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Jets-Quarterback Mark Sanchez und TV-Reporterin Ines Sainz © getty

Die Reality-Stars aus New York landen gegen Baltimore unsanft auf dem Boden. Dazu untersucht die Liga einen Belästigungs-Vorfall.

Von Martin Hoffmann

München - Die New York Jets haben in der spielfreien Zeit der NFL eine Menge Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Während der Offseason waren sie Stars der Reality-Show "Hard Knocks", in der ein Team des Pay-TV-Senders "HBO" einen Blick hinter die Kulissen des Trainingscamps des AFC-Finalisten warf.

Die Show hatte viele interessierte Zuschauer - aber auch viele Kritiker. Unter anderem musste Coach Rex Ryan sich vorwerfen lassen, vor laufender Kamera zu viel geflucht zu haben.

Am Montag wurden die Reality-Stars unsanft auf den Boden der sportlichen Realitäten zurückgeholt: Die Jets verloren 9:10 gegen die Baltimore Ravens ? und gaben Ryan wieder Grund zum Fluchen 285446(DIASHOW: Der 1. Spieltag).

Das selbst erschaffene Monster

Zwei Field Goals von Nick Folk brachten die Jets zwar in Führung ? Baltimores Willis McGahee gelang allerdings sechs Sekunden vor Halbzeit aus einem Yard der einzige Touchdown des Spiels (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan).

Ravens-Kicker Billy Cundiff gelangen der Extra-Punkt und im dritten Viertel noch ein Field Goal, um auf 10:6 zu erhöhen. Die Jets kamen im Schlussabschnitt nur noch zu drei weiteren Punkten durch Folk.

"Es war nicht unser bester Tag", fand Ryan: "Aber dafür geht auch ein Kompliment an die Ravens."

Ryans Mannen verzweifelten an der Ravens-Abwehr, die der Jets-Coach jahrelang selbst als Defensivkoordinator betreut hatte. "Er hat das Monster erschaffen, damit muss er nun leben", meinte Baltimores Terrell Suggs.

Kabinen-Affäre um TV-Reporterin

Zu allem Überfluss haben sich die Jets abseits des Feldes noch eine Affäre aufgehalst.

Die NFL untersucht einen Vorfall vom Samstag, an dem die mexikanische TV-Reporterin Ines Sainz in der Umkleidekabine der Jets zu Besuch war.

Danach beschwerte sie sich via "Twitter" über Anzüglichkeiten seitens der Spieler ? lüsterne Blicke, Pfiffe und Anreden. Sie habe sich "sehr unwohl gefühlt".

Besitzer entschuldigt sich

Auch auf Betreiben der Organisation AWSM ("Association for Women in Sports Media") untersuchen nun Liga wie Klub die Angelegenheit.

Jets-Besitzer Woody Johnson kündigte an, dass seine Spieler dazu befragt würden ? und entschuldigte sich bereits "im Namen der ganzen Jets".

Sainz hat die Entschuldigung akzeptiert. Sie wolle keine "zu große Sache" daraus machen, erklärte sie gegenüber US-Medien.

Chiefs überraschen die Chargers

Im zweiten Montagsspiel verloren die hoch gehandelten San Diego Chargers bei regnerischen Bedingungen überraschend bei den Kansas City Chiefs.

Mit der lautstarken Unterstützung von 76.000 Fans im für 375 Millionen Dollar runderneuerten Arrowhead Stadium siegten die Hausherren mit 21:14.

Jamaal Charles, Tony Moeaki und Rookie Dexter McCluster sorgten für die Touchdowns der Chiefs.

Höhepunkt war der dritte durch Rookie McCluster, der das Ei bei einem Punt Return 94 Yards weit in die Endzone trug.

Für die Chiefs war es der erste Sieg in einem Monday Night Game seit dem Jahr 2000.

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