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Brett Favre (l.) geht nach einem Tackle von Saints-Safety Roman Harper zu Boden © getty

Minnesota verpasst zum Saison-Auftakt beim Champion die Chance zur Revanche, da New Orleans Brett Favres Offensive erstickt.

Von Michael Spandern

München - Die New Orleans Saints haben das Auftaktspiel der NFL gewonnen und den Titel-Hoffnungen von Quarterback-Legende Brett Favre einen kleinen Dämpfer verpasst.

Der Champion setzte sich im heimischen Superdome vor allem dank ihrer Defensive, die dem 40-jährigen Favre nur 15 Pässe für 171 Yards an den Mann bringen ließ, mit 14:9 (7:0, 0:9, 7:0, 0:0) gegen die Minnesota Vikings durch.

Die Gäste verpassten damit die Revanche für die Halbfinal-Schlappe im Winter, als Favre einen Fehlpass spielte. Seinen Rücktritt nach dem Saisonende nahm er einmal mehr zurück - um einen allerletzten Versuch zu starten, einen zweiten Meisterring zu holen. (Favres x-te letzte Chance)

"Gewohnt, zu gewinnen"

Auch diesmal leistete er sich nach einem Blitz von Roman Harper eine Interception, allerdings noch vor der Halbzeit. Dem stand ein Touchdown-Pass - über 20 Yards auf Visanthe Shiancoe - gegenüber.

Auch Favres Gegenüber Drew Brees kam über einen Touchdown nicht hinaus, blieb aber ohne Ballverlust und warf bei 36 Versuchen nur neun unvollständige Pässe. 284496(DIASHOW: Die Stars der Saison 2010)

"Wir sind des nicht gewohnt, 14:9 zu gewinnen. Wohl aber, zu gewinnen. Also mögen wir den Sieg", erklärte Brees.

Wenig überzeugend

Von dem Spektakel, das Full Back Heath Evans versprochen hatte, war wenig zu sehen. Vielmehr überboten sich beide Teams an Fehlern.

Während Saints-Kicker Garrett Hartley zwei Field-Goal-Versuche aus machbarer Distanz (46 und 32 Yards) neben die Torstangen setzte, verfehlte Minnesotas Ryan Longwell den Extra-Punkt. Sein Versuch wurde geblockt.

Und auch Favre ließ sich anstecken. Mit Beginn der zweiten Halbzeit leistete er sich sieben unvollständige Pässe in Serie. Erst fünf Minuten nach Beginn des letzten Viertels brachte er wieder ein Anspiel an den Mann.

Zwei lange Pässe auf Shiancoe

Dabei versprach der Beginn der Partie Gutes. Die Gastgeber legten durch Brees 29-Yard-Anspiel in die Endzone auf Devery Henderson nach rund zwei Minuten einen Start nach Maß hin.

Doch im zweiten Viertel wendeten die Vikings durch Ryan Longwells Field Goal und Visanthe Shiancoes Tochdown das Blatt. Favre hatte den Tight End zunächst für 33, dann für 20 Yards Raumgewinn bedient.

Running Back Pierre Thomas sorgte bereits Mitte des dritten Abschnitts mit einem Lauf über ein Yard in die Endzone für New Orleans' entscheidenden Punkte.

Nur zwölf First Downs für Minnesota

"Zur Halbzeit waren wir genau da, wo wir sein wollten. Aber dann war wieder und wieder nach drei Versuchen Schluss", haderte Vikings-Coach Brad Childress. "Es waren einfach keine langen Anspiele möglich." (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

Insgesamt erarbeitete sich Minnesota lediglich zwölf First Downs, durchs Passspiel gelangen nur 162 Yards Raumgewinn, New Orleans hingegen 229.

Aber auch das Laufspiel der Gäste hatten die Saints im Griff: Running Back Adrian Peterson, dem beim letzten Duell noch 122 Yards und drei Touchdowns gelungen waren, ging diesmal mit 87 Yards und ohne Punkt nach Hause.

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