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Brett Favre hält die NFL-Rekorde für Touchdown-Pässe und Passing Yards © getty

Die Packers beschuldigen Minnesota, ihren Quar- terback umgarnt zu haben. Ein anderer MVP sagt, Brett Favre sei zum Rücktritt gezwungen worden.

München - Brett Favre wird für die Green Bay Packers immer mehr zum Streitfall.

Der NFL-Halbfinalist beschuldigt die Minnesota Vikings, unerlaubten Kontakt zum Quarterback, der von seinem Rücktritt zurückgetreten war, aufgenommen zu haben.

Aus diesem Grund haben sie Klage bei der Liga eingereicht.

Darrell Bevell, Offensive Coordinator der Vikings und seit seiner Zeit als Assistenz-Coach bei den Packers mit Favre befreundet, soll den 38-Jährigen angesprochen haben.

Keine Stellungnahmen

Die Vikings wollten die Vorwürfe gegenüber "ESPN" nicht kommentieren und verwiesen an die NFL, die jedoch genauso wenig Stellung nahm.

"ESPN" beruft sich auf Quellen, die behaupten, auch Vikings-Head-Coach Brad Childress habe sich mit Favre unterhalten.

Die Packers, die im ersten Saisonspiel Minnesota zu Gast haben, wiederum glauben, dass die Vikings bewusst die Teamchemie bei ihrem Konkurrenten aufmischen wollen.

Weiter mit Jackson

Sollten die Packers den Vikings den illegalen Flirt mit Favre nachweisen können, droht diesen eine happige Strafe oder sogar der Verlust eines Draft-Rechts.

Childress nannte das Gerangel eine "Seifenoper". Zwar werde er die Entwicklung interessiert beobachten, doch er bekenne sich dazu, weiterhin Tarvaris Jackson als ersten Quarterback einzusetzen. Sport1-Quiz

"Zum Rücktritt gezwungen"

Auf die Seite des Quarterbacks schlägt sich unterdessen LaDainian Tomlinson. Der Running Back der San Diego Chargers, ebenfalls ehemaliger MVP, sagte dem TV-Sender "Bloomberg", Favre sei nicht aus freien Stücken zurückgetreten.

"Ich glaube, er ist gezwungen worden, vorzeitig zurückzutreten", behauptet der 29-Jährige. "Schließlich hat er begriffen, dass er das gar nicht will."

"Brett Favre sollte die Gelegenheit haben, sein Schicksal selbst zu bestimmen", sagte Tomlinson. "Wenn er zurückkommen und Football spielen will, dann lasst ihn!"

"Das ist nicht fair"

Die Packers, bei denen Favre 15 Jahre lang als Starter glänzte, verweigern der Spielmacher-Legende die Freigabe, stellten aber keinen Stammplatz in Aussicht.

Nachdem Favre seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte, war Aaron Rodgers von den Packers zum Nachfolger ernannt worden.

Tomlinson wertet nun, dass Favre kein Ersatzmann werden dürfe. "Das ist nicht fair gegenüber Brett Favre nach allem, was er für das Team getan hat."

Michael Spandern

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