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Der Ursprung aller Problme: Tony Romos kleiner Finger an der rechten Hand © getty

Tony Romo will trotz des Fingerbruchs gegen die St. Louis Rams auflaufen. Dazu holt er sich Tipps bei einem, der es wissen muss.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Wie man Schmerzen aushält, weiß Brett Favre ziemlich genau. Schließlich hat der 38 Jahre alte Quarterback der New York Jets deshalb auch 258 Spiele in Serie bestritten.

Ein Wert, den bisher noch kein anderer Spielmacher in der NFL erreicht hat.

Deshalb schien es für Tony Romo nur all zu logisch, sich an den "NFL-Duracell-Hasen" zu wenden, um einen Tipp für den Umgang mit seiner Fingerverletzung zu erhalten.

Romo fährt nach St. Louis mit

Nach dem Telefongespräch mit Favre scheint für Romo eines festzustehen: Er wird am Sonntag gegen die St. Louis Rams auflaufen - trotz gebrochenem kleinen Finger an der rechten Wurfhand.

Zumindest soll der Quarterback der Dallas Cowboys diesen Wunsch seinen Trainer mitgeteilt haben.

Allerdings ist diese Entscheidung laut Head Coach Wade Phillips noch lange nicht gefallen. Zwar werde Romo auf jeden Fall nach Missouri reisen, eine Einsatzgarantie habe er aber nicht. "Wenn er nicht trainiert, wird er definitiv nicht spielen. Schließlich hat er sich den Finger gebrochen", sagte der Trainer.

Entscheidung erst am Sonntag

Allerdings ist die Frage des Trainings eine Interpretationssache. Denn Romo trainierte am Mittwochvormittag mit, wenn auch nur in abgeschwächter Form. Der 28 Jahre alte Spielmacher warf ein paar Bälle und nahm an den Stretching-Übungen der Trainingseinheit teil.

"Er hat ganz ordentlich geworfen, aber Werfen allein ist nicht alles", sagte Phillips. "Ich werde die Entscheidung wahrscheinlich erst am Sonntag treffen."

Besitzer Jerry Jones ist davon überzeugt, dass Romo "durchaus spielen könnte". Er wolle aber vermeiden, dass sein Starspieler aufgrund falschen Ehrgeizes die Verletzung verschlimmern könnte.

Jones von Romos Euphorie angesteckt

Den Cowboys-Besitzer scheint der Spielmacher bereits um den Finger gewickelt zu haben. "Er hat eine Möglichkeit gefunden, wie er seinen Finger schützen kann und dass er die Aufgaben, die normalerweise der kleine Finger übernimmt, mit dem Ringfinger ausführt", zeigte sich Jones nach dem Gespräch mit Romo sehr euphorisch.

Zudem sei er davon überzeugt, dass Romos Plädoyer für seinen Einsatz bei Coach Phillips "bestimmt sehr, sehr überzeugend" sein wird.

Sollte Romo bei den Rams nicht eingesetzt werden, wird Brad Johnson als Starter auflaufen. "Er kann ein Spiel leiten, und das ist das wichtigste", lobte Phillips den 40 Jahre alten Routinier, der beim Training die Snaps im Team der ersten Elf erhielt.

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