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Die Verteidigung der Cleveland Browns stoppt New Yorks Derrick Ward (r.) © getty

Cleveland fügt den New York Giants die erste Pleite zu. Der Quarterback des Titelverteidigers erwischt einen schwarzen Tag.

Von Martin Hoffmann

München - Vor 38 Jahren schrieben die Cleveland Browns NFL-Geschichte: Am 21. September 1970 gewannen sie das erste Monday Night Game gegen die New York Jets.

In der jüngeren Vergangenheit allerdings hatte das footballverrückte Cleveland an den Montagabenden keine Freude mehr: Der letzte Sieg der Browns beim "MNF" lag 15 Jahre zurück, seit 2003 wurde überhaupt kein Montagsspiel mit Cleveland mehr angesetzt.

Am Montag haben die Browns nun ihre Rückkehr in die Prime-Time gefeiert - und es war ein Comeback mit Knalleffekt: Mit 35:14 bezwangen die Browns die New York Giants, den bislang ungeschlagenen Super-Bowl-Champion.

Damit riss nicht nur New Yorks Fabel-Serie von elf Auswärtssiegen in Folge, die Giants verpassten nach den Niederlagen von Washington und Dallas am Sonntag auch die Chance, sich in der knüppelharten NFC East entscheidend abzusetzen.

Anderson wie entfesselt

Die Euphorie, endlich wieder beim Highlight jedes NFL-Spieltags anzutreten, hat die Browns womöglich beflügelt, nachdem die bisherige Saison nicht direkt nach Wunsch verlief.

Mit hohen Erwartungen in die Spielzeit gestartet, hatte Cleveland drei der ersten vier Spiele verloren.

In die Kritik geriet dabei auch Quarterback Derek Anderson, der kurz vor der Ablösung stand. Am Montag spielte er wie entfesselt: Neben zwei Touchdown-Pässen sorgte er für insgesamt 310 Yards Raumgewinn.

Mannings schwarzer Tag

Einen schwarzen Tag erwischte dagegen Andersons Gegenüber Eli Manning.

Drei Zuspiele des Super-Bowl-Helden wurden abgefangen. Derartige Unsicherheit beim Passen ist man von Manning nicht gewohnt: Seine letzten beiden Interceptions waren über acht Spiele verteilt.

Mannings letzter Fehlpass mündete in einem 93-Yard-Touchdown von Clevelands Eric Wright - der die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Browns bedeutete.

Edwards' entscheidende Vorarbeit

Im ersten Viertel war Cleveland durch ein Field Goal von Phil Dawson in Führung gegangen. Den ersten Touchdown markierte dann New Yorks Running Back Brandon Jacobs, aber nur eine Minute später kam Clevelands Antwort.

Jamal Lewis brachte den Ball für Cleveland erstmals in die Endzone, die entscheidende Vorarbeit aber leistete Wide Receiver Braylon Edwards, der zuvor nach einem Anderson-Pass 70 Yards gutmachte, nachdem er Giants-Cornerback Aaron Ross verladen hatte.

Cleveland legte dann mit einem 22-Yard-Touchdown-Pass von Anderson auf Darnell Dinkins nach.

Krönung einer rauschenden Nacht

Kurz vor der Pause hielt ein Touchdown-Pass von Manning auf Plaxico Burress New York zwar noch im Spiel, die zweite Hälfte aber gehörte ganz den Browns.

Im dritten Viertel erzielte Dawson das zweite Field Goal für Cleveland, ehe Edwards die Browns im Schlussdurchgang endgültig auf die Siegerstraße brachte.

Er vollendete das mit 154 Yards Raumgewinn beste Spiel seiner Karriere, indem er Andersons zweiten Touchdown-Pass ins Ziel brachte.

Wrights erfolgreicher Lauf über fast das gesamte Spielfeld war am Ende die Krönung einer rauschenden Montagnacht.

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