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Bild aus guten Tagen: Richard Collier spielt seit drei Jahren in der NFL © getty

Hiobsbotschaft für Richard Collier und die Jaguars: Der Offensive Tackle ist nach einem Attentat an den Rollstuhl gefesselt.

Von Kristina Heidenreich

München - Schock für Richard Collier und die Jacksonville Jaguars:

Der 26-Jährige wird sein Leben lang an den Rollstuhl gefesselt sein. Nach dem Attentat auf Collier Anfang September kam nun die erschütternde Nachricht für ihn und die Jaguars.

"Er wird nie wieder laufen", sagte sein Arzt am Montag. Dem Offensive Tackle musste das linke Bein amputiert werden, von der Taille abwärts ist er gelähmt, erklärte der Arzt weiter.

"Das Leid, sich seine Träume nicht erfüllen zu können, wird ihn ein Leben lang begleiten", meinte sein Agent Jeff Jankovich.

Von vierzehn Kugeln getroffen

Bei dem Attentat wurde Collier regelrecht durchlöchert: Insgesamt trafen den Collier vierzehn Kugeln. Rücken, Leiste, das linke Bein und das Gesäß Colliers wurden getroffen. Ein Projektil schoss ins Rückmark und verursachte die Lähmung.

Die Ärzte waren zu Amputation des linken Beins gezwungen als sich dort ein Blutgerinnsel gebildet hatte. Allein fünf Kugeln entfernten die Ärzte aus Colliers Blase. Im Zuge der schweren Verletzungen hatte er außerdem einer Lungenentzündung und Nierenversagen zu kämpfen.

Seit gut drei Wochen liegt Collier im Krankenhaus. Die Ausmaße der Verletzungen blieben bis dato ungewiss. Collier sollte zuerst realisieren, was passiert war. Erst dann wollte die Familie mit den Details an die Öffentlichkeit gehen. Selbst die Jaguars ließen sie im Ungewissen, erklärte Jankovich.

Zustand verbessert

War seine körperliche Verfassung zunächst kritisch, so hat sich Colliers Zustand inzwischen verbessert. Doch nun muss er in der Physiotherapie lernen, sich vom Bett in den Rollstuhl zu bewegen. "Wir rechnen damit, ihn bald entlassen zu können", erklärte der Arzt.

Wann Collier das Krankenhaus genau verlassen wird, wollte sein Agent aus Sicherheitsgründen nicht sagen.

"Eine Tragödie"

Die Jacksonville Jaguars fühlen mit ihrem Offensive Tackle: "Es ist eine Tragödie für einen jungen Menschen mit so einer vielversprechenden Zukunft", meinte Coach Jack del Rio. "Ich denke sehr oft an ihn", sagte Offensive Tackle Tony Pashos.

Collier war Anfang September angeschossen worden als er zusammen mit seinem Ex-Teamkollegen Kenneth Pettway im Auto auf zwei Frauen gewartet hatte.

Pettway war bei dem Attentat unverletzt geblieben. Collier selbst kann sich an den Vorfall nicht erinnern. Warum auf die beiden geschossen wurde, ist noch immer unklar. Bisher wurde noch kein Verdächtiger verhaftet.

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