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Roddy White (r.) wurde 2005 in der ersten Runde an Position 27 von den Atlanta Falcons gedraftet © getty

Roddy White verliert Bodenhaftung, Hasselbeck räumt die Pins ab. Sport1.de präsentiert die Tops und Flops vom 3. NFL-Spieltag.

Von Rainer Nachtwey

München - Der dritte Spieltag der Saison hatte wieder etliche Highlights parat. Nicht nur, dass die Spieler auf ihren eigentlichen Positionen glänzten.

Sie zeigten auch klasse Vorstellungen in weiteren Bereichen.

Doch nicht nur Positives gibt es vom dritten Spieltag zu berichten.

Sport1.de hat die Tops und Flops des 3. Spieltags zusammengestellt.

TOP: Matt Hasselbeck

Es war einfach sensationell: Seattles Quarterbeck Matt Hasselbecks übergibt an der 29-Yard-Linie den Ball an Julius Jones.

Der Running Back läuft in ein Pulk von Spielern und windet sich wieder hinaus.

Mit wild rudernden Armen deutet Hasselbeck an, der inzwischen auf Höhe der Line of Scrimmage angelangt ist, ihm zu folgen.

Mit einem Tackle - Kopf voraus - gegen Oshiomogho Atogwe räumt er zwei Verteidiger aus dem Weg, denn der Free Saftey Rams fällt auf Cornerback Fakhir Brown. Für Jones war dadurch der Weg in die Endzone frei.

"Das war fast wie beim Bowling. Du räumst einen Pin ab und der andere wird dadurch mit umgerissen. Was macht man? Man sagt natürlich es war Absicht", scherzt der Seahawks-Spielmacher.

Ob Bowling oder nicht, Hasselbecks Block für Jones war sensationell und ist das Highlight des 3. Spieltags.

FLOP: St. Louis Rams

Harmlos, harmloser, St. Louis Rams:

Gegen die Seattle Seahawks drang das Team aus Missouri in den ersten 34 Minuten nur zweimal über die Mittellinie.

Erst ließ Seattles Rookie Michael Bumpus den Ball beim Kickoff-Return aus den Händen fallen und die Rams eroberten den Ball, anschließend sorgte Cornerback Marcus Trufant durch ein Foul an Donnie Avery, dass St. Louis in Ballbesitz blieb. 29 Punkte und 607 Yards nach drei Spielen bedeuten den vorletzten Platz in den jeweiligen Statistiken.

In der Verteidigung sieht es noch schlimmer aus. 456,7 Yards und 38,7 Punkte kassieren die Rams im Schnitt.

Diese Werte führen zum 32. und letzten Rang.

TOP: Philip Rivers

Drei Spiele, neun Touchdown-Pässe und ein Passer-Rating von 124,8: San Diegos Quarterback befindet sich in Topform und führt die Statistiken an.

Der Spielmacher ist die Konstanz in Person. In jedem der drei Saisonspiele gab er jeweils drei Touchdown-Pässe.

Dass die Chargers nur eine Bilanz von 1:2 aufweisen, liegt nicht an Rivers.

FLOP: Chiefs-Quarterbacks

Drittes Spiel, dritter Quarterback:

In Kansas City sorgt Head Coach Herm Edwards für Unruhe. Beim ersten Spiel lief Brodie Croyle als Spielmacher auf.

Nach dessen verletzungsbedingten Ausscheiden war Backup Damon Huard die neue Nummer Eins, doch gegen die Falcons überraschte er mit der dritten Variante Tyler Thigpen.

Bereits vor der Begegnung kündigte er an, sollte es nicht wie gewünscht laufen, werde er wieder zurück auf Huard wechseln.

Vertrauen ist etwas Anderes. Die Fans haben von dem Wechselspiel die Nase voll und fordern auf einer Internetseite die Verpflichtung von Brady Quinn aus Cleveland.

TOP: Ronnie Brown

Was für eine Vorstellung von Miamis Ronnie Brown gegen die New England Patriots:

Vier Touchdowns durch Läufe über 2, 15, 5 und 62 Yards erzielte der Running Back.

Und damit nicht genug: Der 26-Jährige bewies auch ein feines Händchen, als er einen Pass über 24 Yards auf Tight End Anthony Fasano warf, der anschließend über ein Yard in die Endzone lief.

Dadurch war der Running Back an allen fünf Touchdowns der Dolphins direkt beteiligt.

FLOP: Bears vs. Bucs

Stetes Maulen höhlt die Ohren:

Die Partie Chicago Bears gegen Tampa Bay Buccaneers ist auf dem Footballfeld zwar schon lange beendet, dennoch wird das Duell über die Medien weiter fortgeführt.

Nach der Begegnung beschwerte sich Tampa Bays Right Tackle Jeremy Trueblood über die unfaire Spielweise der Bears.

"Ich weiß nicht wer es war, aber nachdem bereits abgepfiffen war, haben sie mir in all dem Tumult in eine Gegend gegriffen, wo sie ihre Finger von lassen sollten", sagte Trueblood.

"Es gibt gewisse Grenzen und dazu gehört, dass die Genitalien eines Mannes ein Tabu sind."

Chicagos Verteidiger Israel Idonije antwortete daraufhin, dass die Bears hart spielen, aber in keiner Weise unfair.

"Wir verletzen keinen mit Absicht", sagte der Defensive End.

Auslöser der Diskussion war ein zu später Hit von Cornerback Charles Tillman. Doch auch hier gab es Unstimmigkeiten.

"Die Schiedsrichter haben die erste Aktion nicht gesehen, ?Peanut? hat sich nur gewehrt", klagt Chicagos Wide Receiver Marty Booker.

Sport1.de hält es wie Defensive Tackle Tommie Harris: "Die Sache ist gegessen. Das Spiel ist abgehakt."

TOP: Roddy White

Atlantas Wide Receiver Roddy White muss in seiner Kindheit ein begeisterter Turner gewesen sein.

Wie sonst ist sein Salto rückwärts aus dem Stand zu erklären, den er nach seinem Touchdown gegen die Kansas City Chiefs aufführte.

In der Ausführung gab es nicht einmal Abzüge in der B-Note. Top!

"Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!"

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