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Tony Romo führte seine Cowboys zum ersten Playoff-Sieg seit 13 Jahren © getty

Dallas holt in den Wild Card Playoffs gegen Philadelphia den ersten K.o.-Runden-Sieg seit 1996. New York feiert zwei Rookies.

Arlington/München - Cowboys-Besitzer Jerry Jones bemühte einen biblischen Vergleich: "Die Dämonen sind vertrieben."

Ausgelassenheit, Erleichterung und unbändige Freude herrschten überall im Cowboys Stadium. (DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan)

Mit 34:14 besiegte "America's Team" die Philadelphia Eagles in den Wild Card Playoffs und beendete damit eine schwarze Serie, die seit dem 28. Dezember 1996 bestand hatte.

Der Erfolg gegen Philadelphia war der erste K.o.-Runden-Sieg seit 13 Jahren für die Cowboys 190213(Diashow: Die Playoff-Teilnehmer).

Fluch besiegt

4.760 lange Tage und sechs Niederlagen in den Playoffs dauerte es bis der Bann gebrochen war.

Cowboys-Quarterback Tony Romo, der für 244 Yards-Raumgewinn und zwei Touchdownpässe warf, war nach der Partie dementsprechend außer sich vor Freude: "Das ist unsere Belohnung. Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben gekämpft, wir haben uns reingehängt, wir sind unserem Plan treu geblieben. Ich freue mich für unser Team, unseren Coach und unseren Besitzer."

Souveräner Sieg

Die Cowboys gerieten während der gesamten Begegnung nicht in Gefahr. Zu Beginn des zweiten Viertels ging Dallas nach einem Touchdown von John Phillips mit 7:0 in Führung.

Zwar glichen die Eagles im Gegenzug nach einem 76-Yard-Pass von Michael Vick auf Jeremy Maclin aus, danach aber spielten nur noch die Texaner.

Entscheidung im zweiten Viertel

Im Verlauf des zweiten Abschnitts zogen die Cowboys auf 27:7 davon.

Tashard Choice besorgte mit einem 1-Yard-Lauf die 14:7-Führung, Miles Austin mit einem Fang in der Endzone und Kicker Shaun Suisham mit zwei Field Goals entschieden die Begegnung schon zur Halbzeit.

"Sie waren in allen Belangen besser", musste Eagles-Coach Andy Reid eingestehen: "Wenn man so dominiert wird, ist es natürlich nicht schön. Wir haben das so nicht erwartet."

Felix Jones schraubte mit einenm 73-Yard-Lauf das Ergebnis auf 34:7. Im Schlussabschnitt gelang DeSean Jackson nach einem 4-Yard-Pass von McNabb nur noch Ergebniskosmetik.

Rendezvous mit dem Idol

Nun wartet auf die Cowboys Routinier und Romos Idol aus Teenagertagen Brett Favre mit den Minnesota Vikings auf Dallas.

Linebacker Keith Brooking schickte schon mal eine Kampfansage an Minnesota: "Mit unserem Potential gibt es im Moment kaum ein Team der Liga das uns schlagen kann."

Cincinnati Bengals - New York Jets 14:24

Wie Dallas gegen Philadelphia haben auch die New York Jets das zweite Aufeinandertreffen innerhalb einer Woche mit den Cincinnati Bengals gewonnen. Der 24:14-Erfolg war für das Team aus dem "Big Apple" der erste Sieg in den Playoffs seit 2004.

Diesen Erfolg machten vor allem zwei Männer möglich: Die Rookies Mark Sanchez und Shonn Greene

Quarterback Sanchez brachte 12 seiner 15 Pässe für einen Raumgewinn von 182 Yards an den Mann und verbuchte einen Touchdownpass. Sein Passer-Rating betrug unglaubliche 139,4. Doch der "Playoff-Frischling" gab sich nach dem Spiel bescheiden: "Das war nicht allein mein Verdienst."

Running Back Greene glich die 7:0-Führung der Bengals aus dem ersten Viertel durch einen 39-Yard-Lauf aus und kam insgesamt auf 135 Yards Raumgewinn.

Feely setzt Schlusspunkt

Nach Touchdowns durch Dustin Keller und Thomas Jones ging New York mit einem 21:7-Vorsprung in den letzten Abschnitt.

Cedric Benson punktete zwar noch mit einem 47-Yard-Lauf für die Bengals, doch die starke Defensive der Jets ließ nichts mehr zu.

Kicker Jay Feely setzte mit einem 20-Yard Field-Goal den 24:14 Schlusspunkt für New York.

Lob von Palmer

Neben den Rookies war zudem New Yorks starke Defensive - statistisch die beste der Liga - ein Garant für den Sieg.

Das musste auch Bengals-Quarterback Carson Palmer eingestehen: "Sie können noch viel erreichen, ihre Defense ist so gut."

Und Coach Rex Ryan schickte gleich eine Kampfansage an die Konkurrenz: "Wir sind ein gutes Football-Team. Wenn die Leute es jetzt noch nicht glauben, bald werden sie es."

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