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Adam Vinatieri gewann mit den Indianapolis Colts 2007 den Super Bowl XLI © getty

Die Indianapolis Colts feiern gegen New England einen überlebenswichtigen Sieg. Ein ehemaliger Patriot wird zum Helden.

Von Rainer Nachtwey

München/Indianapolis - Es waren besondere Aufeinandertreffen in den letzten Jahren. Es ging darum, wer in den Super Bowl einzieht, welche Mannschaft ungeschlagen bleibt und, und, und.

Doch diesmal fehlte der Partie der Charme. Dennoch war der Erfolg für die Indianapolis Colts gegen den großen Rivalen New England Patriots ein unglaublich wichtiger im Kampf um die Playoffs.

Die Mannschaft von Trainer Tony Dungy setzte sich mit 18:15 durch und feierte am neunten Spieltag damit den vierten Erfolg bei vier Niederlagen.

"Müssen eine Serie nachlegen"

"Das war schon mal ein guter Auftakt, aber wir müssen nach zuletzt zwei Pleiten eine Siegesserie nachlegen", sagte Dungy.

Seine Mannschaft liegt im Rennen um die Wild-Card-Plätze derzeit einen Sieg hinter den Baltimore Ravens und dem Bilanzgleichen AFC-East-Trio New York Jets, Buffalo Bills und New England Patriots.

Dass es zum Sieg gereicht hat lag einerseits an Kicker Adam Vinatieri und andererseits an den Fehlern New Englands.

Zuckersüßer SIeg für Vinatieri

Der ehemalige Patriots-Kicker verwandelte das entscheidende Field Goal 8:05 Minuten vor Ende der Partie aus 52 Yards.

"Schon vor der Halbzeitpause habe ich unserem Special Teams Coach Russ Purnell gesagt, dass ich mich heute großartig fühle und das wir auch aus großer Entfernung es versuchen sollten. Ich glaube, es wären sogar 60 Yards drin gewesen?, sagte Vinatieri.

Für den 36-Jährigen war es ein besonderes Aufeinandertreffen. Denn bis zur Saison 2005 lief er noch im Trikot der Patriots auf und kickte diese mit zwei Field Goals zu den Super-Bowl-Siegen 2001 und 2004.

"Ich habe immer noch viele Freunde bei den Patriots. Ich glaube deshalb ist der Sieg umso schöner."

Anscheinend gehören Jabar Gaffney und David Thomas zu Vinatieris Freunden. Denn der Wide Receiver ließ Ende des dritten Viertels einen sicheren Touchdown-Pass fallen und Tight End Thomas' Strafe 4:45 Minuten vor Ende der Partie, die die Patriots aus Field-Goal-Entfernung beförderte, bedeutete die Entscheidung zu Gunsten der Colts.

"Das war ganz klar mein Fehler", gestand Thomas. "Das war ein schlimmer Fehler von mir und hat dem Team den Sieg gekostet", nahm der Tight End die Schuld auf sich.

Zweimal Manning auf Gonzalez

Bei den Colts überzeugte nach zuletzt schwachen Auftritten Quarterback Peyton Manning. Der zweimalige MVP brachte 21 seiner 29 Pässe für 254 Yards und zwei Touchdowns an den Mann.

Mit seinem ersten TD-Pass auf Anthony Gonzalez brachte Manning die Colts mit 7:0 in Front. Durch seinen zweiten, ebenfalls auf Gonzalez, holte sich Indianapolis die Führung zum 15:12 zurück.

New England glich durch das dritte Field Goal von Stephen Gostkowski noch einmal zum 15:15 aus, doch Vinatieris Kick aus 52 Yards und Thomas? Strafe beendeten die Hoffnungen der Patriots-Fans.

Nach dem Erfolg der New York Jets über die Buffalo Bills hätten die Patriots die Führung in der AFC East übernehmen können, so müssen sie nach Miamis Sieg in Denver um die Playoffs zittern.

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