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Tony Romo (r.) beerbte 2006 Drew Bledsoe als Stamm-Quarterback der Cowboys © getty

Die Dallas Cowboys müssen vier Wochen auf Quarterback Tony Romo verzichten. Ein Altmeister soll diesen Ausfall kompensieren.

Von Martin Hoffmann

München - Der Sonntag war kein guter Tag für Tony Romo.

Die Dallas Cowboys verloren in einem dramatischen Spiel mit 24:30 bei den Arizona Cardinals - und der Quarterback der Texaner hatte mit drei Fumbles auch Anteil an der Pleite.

Die noch schlechtere Nachricht aber bekam Romo nach der Begegnung: Der Spielmacher hat sich in der Partie den kleinen Finger seiner Wurfhand gebrochen.

Romo steht damit vor geschätzten vier Wochen Pause.

Schwierigkeiten direkt bemerkbar

Passiert ist das Missgeschick in der Verlängerung, als Romo von Chike Okeafor gesackt wurde.

Dass danach etwas nicht stimmte, merkte man direkt danach, als die nächsten beiden Würfe Romos ihr Ziel deutlich verfehlten.

Romo wäre wohl direkt vom Platz gegangen, hätten die Cardinals nicht kurz darauf gepunktet.

Playoffs in Gefahr?

Romos Ausfall ist eine Katastrophen-Nachricht für Dallas. Denn auch wenn er nur drei Spiele verpasst: In der kurzen NFL-Saison können das drei entscheidende sein - gerade in der gefürchteten NFC East mit den Washington Redskins und dem Titelverteidiger New York Giants als direkte Rivalen.

Und in dieser knallharten Konkurrenz war Romo in der vergangenen Spielzeit der große Trumpf der Cowboys - und Garant für die 13:3-Saison seines Teams.

In seiner ersten Full Season stellte Romo Teamrekorde in den Kategorien Touchdown-Pässe (36), Pass-Yards (4221) und 300-Yard-Spiele (sieben) auf.

Manche Experten prophezeien den Cowboys nun, dass sie in den drei Partien ohne ihren Heilsbringer - die Gegner sind St. Louis, Tampa Bay und die Giants - sogar die Playoff-Teilnahme verspielen könnten.

Oldie soll es richten

Der Mann, der das verhindern soll ist Brad Johnson.

Der 40-jährige Veteran steigt durch den Ausfall Romos zum ältesten Stamm-Quarterback der Liga auf.

Johnson verfügt über 17 Jahre Erfahrung, in denen er 164 Touchdown-Pässe und einen Super-Bowl-Ring 2002 mit Tampa Bay angesammelt hat.

"Die Mannschaft glaubt an Brad"

"Ich denke, unsere Mannschaft glaubt an Brad", meint Cowboys-Trainer Wade Philipps.

Und der unverhoffte Hoffnungsträger ist guter Dinge, dass er Romos Fehlen kompensieren kann.

"Ich freue mich über die Gelegenheit", gab er zu Protokoll: "Ich habe hart dafür gearbeitet, hier zu sein."

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