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Jim Haslett ist vom Defensive Coordinator zum Head Coach der Rams aufgestiegen © imago

Jim Haslett, der neue Coach der St. Louis Rams, feiert gegen die Washington Redskins sein Debüt. Die Chargers brennen auf Revanche.

Von Rainer Nachtwey

München/St. Louis - Vor dem vierten Spieltag hatte Rams-Besitzer Chip Rosenbloom angekündigt, dass sich etwas ändern muss, sollten die Rams auch im vierten Saisonspiel als Verlierer den Platz verlassen.

Nach dem 14:31 gegen die Buffalo Bills war es dann soweit: Die erwartete Entlassung von Head Coach Scott Linehan überraschte niemanden mehr.

Nun soll Defensive Coordinator Jim Haslett den Gewinner von Super Bowl XXXIV zurück zu alten Erfolgen führen.

Immerhin hatte der beförderte Co-Trainer aufgrund einer Spielpause fast zwei Wochen Zeit, der Mannschaft seine Philosophie zu vermitteln. Ob diese bereits in Woche sechs umgesetzt werden kann, ist zweifelhaft.

Zudem treten die Rams bei den Washington Redskins (ab 19 Uhr LIVESCORES) an, der Mannschaft der letzten Wochen.

Sport1.de blickt in der Vorschau auf das Duell in der Hauptstadt und nimmt zwei weitere Begegnungen des sechsten Spieltags unter die Lupe.

Washington Redskins (4:1) vs. St. Louis Rams (0:4)

Das Spiel der Gegensätze: Die Redskins haben sich nach der Auftaktniederlage bei den New York Giants gefangen und nacheinander die Playoff-Kandidaten New Orleans Saints, Arizona Cardinals, Dallas Cowboys und Philadelphia Eagles besiegt.

Nach der Aussprache zwischen Coach Jim Zorn und Quarterback Jason Campbell - "Du darfst nicht die ganze Last auf deine Schultern nehmen, vertraue deinen Mitspielern" - drehte der junge Spielmacher auf. Fünf Touchdown-Pässe und keine Interception in den vier Partien waren die Konsequenz.

Im FedEx Field empfangen die Redskins die bis dato noch sieglosen Rams, die ihre Premiere unter dem zum Head Coach beförderten Haslett feiern. In einer ersten Maßnahme setzt er den zum Backup degradierten Marc Bulger wieder als Starting-Quarterback ein. Trent Green, im letzten Spiel von Linehan zur Nummer eins aufgestiegen, muss wieder auf der Bank Platz nehmen.

Seattle Seahawks (1:3) vs. Green Bay Packers (2:2)

Das Spiel der Gemeinsamkeiten: Beim Saisonstart gingen beide Mannschaften als Favoriten auf den Divisionssieg in die neue Spielzeit. Doch vor dem sechsten Spieltag finden sich sowohl die Seahawks als auch die Packers in der Verfolgerrolle wieder.

Und noch etwas haben beide Teams gemein - ihre Quarterbacks sind angeschlagen.

Packer Aaron Rodgers quälte sich bereits gegen die Atlanta Falcons mit einer Schulterblessur durch die Partie, Matt Hasselbeck verletzte sich im ersten Spielzug gegen die New York Giants am Knie.

Beide Spielmacher werden aber voraussichtlich im Qwest Field auflaufen.

San Diego Chargers (2:3) vs. New England Patriots (3:1)

Die Chance zur Revanche: Es waren die bittersten Pleiten der Chargers in jüngster Vergangenheit. Sowohl in den letzten Playoffs, als auch im Jahr zuvor scheiterten die "Bolts" jeweils an den Patriots.

Nach der Bekanntgabe des Spielplans suchten die Chargers-Spieler als erstes nach dem Aufeinandertreffen mit New England.

Nach dem schwachen Saisonstart bietet die Begegnung gegen den Vizemeister den Kaliforniern nicht nur die Möglichkeit zur Revanche, sondern auch zum Wendepunkt. Und der sollte nun erfolgen. Denn vor der spielfreien Woche wartet auf die Chargers noch ein schweres Los.

Am siebten Spieltag müssen die Chargers bei den Buffalo Bills antreten, anschließend treffen sie im Londoner Wembley Stadion auf die New Orleans Saints. "Das wird eine kritische Zeit für uns", weiß Running Back LaDainian Tomlinson. "Diese drei Spiele werden zeigen, zu welcher Art Football-Team wir gehören."

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