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Elis (l.) und Peytons (r.) Vater Archie Manning war von 1971 bis 1982 Quarterback der New Orleans Saints © getty

Am 2. Spieltag kommt es zum direkten Duell der beiden Manning-Brüder. Vollmers Patriots treten bei einem Geheimfavoriten an.

Von Dustin Werk

München/Indianapolis - Wenn die Indianapolis Colts auf die New York Giants treffen, stehen sich mehr als nur zwei Teams gegenüber.

Es ist das große Bruderduell, der "Manning Bowl".

Auf Seiten der Colts wird Peyton Manning die Offense anführen, für die Giants sein jüngerer Bruder Eli Manning. Beim bisher einzigen Duell der beiden im Jahr 2006 siegten die Colts 26:21 (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan).

Dass Eli Manning nun die Chance hat im Bruder-Duell auszugleichen, ist für Giants-Coach Tom Coughlin absolute Nebensache. "Gegen wen wir spielen, das sind die Indianapolis Colts. Und so sieht es auch Eli, und kein bisschen anders."

Von Texans überrannt

Die Giants gehen mit einem überzeugenden 31:18-Sieg gegen die Carolina Panthers im Rücken in die Partie.

Ganz anders die Colts. Diese stehen nach der überraschenden 24:34-Auftaktpleite gegen die Houston Texans schon unter Druck. Letztmals sind die Colts 1998 mit zwei Niederlagen gestartet. Damals war Quarterback Manning in seiner Rookie-Saison.

Vor allem die Laufverteidigung des letztjährigen Super Bowl Finalisten war miserabel. 257 Yards Raumgewinnen ließ die Colts-Defense zu. Und mit New Yorks starken Running Back Ahmad Bradshaw und Brandon Jacobs steht Indianapolis' Verteidigung eine große Herausforderung bevor.

Entscheidend wird sein, ob die zuletzt schwache Offensive Line der Colts Peyton Manning die Zeit geben wird, seine Pässe an den Mann zu bringen.

Übrigens siegte Peyton 2006 nicht nur im Manning Bowl, sondern triumphierte am Ende der Saison auch im Super Bowl.

New York Jets - New England Patriots

Das große Aufeinandertreffen der beiden AFC-East-Favoriten. Vor der Saison als Geheimfavorit auf den Super Bowl gehandelt, mussten die Jets zum Auftakt gleich einen Rückschlag hinnehmen. Das schwache 9:10 gegen die Baltimore Ravens brachte vor allem die Defezite im Angriff zum Vorschein 285446(Bilder: Der 1. NFL-Spieltag).

Gerade einmal sechs First Downs brachten die Jets zu Stande. So wenig wie seit 1976 nicht mehr (Jets: Auftaktpleite und Kabinen-Affäre).

Ganz anders die Patriots. Angeführt von Tom Brady stürmte New England mit 38:24 über die Cincinnati Bengals hinweg. Vor allem zwischen Brady und Wide Receiver Wes Welker stimmt die Chemie. Acht erfolgreiche Pässe, zwei davon für Touchdowns sind die bisherige Ausbeute.

Mit dabei der deutsche Sebastian Vollmer. Der Offensive Lineman wurde von Patriots-Coach Bill Belichick vor der Saison zum Stammspieler erklärt und machte seinen Job auch im ersten Saisonspiel gut.

Cincinnati Bengals - Baltimore Ravens

Nachdem es die Bengals beim Saisonauftakt gegen New England vor allem mit einer überragenden Offensive des Gegners zu tun hatten, steht ihnen diesmal die vielleicht beste Defensive der Liga gegenüber.

Baltimores Verteidigung, angeführt von Linebacker Ray Lewis, beherrschte die New York Jets beim 10:9-Erfolg. "Das war die beste Defensiv-Leistung, die ich hier je gesehen habe", schwärmte Ravens-Coach John Harbaugh.

Für Cincinnatis Quarterback Carson Palmer also ein schwerer Gegner. Allerdings kann er dabei auf namhafte Unterstützung bauen, zumindest was die sportliche Qualität anbetrifft. Mit Chad Ochocinco und Terrell Owens stehen zwei großartige Wide Receiver auf dem Platz, denen jedoch oft ihr eigenes Ego und ihre Allüren im Weg sind.

So muss Palmer neben seinen eigentlichen Aufgaben zudem darauf achten, dass er die Pässe an beide gleichmäßig verteilt, da sonst Streitereien vorprogrammiert sind.

Washington Redskins - Houston Texans

Beide Teams sind mit einem Sieg in die Saison gestartet, beide haben dabei einen Titelfavoriten geschlagen. Während die Houston Texans die Colts in Person von Arian Foster in Grund und Boden rannten, bezwangen die Redskins die Dallas Cowboys, ohne dabei einen Touchdown aus der Offensive heraus erzielt zu haben.

Das lag vor allem am noch etwas eingerosteten Quarterback Donovan McNabb: "Es gibt ein neues System, neues Personal, neue Coaches und ein komplett anderes Konzept", sagt der vor der Saison zu den Redskins gewechselte Ex-Eagle. Washingtons Hoffnung liegt darin, dass McNabb keine allzu lange Eingewöhnungszeit benötigt und bald wieder in Topform ist.

Vor der Saison galt der Laufangriff der Texans als nicht existent. Doch mit seinen 231 Yards stellte Running Back Foster einen Club-Rekord auf. Dabei liegt die Stärke der Texans vielmehr im Passspiel. Mit Quarterback Matt Schaub führt ein guter Werfer die Offensive um Star Wide Receiver Andre Johnson an.

Es wird wohl auf die Offensiv Leistung der Redskins ankommen, ob sie dieses Spiel offen gestalten können.

(Bushs Heisman-Affäre: Limo-Fahrten und Makeover für Mama)

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