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Running Back Pierre Thomas (l.) steuerte zwei Touchdowns zum Sieg der Saints bei © getty

Zum ersten Mal in ihrer Klubhistorie stehen die New Orleans Saints im Super-Bowl-Finale. Brett Favre vergibt den möglichen Sieg.

Von Sebastian Aigner

New Orleans/München - Die New Orleans Saints haben den Traum Realität werden lassen und stehen zum ersten Mal in ihrer Klubgeschichte im Finale des Super Bowl.

Im NFC-Championship-Game besiegte das Team um Quarterback Drew Brees die Minnesota Vikings in der Verlängerung mit 31:28.

Zum Matchwinner in der Nachspielzeit avancierte Saints-Kicker Garrett Hartley, der mit einem 40-Yard-Field-Goal die entscheidenden Punkte zum Sieg holte. 190213(DIASHOW: Die Playoff-Teilnehmer)

Ein Triumph für die Stadt

"Das ist für die Stadt New Orleans", freute sich der ausgelassene Saints-Coach Sean Payton nach dem dramatischen Spiel: "Dieses Stadium hatte Löcher und Risse, es war ständig nass hier drin. Jetzt ist es das nicht mehr, dieser Sieg ist für jeden in der Stadt."

Der Superdome, der nach Hurricane Katrina noch als Zuflucht für die Bürger von New Orleans gedient hatte, versank nach dem historischen Sieg in einem gold-schwarzen Konfetti-Regen.

Auch Running Back Reggie Bush widmete den leidgeprüften Bürgern den Erfolg: "Nach all dem, was die Stadt und wir in den letzten vier Jahren durchgemacht haben, ist es wunderschön, dass wir der Stadt so etwas schenken konnten."

Favre vergibt den Sieg

Dabei hatte Minnesota bis kurz vor Schluss die Chance auf den Sieg.

Beim Stand von 28:28 unterlief Vikings-Quarterback Brett Favre eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit eine Interception, die die Saints in Ballbesitz brachte.

"Ich habe mich schon mal besser gefühlt. Es war ein sehr körperliches Spiel heute", war Favre sichtlich geknickt und wollte sich noch nicht zu seiner Zukunft äußern: "In einer solchen Situation will ich noch keine Entscheidung über meine Zukunft treffen. Es ist einfach enttäuschend."

Der 40-Jährige, der im Bundesstaat Mississippi als Saints-Fan aufwuchs, drückt jetzt New Orleans die Daumen: "Wie ich Sean Payton schon vorher gesagt habe, wenn wir es nicht schaffen, hoffe ich, dass ihr den Super Bowl holt."

Zu hohe Fehlerquote

Obwohl die Vikings in puncto gelaufene Yards und Ballbesitz gegenüber den Saints die Oberhand behielten, verhinderte eine zu hohe Fehlerquote einen möglichen Vikings-Erfolg.

Fünf Turnover und drei Fumbles leistete sich Minnesota.

Running Back Adrian Peterson, dem drei Touchdowns für die Vikings gelangen, sah in dem fehlerhaften Spiel einen entscheidenden Faktor für die Niederlage: "Wir haben denen das Match geschenkt, wir haben uns einfach zu viele Ballverluste geleistet. Das ist wirklich enttäuschend."

Saints effektiver

New Orleans war während des gesamten Spiels einfach effektiver.

Aus weniger Ballbesitz holten die Saints die gleiche Punktausbeute wie die Vikings.

Running Back Pierre Thomas gelangen zwei Touchdowns, Reggie Bush brachte die Saints im letzten Viertel mit einem Touchdown in Führung, ehe Adrian Peterson für die Vikings ausglich.

Teamgeist und Fans entscheidend

Saints-Quarterback Drew Brees, der mit drei Touchdown-Pässen erheblichen Anteil am Erfolg der Saints hatte, strich vor allem den Teamgeist heraus als Faktor für den Sieg gegen die Vikings und für die erfolgreiche Saison.

"Wir mussten näher zusammenrücken, um dahin zu kommen, wo wir jetzt sind. Wir haben den Kampfgeist und die Unterstützung unserer Fans genutzt. Wir sind jeden Sonntag mit der Überzeugung aufs Feld gegangen, dass wir es schaffen können."

Colts warten auf Saints

Im Super Bowl treffen die Saints auf die Indianapolis Colts um Quarterback Peyton Manning. Der Sohn des ehemaligen NFL-Stars Archie Manning warf sein Team mit drei Touchdown-Pässen zum Sieg gegen die New York Jets. Dabei lagen die Colts zur Halbzeit noch zurück.

Doch nach zwei Touchdowns durch Pierre Garcon und Dallas Clark und der daraus resultierende Führung ließ die starke Defensive der Colts keinen Punkt der Jets mehr zu.

Die 44. Auflage des Super Bowls findet am 7. Februar in Miami statt.

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