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Peyton Manning gewann 2007 mit den Indianapolis Colts den Super Bowl © getty

Die Indianapolis Colts lassen gegen die Ravens keinen Touchdown zu. Auch Drew Brees' New Orleans Saints stehen im Halbfinale.

Von Michael Spandern

München - Der Pausen-Fluch ist besiegt, der MVP zieht in die Conference Championships ein, und erstmals seit 2004 stehen die topgesetzten Teams der NFC und AFC im Halbfinale:

Während Peyton Manning zum ersten Mal in den Divisional Playoffs die Oberhand behält, nachdem er in den Wild-Card-Games spielfrei hatte, und die Indianapolis Colts zum 20:3 (17:3) über die Baltimore Ravens führte, fertigten die New Orleans Saints die verletzungsgeplagten Arizona Cardinals mit 45:14 (35:14) ab. 190213(DIASHOW: Die Playoff-Teilnehmer)

Am kommenden Sonntag empfängt zunächst Indianapolis den Sieger der Partie San Diego Chargers gegen die N.Y. Jets (ab 22.40 Uhr LIVESCORES), danach tritt der Gewinner der Partie Minnesota Vikings gegen die Dallas Cowboys bei den New Orleans Saints an (ab 19 LIVESCORES).(DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan)

Zwei Touchdowns kurz vor der Halbzeit

Quarterback Manning warf gegen die Ravens zwei Touchdowns und brachte 30 seiner 44 Pässe für 246 Yards Raumgewinn an den Mann.

Vom bösen Omen, mit den Colts zuvor dreimal nach einem Freilos gescheitert zu sein, wollte der 33-Jährige hernach nichts wissen: "Das spielt doch keine Rolle. Ich habe in diesen Mythos nicht geglaubt."

Manning, zu Anfang des Jahres zum vierten Mal zum wertvollsten Spieler der NFL gewählt, brachte die Gastgeber in den zwei Minuten vor der Halbzeit auf die Siegerstraße. Zunächst bediente er aus zehn Yards Entfernung Austin Collie in der Endzone, drei Sekunden vor der Pause passte er aus kurzer Distanz zu Reggie Wayne, der ebenfalls einen Touchdown verbuchte.

Trostpflaster für Ray Rice

Die Ravens hingegen drangen auch nach dem Seitenwechsel nicht in die Endzone vor. Spielmacher Joe Flacco (189 Yards Raumgewinn) leistete sich zwei Interceptions.

Dazu begingen die Gäste, die durch Billy Cundiffs Field Goal den 0:3-Rückstand im ersten Viertel noch ausgleichen konnten, zwei Fumbles - die Colts keinen.

Ein Trostpflaster gab es lediglich für Ray Rice: Der Running Back der Ravens knüpfte zwar bei Weitem nicht an seine Leistung aus der Vorwoche (159 erlaufene Yards) an, ist aber nun nach Joseph Addai der zweite Spieler seit 1967, der in einer Partie mindestens 60 Yards sowohl durch Lauf- als auch durch Passspielzüge gewonnen sowie neun Pässe gefangen hat.

Klasse Quote von Brees

Noch klarer setzten sich die Saints durch: Quarterback Drew Brees verbuchte mit hervorragender Passquote (23 von 32 kamen an) 247 Yards Raumgewinn und drei Touchdowns. Arizonas Spielmacher Kurt Warner blieb dagegen ohne Touchdown und warf einen Ball zum Gegner.

Die Gäste gingen zwar durch Tim Hightowers spektakulären 70-Yard-Lauf in die Endzone in Führung, doch noch im ersten Viertel konterte New Orleans mit drei Touchdowns von Lynell Hamilton, Jeremy Shockey und Reggie Bush.

Running Back Bush stellte mit 84 Yards Raumgewinn eine persönliche Saisonbestmarke auf und brauchte dafür nur fünf Läufe.

Bush tanzt wie Grafite

Atemberaubender als sein Lauf über 46 Yards zum 21:7 in der 13. Spielminute war nur noch sein Punt Return aus der eigenen Red Zone, bei dem er die Gegner reihenweise zum Stolpern - ähnlich wie Wolfsburgs Bundesliga-Star Grafite beim Traumtor gegen die Bayern in der Vorsaison.

Dadurch erzielte der 24-Jährige knapp sieben Minuten vor Ablauf des dritten Abschnitts den Endstand für die Saints, die in der nächsten Woche erstmals in ihrer Geschichte das Super-Bowl-Ticket lösen wollen.

Saints-Coach Sean Payton freute sich: "Die spielfreie Woche war wichtig für uns, um einige Spieler fit zu bekommen. Ich wusste, wir waren bereit."

Auf der Gegenseite verlor Arizona in der ersten Hälfte verletzungsbedingt die Defensiv-Starter Dominique Rodgers-Cromartie und Antrel Rolle.

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