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Brett Favre wurde 1991 von den Atlanta Falcons gedraftet © getty

Für welchen Klub wäre Favre ein ernsthafter Kandidat und für welchen eher weniger:

Houston Texans:

Die Texaner haben letzte Saison eine sehr starke Saison gespielt und sind auf dem Vormarsch.

Mit Matt Schaub haben sie einen soliden Quarterback, ein Regisseur vom Kaliber Favres dürfte das Team aber zu einem ernsthaften Playoff-Kandidaten machen.

Allerdings spricht die starke Konkurrenz in der AFC South - Indianapolis Colts, Jacksonville Jaguars und Tennessee Titans (alle drei waren letzte Saison in den Playoffs vertreten) - gegen Houston.

Minnesota Vikings:

Die Vikings werden von den Favoriten als Geheimtipp auf die Super-Bowl-Teilnahme gehandelt.

Die größte Schwäche hat der Klub aus Minneapolis auf der Quarterback-Position. Deshalb wäre Favre der ideale Mann, um aus einem Geheimtipp einen echten Titelanwärter zu machen.

Die "St. Pauls Pioneer Press" schreibt, dass es nur einen Grund gibt, warum Favre nicht zu den Vikings kommen soll - falls er sich beim Gassi gehen mit dem Hund den Rücken verreißen sollte.

Aber auch hier haben die Vikings ein Problem: Sie sind wie die Packers in der NFC North beheimatet.

Tampa Bay Buccaneers:

Die Bucs sind auf der Quarterback-Position überbesetzt.

Chris Simms versucht seit Wochen seinen Abschied zu forcieren, nachdem ihm keine Spielzeit in Aussicht gestellt wird und er sich höchstens mit Brian Griese einen Kampf um den Backup-Posten von Jeff Garcia leisten kann.

Allerdings ist Garcia, wie Favre auch schon 38 Jahre alt, unzufrieden, weil er noch keinen neuen Vertrag von den Buccaneers angeboten bekommen hat.

Als letztjähriger Divisions-Sieger - dank einer starken Defensive - ist Tampa Bay auch dieses Jahr ein Playoff-Kandidat.

Dennoch ist eine Verpflichtung eher unwahrscheinlich, denn Head Coach Jon Gruden hält große Stücke auf Garcia.

Weitere Kandidaten:

Die Atlanta Falcons, Baltimore Ravens und Oakland Raiders sind dabei einen jungen Quarterback zu etablieren. Hier könnte Favre als Mentor und zu Beginn als Starter auftreten.

Allerdings sind die Chancen des Trios auf eine Playoff-Teilnahme eher gering einzuschätzen.

Auch die Titel-Chancen der Kansas City Chiefs und New York Jets gehen gen Null und dürften deshalb trotz ihrer Suche nach einer Nummer Eins auf der Spielmacher-Situation eher ausscheiden.

Entscheidung liegt bei Packers

Sollte sich Favre wirklich dazu entscheiden, ein Comeback zu geben, wären die Minnesota Vikings die einzige Alternative für ihn.

Am Ende liegt es jedoch nicht an ihm, sondern an den Green Bay Packers, ob sie Favre einen letzten Anlauf auf den Titelgewinn zugestehen.

Rainer Nachtwey

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