Steelers am Boden: "Absolut beschämend"
Von Sebastian Aigner
Cleveland/München – Die Steelers sind in der Realität angekommen.
Ausgerechnet gegen den Erzrivalen und NFL-Kellerkind Cleveland Browns verliert der amtierende Champion bei klirrender Kälte im Browns-Stadium mit 6:13.
Nach der fünften Niederlage in Folge und einer Bilanz von sechs Siegen bei sieben Niederlagen kann der Titelverteidiger die Playoffs wohl schon abschreiben.
Der Schlüssel zum erst zweiten Erfolg für Cleveland der laufenden Saison lag in deren starker Defensivleistung.
Die Abwehr der Browns ließ keinen Touchdown zu, brachte Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger wiederholt in arge Bedrängnis. (DATENCENTER: 13. Spieltag)
Achtmal erwischt
Roethlisberger wurde insgesamt acht Mal gesackt, nur einmal in seiner Karriere wurde er öfter gefällt.
Zwar brachte er 18 von 32 Pässen an den Mann und überbrückte dabei 201 Yards. Doch richtig gefährlich wurde es in der Nähe der Endzone der Browns nie.
Wide Receiver Hines Ward fasste die Stimmung nach dem Spiel zusammen: "Nach unserem Super-Bowl-Erfolg im letzten Jahr jetzt fünf Spiele in Folge zu verlieren ist absolut beschämend"
Browns mit Field Goals
Auch Cleveland setzte in Ermangelung echter Alternativen zunächst auf seinen Kicker Phil Dawson.
Der brachte die Browns mit zwei Field Goals mit 6:0 in Front, ehe Chris Jennings kurz vor Ablauf des zweiten Viertels mit einem 10-Yard-Lauf einen Touchdown erzielte. Dawson machte den Extra-Punkt zum 13:0.
Pittsburgh auf "Rekordkurs"
Zwar schlugen die Steelers mit zwei Field Goals von Jeff Reed zurück, doch mehr Ertrag als sechs Punkte kamen bei den Offensivbemühungen des Titelträgers nicht heraus.
Durch die Niederlage zogen die Steelers nun mit den New York Giants in einer Negativstatistik gleich.
Die Giants waren 1987 der letzte Super-Bowl-Champion der in der darauffolgenden Saison fünf Spiele am Stück verlor.
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