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Donovan McNabb war der zweite Pick im NFL-Draft 1999 © getty

Der Star-Quarterback trifftt mit seinem neuen Team am 4. Spieltag auf "seine" Eagles und seinen alten Freund Michael Vick.

Von Eric Böhm

München/Philadelphia - Als ob die Divisionsduelle in der NFC East nicht schon brisant genug wären:

Das Aufeinandertreffen der Philadelphia Eagles mit den Washington Redskins steht ganz im Zeichen der Rückkehr von Donovan McNabb nach Philadelphia. (So., ab 19 Uhr LIVESCORES)

Seit dem Trade des Star-Quarterbacks warten die Footballfans auf dieses Aufeinandertreffen.

Elf Jahre spielte der 33-Jährige in der "Stadt der brüderlichen Liebe" und führte die Eagles 2004 in den Super Bowl.(DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

Vor dieser Saison entschied man sich den Spielmacher ausgerechnet an Divisionsrivale Washington abzugeben, ein untrügliches Zeichen für die gefallene Wertschätzung, und niemand schien wirklich traurig zu sein.

Duell der Freunde

Das traditionell kritische Umfeld in Pennsylvania hatte Kevin Kolb als Nachfolger auserkoren. Nach drei Spieltagen ist die Situation allerdings eine völlig andere.

Nicht Kolb ist der Starter, sondern Skandal-Spielmacher Michael Vick hat sich wieder ins Rampenlicht gekämpft. Die Nummer sieben zeigte nach der Gehirnerschütterung Kolbs so starke Leistungen, dass Head Coach Andy Reid ihn zum Starter beförderte.

Wie es das Schicksal so will, sind Vick und McNabb seit vielen Jahren gut befreundet, und McNabb war sogar einer der entscheidenden Faktoren bei der Verpflichtung seines Kumpels.

"Ich wollte einfach, dass er eine zweite Chance bekommt", sagte der erfahrene Spielmacher.

Eagles wollen vorn bleiben

Aber auch Sportlich steht am Sonntag Einiges auf dem Spiel. Coach Mike Shanahans Redskins wollen nach zwei Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurück und damit zu den Eagles aufschließen.

"Wir freuen uns auf die Redskins und sind gut vorbereitet", sagte Andy Reid. Philly will den positiven Lauf fortsetzen und die Spitze der NFC East verteidigen.

SPORT1 blickt auf zwei weitere Duelle des 4. Spieltags:

Pittsburgh Steelers - Baltimore Ravens (19 Uhr)

Die Pittsburgh Steelers haben ihre ersten drei Spiele der Saison allesamt gewonnen. Dabei waren vor allem die Defense und das kraftvolle Laufspiel entscheidend.

Das ist eigentlich nichts Ungewöhnliches, aber wenn man bedenkt, dass den Steelers ihr Quarterback Ben Roethlisberger in keinem der bisherigen Spiele zur Verfügung stand, dann ist die makellose Bilanz schon bemerkenswert.

Backup Charlie Batch wird Roethlisberger nun noch ein letztes Mal vertreten. Batch hatte letzte Woche gegen Tampa Bay beim 38:13-Sieg ein fantastische Spiel abgeliefert.

Enges Spiel ist garantiert

Die "Stahlstadt" darf sich berechtigte Hoffnungen auf den ersten 4:0-Start seit 1979 machen. Damals gewann man mit Legende Terry Bradshaw übrigens den Super Bowl.

Die Ravens werden allerdings ein ganz harter Prüfstein für Pittsburgh. "Ich bin alles andere als überrascht, dass sie so gut dastehen, aber uns interessiert das nicht. Wir wollen das Spiel gewinnen", sagt Ravens-Coach Jim Harbaugh.

Damit könnte Baltimore mit den Steelers gleichziehen. Ein enges Spiel ist garantiert, denn die letzten vier Spiele wurden nie mit mehr als vier Punkten entschieden.

New York Giants - Chicago Bears (Mo., 2.20 Uhr)

Die Chicago Bears sind das letzte ungeschlagene Team der NFC. Spätestens seit dem Sieg im Monday Night Game gegen Erzrivale Green Bay, sind die Bears eine der positiven Überraschungen der noch jungen Saison.

Quarterback Jay Cutler profitiert vor allem vom neuen Offensive Coordinator und Angriffs-Genie Mike Martz.

"Er ist ein sehr guter Trainer für einen Quarterback. Sein System bietet immer die richtigen Antworten auf die Defensive des Gegners", sagt der ehemalige Spielmacher der Vanderbilt University.

Diesen positiven Trend wollen die "Bären" aus der "Windy City" auch im nagelneuen Meadowlands-Stadion fortsetzen.

Giants mit Problemen

Die Giants ihrerseits wollen die Niederlagen der letzten beiden Spieltage vergessen machen. Besonders die 10:29-Heimpleite gegen Tennessee steckt den New Yorkern noch in den Knochen.

Eli Manning hat, gemeinsam mit Altmeister Brett Favre, die meisten Interceptions der Liga zu Buche stehen, die Mannschaft kassiert zu viele Strafen und die Laufverteidigung ist eine der schwächsten der gesamten NFL.

Head Coach Tom Coughlin wird sich also einiges einfallen lassen müssen, wenn der erste Heimsieg gegen Chicago seit 1969 gelingen soll.

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