überhaupt nicht besorgt. Wir werden anhand von 16 Spielen bewertet, nicht aufgrund eines und auch nicht anhand dreier Spiele", nahm Smith Ryan in Schutz.

Des einen Leid, des anderen Freud: Die Saints verbesserten mit mittlerweile 16 Interceptions bereits ihre komplette Ausbeute aus dem Jahr 2008.

Zudem erzielte die Defense gegen die Falcons ihren sechsten Touchdown. Damit haben sie mehr Touchdowns als beispielsweise die Offense der Cleveland Browns.

Reggie Bush mit einem Meilenstein

Dementsprechend groß ist laut Payton der Anteil der Defensive an dem derzeitigen Höhenflug:

"Die Art und Weise, wie wir immer wieder Turnover verbuchen und auch Touchdowns erzielen, ist ein gewaltiger Grund, dass wir derzeit so gut dastehen", erklärte der Coach.

Eine besondere Ehre wurde Reggie Bush zuteil. Sein Touchdown im zweiten Viertel zum zwischenzeitlichen 21:14 war der 3000. Touchdown in der Geschichte von Monday Night Football.

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