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Dallas Spielmacher Tony Romo (l.) gratuliert Minnesotas Brett Favre © getty

Brett Favre trumpft im NFL-Viertelfinale ganz groß auf und führt die Vikings zum überragenden Sieg gegen die Dallas Cowboys.

Von Roland Schekelinski

München/Minnesota - Es gibt tatsächlich Dinge, die auch Brett Favre noch nicht geschafft hat.

Beim überragenden 34:3-Sieg der Minneosta Vikings über die Dallas Cowboys im Viertelfinale der NFL-Playoffs warf Favre vier Touchdown-Pässe.

Nicht nur, dass Favre nun der älteste Quarterback in der Geschichte der NFL ist, der je ein Playoff-Spiel gewonnen hat.

Favre musste erst 40 Jahre alt werden, damit ihm vier Touchdown-Pässe in einer Playoff-Partie gelingen.

Denn das hat Favre in seiner nunmehr 19-jährigen NFL-Karriere noch nie geschafft.

"Heute war es so wie die gesamte Saison schon: wundervoll", so Favre, der vor 13 Jahren mit den Green Bay Packers seinen ersten und einzigen Super Bowl gewonnen hatte.

Klub-Rekord von Rice

Die nächste Hürde für die Vikings auf dem Weg ins große Finale am 7. Februar in Miami sind nun die New Orleans Saints. (DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan)

Sollte Minnesota eine ähnliche Glanzleistung wie gegen die Cowboys gelingen, dürften die Chancen auf einen Einzug in Super Bowl XLIV gut stehen.

Drei von Favres TD-Pässen landeten bei Sidney Rice. Ein Klub-Rekord, denn noch nie gelang einem Viking zuvor drei Touchdown Receptions in einem Playoff-Spiel.

Nicht nur die Offensive der Vikings setzte den Cowboys zu. 190213(DIASHOW: Die Playoff-Teilnehmer)

Dallas' Quarterback Tony Romo erlebte vor 63.547 im Metrodome von Minneapolis ein wahres Desaster.

Schwarzer Tag für Romo

Sechs Mal wurde Romo mit Ball von der Vikings-Defensive zu Boden gebracht, verlor bei drei Fumbles zwei Mal den Ballbesitz und warf obendrein eine Interception, die zu einem Field Goal für Minnesota führte.

Ray Edwards stellte mit drei Sacks in einem Spiel einen Klub-Rekord ein.

"Das ist so, als ob der Fahrstuhl von ganz oben nach ganz unten fällt. Es ist hart, wenn man rausfliegt. Wenn man nicht alle Spiele gewinnt, dann hat man sein Ziel nicht erreicht", sagte Cowboys-Coach Wade Phillips, dessen Team nach dem Sieg in den Wild Card Games über die Philadelphia Eagles gegen Minnesota bei einigen Experten favorisiert gewesen ist.

"Die tasmanischen Teufel"

Diese Einschätzung im Vorfeld des Spiels stachelte die Vikings aber nur an. "Die tasmanischen Teufel kommen aus Dallas hierher und werden den Staat Minnesota zerbomben", brachte Vikings-Coach Brad Childress martialisch seine Verwunderung über die öffentliche Meinung zum Ausdruck.

Doch der "Teufel" steckte eher in einem Vikings-Trikot mit der Nummer vier. "Er hat sich die Seele aus dem Leib gespielt", so Teamkollege Jared Allen über seinen Quarterback Brett Favre.

Auch ein paar harte Kollisionen brachten Favre nicht aus dem Konzept.

"Immer noch der alte Brett", so Rice. "Er macht es so, wie er es schon immer gemacht hat. Er bewegt sich, bringt den Ball an den Mann, durchbricht Tackles und stellt sogar Blocks."

Der so gelobte machte dagegen auf Understatement. "Das Anstrengenste war heute das Feiern", sagte Favre.

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