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Tony Romo muss nach 32 Starts in Serie wieder auf der Bank Platz nehmen © getty

Dallas' Star-Quarterback wird in St. Louis die Partie nur von der Seitenlinie verfolgen. Die Sport1.de-Vorschau des 7. Spieltags.

Von Rainer Nachtwey

München/St. Louis - Es war das Gesprächsthema Nummer Eins in den letzten Tagen in Texas: Spielt er oder spielt er nicht?

Jetzt steht die Antwort fest: Die Dallas Cowboys müssen beim Auswärtsspiel in St. Louis (ab 19 Uhr LIVESCORES) auf Quarterback Tony Romo verzichten.

Die Verletzung des Spielmachers am rechten kleinen Finger lässt einen Einsatz gegen die Rams nicht zu.

Romo in Missouri nur Zuschauer

"Er wird nur spielen, wenn er auch trainiert hat", hatte Coach Wade Phillips während der Woche bereits angedeutet, dass er auf Romo verzichten könnte.

Zwar nahm Romo am Training teil, mehr als Stretchingübungen und ein paar Pässe auf die Wide Receiver wollte der 28-Jährige sich und seinem Finger nicht zumuten.

Dabei hatte der Spielmacher noch während der Woche bei einem Gespräch mit Besitzer Jerry Jones viel Optimismus verbreitet. "Er hat eine Möglichkeit gefunden, wie er seinen Finger schützen kann und dass er die Aufgaben, die normalerweise der kleine Finger übernimmt, mit dem Ringfinger ausführt", zeigte sich Jones euphorisch.

Neben der Partie der Romo-losen Cowboys in Missouri stehen das NFC-South-Duell Carolina gegen New Orleans sowie das Aufeinandertreffen der Packers und der Colts im Lambeau Field von Green Bay im Fokus der Sport1.de-Vorschau auf den 7. Spieltag.

St. Louis Rams (1-4) vs. Dallas Cowboys (4-2)

Die Euphorie ist groß in St. Louis: Nach dem ersten Saisonsieg gegen die Washington Redskins hoffen die Rams-Fans darauf, dass ihre Mannschaft nun eine Serie startet. Die Leistung in der Hauptstadt macht Mut. Vor allem die bis dato schwache Defense spielte gegen die Redskins groß auf und zwang sie zu drei Turnovern, den ersten in der Saison.

Während es bei den Rams nun bergauf geht, fällt der Kurs der Cowboys. Nicht nur, dass Romo den Texanern fehlen wird, auch die Defense gibt nicht unbedingt Grund zur Hoffnung. Statt Romo wird der 40 Jahre alte Brad Johnson auflaufen, in der Verteidigung fehlt Phillips der gesperrte Adam "Pacman" Jones. Nach der überraschenden Niederlage in Arizona, bereits der zweiten in der laufenden Saison, muss Dallas wieder einmal beweisen, dass es der NFC-Topfavorit ist.

Carolina Panthers (4-2) vs. New Orleans Saints (3-3)

Keine Division ist so eng zusammen wie die NFC South. Gerade einmal ein Sieg liegt zwischen dem ersten und letzten Platz. In Charlotte treffen mit den Panthers und den Saints nun zwei direkte Divisionskonkurrenten aufeinander. Für die Saints, die am kommenden Spieltag in London auf die San Diego Chargers treffen, ist ein Sieg Pflicht, um nicht vorzeitig ins Hintertreffen zu geraten.

Geht es nach dem Auf und Ab der Saison, sieht es für die Saints allerdings schwarz aus. Nach der starken Vorstellung gegen die Oakland Raiders, Quarterback Drew Brees zeigte mit drei Touchdowns, 320 Yards bei einer Passquote von 26 aus 30 und einem Quarterback-Rating von 144,4 eine nahezu perfekte Leistung, würde nach dem Gesetz der Serie nun wieder eine Niederlage anstehen.

Chicago Bears (3-3) vs. Minnesota Vikings (3-3)

Das Duell Bears gegen Vikings gehört zu den besonderen Rivalitäten in der NFL.

Beim letzten Aufeinandertreffen im Soldier Field von Chicago schlug die große Stunde von Adrian Peterson. Der damalige Rookie erlief in seinem fünften NFL-Spiel mit 224 Yards und drei Touchdowns einen neuen Klubrekord auf.

Später übertraf er diese Marke noch gegen die Chargers mit 296 Yards, als er einen neuen Bestwert für ein einzelnes NFL-Spiel aufstellte. Nicht nur dank Pederson schweben die Vikings derzeit auf einer Erfolgswelle. Drei der letzten vier Partien gewann die Truppe von Coach Brad Childress.

Bei den Gastgebern hingegen muss sich etwas tun. Alle drei Saisonniederlagen kassierten die Bears kurz vor Ende bzw. in der Verlängerung. Gegen Carolina vergaben sie eine 14-Punkte-Führung, gegen die Buccaneers verspielten sie einen Zehn-Punkte-Vorsprung, um noch in der Overtime zu verlieren und gegen Atlanta gingen sie elf Sekunden vor Schluss durch einen Touchdown in Front, schenkten den Sieg durch ein Falcons-Field-Goal nach Ablaufen der Spielzeit noch her.

"Wir müssen die Spiele komplett zu Ende spielen. Wir schenken sie jedes Mal in den Schlusssekunden her", meckert Quarterback Kyle Orton.

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