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Brett Favre debütierte schon 1991 im Trikot der Atlanta Falcons in der NFL © getty

Vor dem NFC-Finale sind die Blicke auf den Quarterback der Vikings gerichtet. Im AFC-Endspiel gibt es einen klaren Favoriten.

Von Rainer Nachtwey

München/New Orleans - Es war der zweite Spielzug der Green Bay Packers: Brett Favre nimmt den Snap auf, geht zwei Schritte zurück und passt auf Andre Rison - Touchdwon.

13 Jahre ist es mittlerweile her, als Brett Favre im Louisiana Superdome sein damaliges Team zum Super-Bowl-Sieg über die New England Patriots führte.(DATENCENTER: Der Playoff-Spielplan)

Nun kehrt der Oldie nach New Orleans zurück (beide Spiele, ab 21 UhrLIVESCORES), um wohl einen letzten Anlauf zu seinem zweiten Erfolg im Endspiel zu nehmen.

Ausgerechnet in Vikings-Lila, der verhassten Farbe des Packers-Gegner Minnesota.

Auch mit 40 noch nervös

Für Favre ist es nicht nur wegen der Erinnerungen an jenen 26. Januar 1997 ein besonderes Spiel.

Der mittlerweile 40 Jahre alte Quarterback der Minnesota Vikings wuchs nur wenige Kilometer entfernt auf. 190213(DIASHOW: Die Playoff-Teilnehmer)

"Ich hoffe, dass mir meine Erfahrung aus diesen besonderen Playoff-Spielen hilft. Aber das heißt jetzt nicht, dass ich nicht nervös werde", sagt die wohl berühmteste Nummer 4 im Football vor seinem 24. Playoff-Spiel.

Favre macht sein Team besser

Und von Favres Erfahrung profitieren auch seine Mitspieler. Wide Receiver Sidney Rice, in den Jahren zuvor als schlampiges Talent verschrien, blüht im Zusammenspiel mit Favre auf. Pässe über 1312 Yards fing der 23-Jährige.

"Die Verpflichtung von Brett hatte einen sehr großen Einfluss auf mich", sagt Rice. "Das ist großartig, er macht mich besser. Da muss ich ihm sehr dankbar sein."

Großer Einfluss auf das Running Game

Tight End Visanthe Shiancoe erzielte elf Touchdowns in der Regular Season, so viele wie in seinen sechs Jahren NFL zuvor.

Großen Einfluss hat Favre auch auf Running Back Adrian Peterson. Die Vikings sind nicht mehr allein abhängig von Petersons "Wunderdingen", sind nicht mehr so berechenbar wie in der Saison zuvor.

Brees ist in Form

Eine ähnlich starke Leistung wie im Vorjahr zeigt auch New Orleans' Quarterback Drew Brees. Als zweiter Spieler nach Dan Marino warf er über 5000 Yards.

Doch während die Saints letztes Jahr trotz Brees' Glanzvorstellungen an der Playoff-Quali scheiterten, marschierten die Saints ohne große Umwege dank einer starken Verteidigung in die K.o.-Runde.

Großes Lob für ehemaligen Teamkollegen

11 verschiedene Saints-Verteidiger fingen 26 Pässe ab, allein neun davon Darren Sharper, letztes Jahr noch ein Viking und von 1997 bis 2004 Mitspieler Favres bei den Green Bay Packers.

"Darren hat einen unheimlichen Instinkt. Das ist etwas, was du nicht lernen kannst", lobt Favre seinen ehemaligen Teamkollegen.

Suche nach der Form aus dem Arizona-Spiel

Für die Saints, die nach der geglückten Playoff-Qualifikation die Zügel schleifen ließen und an den letzten drei Spieltagen der Regular Season drei Niederlagen kassierten, gilt es an die Form aus dem Arizona-Spiel anzuknüpfen.

"Wir sehen uns als das Team, das 13 Spiele in Serie gewonnen hat und nicht als das, das gegen die Cowboys große Probleme hatte und gegen Tampa einen Sieg hergeschenkt hatte", sagt Brees.

Klare Rollenverteilung im AFC-Finale

Während es beim NFC-Endspiel schwer ist, einen Favoriten auszumachen, sind in der AFC die Rollen klar verteilt: Die New York Jets gehen als krasser Außenseiter in das Spiel gegen die Indianapolis Colts.

Nichts verdeutlicht die Kräfteverhältnisse besser als das Quarterback-Duell:

Auf Seiten der Jets Liganeuling Mark Sanchez, auf Seiten der Colts der viermalige MVP Peyton Manning. Doch die Final-Träume der Jets-Fans sind nicht abwegig, immerhin brachte die Mannschaft von Coach Rex Ryan den Colts die erste Saisonniederlage bei.

Zwar schonte Colts-Trainer Jim Caldwell in jenem Spiel seine Starter, dennoch schweben die Jets seit damals auf einer Erfolgswelle.

Revis in bestechener Form

Verantwortlich für den Erfolg der Grünen ist allen voran die Verteidigung.

Hier sticht insbesondere Darelle Revis heraus. Der Cornerback war bereits gegen Cincinnati für das Ausschalten von Chad Ochocinco verantwortlich.

Beim Sieg gegen San Diego warf Chargers-Quarterback Philip Rivers nur dreimal auf den Gegenspieler von Revis. Einen Pass fing er ab.

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