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Deuce McAllister, Erstrunden-Pick der Saints von 2001, spielte zweimal im Pro Ball © getty

Mehr als zehn Profis sind Berichten zufolge positiv getestet worden - auch drei Spieler der Saints, die in London gastieren.

Von Michael Spandern

Verhängnisvolle Pille für die NFL: Ausgerechnet vor ihrem werbewirksamen Gastspiel in Europa droht der Football-Profiliga einer der größten Doping-Skandale des Jahrzehnts. Und mittendrin die New Orleans Saints, die am Sonntag in London gegen die San Diego Chargers antreten.

Zwei ihrer Stars, Running Back Deuce McAllister und Defensive Ende Will Smith, sind einem Bericht des Fernsehsenders "KDVR" zufolge positiv auf ein verbotenes Diuretikum getestet worden. Dasselbe trifft nach übereinstimmenden Medienberichten auch auf Charles Grant zu, ebenfalls Defensive End bei den "Heiligen". Der TV-Sender "KRIV" enthüllte überdies, dass auch Bryan Pittman von den Houston Texans positiv getestet wurde.

Mehr als zehn NFL-Profis sollen diese Pillen zum Ausschwemmen von Wasser aus dem Körper eingenommen haben. "ESPN" ging zunächst von 15 Fällen aus, soll dann aber Hinweise von der Liga erhalten haben, wonach lediglich zwölf Spieler verwickelt sein sollen - acht davon sind noch nicht benannt.

David Cornwell, einer der angesehensten Sportrechtler der USA, erklärte, dass Spieler ihn kontaktiert hätten, mit der Bitte sie zu vertreten. Cornwell nannte aber keine Namen.

Zwei Mittel, eine Wirkung

Saints-Sprecher Greg Bensel wollte keinen Kommentar abgeben. Doping-Test seien eine Angelegenheit der Liga.

McAllister (29) und Smith (27) trainierten unterdessen im Hotel im englischen Watford, wo die Saints derzeit residieren.

Die beiden ehemaligen Pro Bowler gehören dem Bericht zufolge zu den Dopingverdächtigen, die die Substanz Bumetanide geschluckt haben. Andere hätten ein vergleichbar wirkendes Mittel zur Gewichtsreduktion genommen.

Sollte sich dies bestätigen, werden sie, im Verhältnis zu anderen Sportarten, für nur lächerliche vier Spiele gesperrt. Dies sehen die NFL-Regularien für erstmals Überführte vor.

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