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Die Chargers (r.) hatten Grund zum Jubeln, bei den Patriots gab es lange Gesichter © getty

Die Chargers bezwingen ihren Albtraum-Gegner New England. Die St. Louis Rams schaffen mit neuem Coach den ersten Saisonsieg.

Von Martin Hoffmann

München - Zweimal hintereinander beendeten die New England Patriots die Saison für die San Diego Chargers - nun ist den "Bolts" die Revanche gelungen.

Mit einem 30:10 zahlte San Diego den "Pats" die zwei Playoff-Pleiten aus den vergangenen beiden Spielzeiten heim.

Der Sieg über ihr Patriots-Trauma kommt zur rechten Zeit für die Chargers.

Nach drei Niederlagen in den ersten fünf Saisonspielen hat San Diego damit die Bilanz ausgeglichen - rechtzeitig vor den schweren Spielen in Buffalo und in London gegen New Orleans.

Brady schmerzlich vermisst

"Das war logischerweise ein großes Spiel für uns", meinte Chargers-Quarterback Philip Rivers, der mit drei Touchdown-Pässen und 306 Yards Raumgewinn Garant für den Sieg war.

"Es war nicht unbedingt ein Rachespiel", führte der Spielmacher aus: "Aber es war wichtig, wenn man sich unsere Situation ansieht und die Welttournee, die vor uns steht."

Auf der Gegenseite wurde der verletzte MVP-Quarterback Tom Brady schmerzlich vermisst. Sein Vertreter Matt Cassel wurde viermal gesackt und musste auch eine Interception verantworten.

Neuer Coach, neues Glück bei den Rams

Einen erfolgreichen Einstand feierte Jim Haslett, der neue Coach der St. Louis Rams.

Sein Team besiegte Washington mit 19:17 und feierte damit den ersten Saisonsieg, während die Redskins-Serie von zuletzt vier Siegen in Folge gestoppt wurde.

Der Sieg der Rams war allerdings glücklich, denn im Angriff sah St. Louis gar nicht gut aus - die vom ehemaligen Defensivkoordinator offensichtlich gut eingestellte Abwehr machte das aber wett.

Cables Einstand bei Raiders geht in die Hose

Weniger glücklich verlief der Einstand von Oaklands neuem Coach Tom Cable.

Der Nachfolger des geschassten Lane Kiffin musste bei den New Orleans Saints eine 3:34-Klatsche einstecken.

Überragend bei den Saints: Quarterback Drew Brees mit drei Touchdowns und 320 Yards Raumgewinn.

Klare Heimsiege, ohne einen Touchdown zuzulassen, feierten auch Indianapolis mit 31:3 gegen Baltimore und Tampa Bay mit 27:3 gegen Carolina.

Rodgers Matchwinner trotz Verletzung

Beim 27:17 der Green Bay Packers über Seattle war Brett Favres Quarterback-Nachfolger Aaron Rodgers der Held des Tages.

Der Spielmacher quälte sich trotz einer Schulterverletzung auf den Platz und sicherte seinem Team mit drei Touchdowns - zwei geworfen, einen erlaufen - den Sieg.

Der Original-Favre feierte mit seinen New York Jets einen 26:14-Erfolg gegen die Cincinnati Bengals, die somit im sechsten Spiel die sechste Niederlage einsteckten.

Weiter ohne Sieg bleibt auch Detroit, das 10:12 gegen Minnesota verlor.

Elam vom Versager zum Helden

Dramatisch ging es in Atlanta beim Duell der Falcons gegen die Chicago Bears zu.

Elf Sekunden vor Schluss ging Chicago durch einen Touchdown-Pass von Kyle Orton zu Rashied Davis mit 20:19 in Führung. Doch im Gegenzug kam Atlanta in letzter Sekunde zu einem Field-Goal-Versuch, den Jason Elam aus 48 Yards noch durch die Pfosten jagte.

Elam war Minuten zuvor der tragische Held gewesen, als er mit einem Field Goal scheiterte - das erste Mal beim 31. Versuch.

Dämpfer für die Broncos

Den ersten Saisonsieg nach vier Niederlagen feierten die Houston Texans mit einem haarscharfen 29:28 über die Miami Dolphins.

Einen Dämpfer erhielten die Denver Broncos, die nach drei Heimsiegen diesmal mit 17:24 von den Jacksonville Jaguars bezwungen wurden.

Schon die dritte Pleite auf eigenem Platz kassierten die San Francisco 49ers, die sich Philadelphia mit 26:40 geschlagen geben mussten.

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