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Andre Caldwell unterlief kurz vor Schluss der entscheidende Fumble © getty

Cincinnati und Pittsburgh kassieren zwei überraschende Niederlagen. Die Steelers verlieren zudem Quarterback Roethlisberger.

Von Rainer Nachtwey

München/Oakland - Es schien auf den perfekten 11. Spieltag für die Cincinnati Bengals hinauszulaufen (DATENCENTER: 11. Spieltag).

Die AFC-North-Konkurrenten Pittsburgh und Baltimore hatten ihre Spiele bereits verloren (Baltimore 15:17 gegen Indianapolis) bzw. waren gerade dabei. Die 24:27-Niederlage bei den Kansas City Chiefs nach Verlängerung ereilte die Steelers erst, als die Partie der Bengals bei den Oakland Raiders bereits lief.

Durch zwei Touchdown-Läufe von Quarterback Carson Palmer jeweils über ein Yard gingen die Gäste im Oakland-Alameda County Coliseum auch noch 14:0 in Führung und alles schien auf den achten Saisonsieg Cincinnatis hinauszulaufen.

Doch am Ende stand ein 17:20 beim Kellerkind aus der AFC West zu Buche.

Fumble entscheidet die Partie

Und ausgerechnet ein Fehler der Bengals beendete Cincinnatis Traum vom vierten Sieg in Serie. Nach dem Ausgleich zum 17:17 33 Sekunden vor Schluss verlor Andre Caldwell beim anschließenden Return den Ball an der eigenen 17-Yard-Linie.

Nach dreimaligem Abknien von Raiders-Quarterback Bruce Gradkowski verwandelte Sebastian Janikowski 15 Sekunden vor Schluss das entscheidende Field Goal.

So ein Team muss man schlagen

"Coach Lewis sagt uns jedes Mal, wie wichtig es ist, solche Auswärtsspiele zu gewinnen", sagte Wide Receiver Chad Ochocinco. "Nichts gegen die Raiders, aber das ist eine Mannschaft, bei der wir so ein Spiel gewinnen müssen."

Palmer zeigte sich nach der Niederlage enttäuscht, wollte aber "keine Krisensitzung einberufen": "Fakt ist, dass wir verloren haben. Wenn es darauf ankommt musst du die Teams schlagen, die am Tabellenende stehen. Das haben wir heute nicht gemacht."

Cincinnati vergibt große Chance

Für Cincinnati wäre es im Hinblick auf die Playoffs ein großer Sprung nach vorne gewesen.

In der AFC North liegen die Bengals zwar weiterhin ein Spiel vor den Steelers und halten auch den Vorteil des gewonnen direkten Vergleichs in ihren Händen, ein Drei-Spiele-Vorsprung bei noch fünf ausstehenden Partien wäre für das Team aus Ohio einer Qualifikation gleichgekommen.

Vorzeitiges Ende für "Big Ben"

Die Steelers mussten neben der Niederlage auch noch den Verlust von Quarterback Ben Roethlisberger hinnehmen. Nach einem Sack von Derrick Johnson verließ der Spielmacher mit Verdacht auf Gehirnerschütterung verletzt das Spielfeld.

"Ich habe noch nichts genaueres erfahren", sagte Coach Mike Tomlin nach dem Spiel. "Daher kann ich auch noch nichts dazu sagen, ob er am kommenden Spieltag wieder auflaufen wird."

Dritter Sieg für Oakland und K.C.

Besonders kurios ist, dass die beiden Top-Teams der AFC North ausgerechnet bei den Kellerkindern der AFC West stolperten.

Sowohl für Oakland, als auch für K.C. war es erst der dritte Saisonsieg und in den letzten zwei Spielzeiten holte kein Team mehr als fünf Siege.

Indy und Saints behalten Weiße Weste

So gut wie sicher in der K.o.-Runde stehen die Indianapolis Colts und New Orleans Saints. Beide Teams setzen ihren Siegeszug auch am 11. Spieltag fort und feierten den 10. Sieg im 10. Spiel.

Indy gewann dank einer starken Defensivleistung bei den Baltimore Ravens 17:15 und New Orleans setzte sich bei den Tampa Bay Buccaneers mit 38:7 durch.

Fünf FIeld Goals, aber kein Touchdown

"Wir sind eine biegen-aber-nicht-brechen-Verteidigung", analysierte Linebacker Gary Brackett. "Sie haben sich immer wieder vor unsere Endzone gespielt, hinein haben wir sie aber nicht gelassen."

Baltimore musste sich mit fünf verwandelten Field Goals aus 46, 44, 38, 36 und 20 Yards zufrieden geben. Und am Ende war der Kicker der Colts der Matchwinner: Matt Stover, letzte Saison noch bei den Ravens unter Vertrag, verwandelte 7:02 Minuten vor Ende aus 25 Yards zum 17:15-Endstand.

Patriots auf Playoff-Kurs

Ähnlich wenig Mühe wie die Saints hatten die New England Patriots um Sebastian Vollmer. Der Left Tackle gewann mit seiner Mannschaft 31:14 gegen AFC-East-Konkurrent New York Jets.

Mit sieben Siegen bei drei Niederlagen belegt die Truppe aus Boston in der Division Platz eins und ist auf bestem Kurs Richtung Playoffs.

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