vergrößernverkleinern
Brett Favre (l.) sieht sich vor dem Jets-Spiel schweren Anschuldigungen ausgesetzt © getty

Das Monday Night Game steht im Zeichen des Vikings-Comebacks von Randy Moss. Brett Favre holt seine Jets-Vergangenheit ein.

Von Eric Böhm

München - Das hätten sich die NFL-Fans auf der ganzen Welt nicht besser wünschen können. (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

Das Monday Night Game des 5. Spieltages zwischen den New York Jets und den Minnesota Vikings (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) wird vor allem seit dem Trade von Randy Moss mit Spannung erwartet.

Die Vikings hatten den Deal am vergangenen Mittwoch über die Bühne gebracht. New England erhält für den Star-Receiver einen Pick der dritten Runde im NFL-Draft 2011.

Nun kehrt Moss zu dem Team zurück, bei dem seine Karriere 1998 begonnen hatte. In sieben Jahren hatte er 90 Touchdowns und über 9000 Yards Raumgewinn erzielt, bevor der siebenmalige Pro-Bowler 2005 nach Oakland transferiert wurde.

Moss ist willkommen

Für die Vikings, die von den bisherigen drei Spielen nur eines gewinnen konnten, ist Moss eine willkommene Verstärkung.

Denn Brett Favre hatte im bisherigen Saisonverlauf kaum verlässliche Anspielstationen zur Verfügung. Sidney Rice ist verletzt und Percy Harvin leidet nach wie vor an schweren Migräneanfällen.

So gelangen Routinier Favre in den ersten drei Spielen lediglich vier Pässe für mehr als 20 Yards. Das ist der schlechteste Wert in der gesamten NFL.

Vergangenheit holt Favre ein

Aber es gibt nicht nur gute Nachrichten für Favre und die "Wikinger". Ausgerechnet vor dem Auftritt in New York sieht sich der Routinier mit seiner Jets-Vergangenheit konfrontiert.

Die amerikanische Website "Deadspin.com" hatte berichtet, dass Favre der früheren Jets-Mitarbeiterin Jenn Sterger unangemessene Nachrichten und Photos geschickt haben soll.

Die NFL leitete bereits am Donnerstag eine Untersuchung ein und erhofft sich schnelle Ergebnisse. Favre wollte keine Stellungnahme abgeben.

Auch Peterson wird profitieren

Es wird allerdings auch noch Football gespielt. Neben Favre wird in erster Linie Adrian Peterson von dem Moss-Deal profitieren.

Da sich die gegnerischen Verteidigungen auf den Rückkehrer konzentrieren werden, sollte es mehr Räume für den Running Back geben. "Uns hat in den letzten Wochen etwas gefehlt. Moss gibt uns eine zusätzliche Alternative für lange Pässe", sagte Peterson.

Jets voller Selbstvertrauen

Auf der anderen Seite gehen die Jets mit einer 3:1-Bilanz voller Selbstvertrauen in das Spiel gegen ihren ehemaligen Quarterback. LaDainian Tomlinson erlebt seinen zweiten Frühling, Mark Sanchez hat noch keine Interception geworfen und Top-Verteidiger Darrelle Revis wird wohl rechtzeitig fit.

Der Cornerback hat mit Randy Moss ohnehin noch eine Rechnung offen. Am zweiten Spieltag erzielte der Receiver gegen Revis einen Touchdown und der Jets-Verteidiger zog sich eine Oberschenkelverletzung zu.

"Ich freue mich auf ihn. Es ist bekannt, dass er manchmal mit 100 Prozent spielt, aber oftmals auch nicht", heizt Revis das direkte Duell noch zusätzlich an.

Richtungsweisende Wochen für die Vikings

Coach Brad Childress und die Vikings erhoffen sich mit Moss einen Neustart in die Saison. Denn jetzt kommen die richtig harten Brocken auf den letztjährigen Vizemeister der NFC zu.

Nach dem Auftritt in New York folgen Spiele gegen die Cowboys, in Green Bay und bei den Patriots.

Spätestens nach dem Wiedersehen von Moss mit seinem Ex-Team werden die Vikings wissen, ob sie in dieser Saison einen Schritt weiter gehen können.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel