vergrößernverkleinern
Bryant McFadden (l.) wurde 2005 von den Pittsburgh Steelers verpflichtet © getty

Die Cardinals bezwingen Minnesota in eindrucksvoller Manier - und lassen Favre an den Qualitäten seines Teams zweifeln.

Von Matthias Fiedler

Glendale/München - Vier Niederlagen haben die Arizona Cardinals schon auf dem Konto.

Mit einem 30:17-Erfolg gegen Brett Favres Minnesota Vikings machten sie allerdings eindrucksvoll deutlich, dass man sie im Hinblick auf die Meisterschaft keinesfalls abschreiben sollte.

"Arizona hat gespielt, als wären sie im Super Bowl. Wir müssen offenbar mehr tun, wenn wir dieses Jahr dorthin wollen", gestand Vikings enttäuschter Quarterback Favre. (DATENCENTER: 13. Spieltag)

Der erwischte gegen Arizona selbst nicht seinen besten Tag. Favre warf zwar drei Touchdown-Pässe, verursachte allerdings auch zwei Interceptions - Nummer vier und fünf in dieser Saison.

Warner fehlerfrei

Sein Gegenüber Kurt Warner, der nach einer Gehirnerschütterung das erste Mal seit sechs Vierteln wieder dabei war, machte es besser.

Warner gab ebenfalls drei Vorlagen zum Touchdown, brachte allerdings ohne Ballverlust 22 seiner 32 Pässe an den Mann und kam auf 285 Yards Raumgewinn.

Cardinals überlegen

Auch spielerisch waren die Cardinals den Vikings in allen Belangen überlegen. Ob Offensive, Defensive oder Entscheidungsfreudigkeit - Minnesota hatte nicht viel entgegenzusetzen.

Dabei glänzten die Gastgeber vor allem beim Beschützen des Balls. Keinen einzigen Sack ließen sich die Cardinals bei 32 Passversuchen zu Schulden kommen.

"Das war wohl eines der unterhaltsamsten Spiele, die ich je in meiner Laufbahn bestritten habe. Ich bin mir die Seele aus dem Leib gerannt", sagte Arizonas Left Tackle Jeremy Bridges, der das erste Mal in seiner Karriere als Starter auflief.

Bridges frech

Da störte ihn auch das kleine Wortgefecht mit Minnesotas Defensive End Jared Allen wenig, der keinen einzigen Sack verbuchen konnte.

"Allen reagierte nach einer Zeit ein bisschen frustriert und fing an, komische Sache von sich zu geben. Er behauptete, er kenne meinen Namen nicht. Und da habe ich ihm geantwortet, dass er ihn spätestens nach Spielende wissen würde, wenn er im Fernsehen den ganzen Tag hoch und runter läuft", schmunzelte Bridges.

Whisenhunt zufrieden

Zufrieden mit dem Auftritt seiner Cardinals, die Platz eins in der NFC West belegen, war auch Head Coach Ken Whisenhunt:

"Wir machen nicht immer alles richtig im Spiel. Aber oft finden wir auf schlechte Aktionen die richtige Antwort", erklärte dieser und war stolz auf die Reaktion seines Teams nach der Niederlage gegen die Tennessee Titans in Woche 12.

San Francisco im Visier

Die San Francisco 49ers sollten demnach für das Monday Night Game der nächsten Woche gewarnt sein. Denn mit den 49ers haben die Cardinals nach der 16:20-Niederlage zum Saisonauftakt noch eine Rechnung zu begleichen.

Mit einem Sieg könnten sich die Cardinals den zweiten NFC-West-Titel in Folge sichern.

Sport1.de hat weitere Spiele aus der NFL zusammengefasst:

Patriots müssen um Playoffs zittern

Die New England Patriots verloren ihr zweites Spiel in Folge und müssen nun um den Einzug in die Playoffs bangen.

Die Mannschaft des Kaarsters Sebastian Vollmer, der nach einer vor zwei Wochen erlittenen Gehirnerschütterung noch nicht zum Einsatz kam, verlor 21:22 bei den Miami Dolphins und musste das Team aus Florida in der AFC East weiter heranrücken lassen.

New England mit besserem Start - Carpenter dreht Partie

Dabei erwischten Quarterback Tom Brady und seine Kollegen gegen die Dolphins den besseren Start und lagen nach Touchdowns von Randy Moss und Kevin Faulk im zweiten Viertel schon mit 14:0 in Front.

Beim Stand von 21:19 für die Patriots sorgte Dan Carpenter im letzten Spielabschnitt mit einem Field Goal jedoch noch für Miamis Sieg.

Colts und Saints bleiben ungeschlagen

Derweil blieben die Indianapolis Colts und die New Orleans Saints auch nach zwölf Partien ungeschlagen und sicherten sich bereits vier Spiele vor dem Ende der regulären Saison ihre Tickets für die Playoff-Runde.

Indianapolis mit Rekord

Indianapolis gewann 27:17 gegen die Tennessee Titans und stellte mit dem 21. regulären Saisonsieg in Folge den NFL-Rekord ein.

Die Saints behielten ihre weiße Weste durch einen 33:30-Triumph bei den Washington Redskins. Das entscheidende Field Goal konnte New Orleans allerdings erst in der Verlängerung verbuchen.

Sport1 Adventskalender: Preise im Wert von über ? 15.000!

Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel