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Rob Bironas stellte letzte Saison mit sechs Field Goals in einem Spiel einen NFL-Rekord ein © getty

Tennessee gewinnt im achten Spiel zum achten Mal, allerdings erst in der Verlängerung. In Detroit und Oakland steht ebenfalls die Null.

Von Rainer Nachtwey

München/Nashville - Die Tennessee Titans konnten sich immer auf Rob Bironas verlassen.

Der Kicker des Teams aus Nashville hatte in den letzten sieben Spielen bloß ein einziges Mal sein Ziel verfehlt.

Ausgerechnet als es gegen die Green Bay Packers dann darauf ankam, zeigte der 30-Jährige erstmals Nerven.

Vier Sekunden vor Schluss setzte er seinen Field-Goal-Versuch aus 47 Yards an den rechten Pfosten und das Spiel ging mit 16:16 in die Verlängerung.

Bironas mit der Entscheidung

"Ich hatte gehofft, dass wir den Coin Toss gewinnen, damit ich eine neue Chance erhalte", sagte Bironas.

Und so kam es dann auch. Die Titans hatten das Glück auf ihrer Seite, gewannen den Münzwurf und nach Chris Johnsons Fängen und Läufen über 16 bzw. 14 Yards auch das Spiel mit 19:16 durch ein Field Goal von Bironas aus 41 Yards.

"Ich setze nicht viele Versuche daneben. Deshalb wollte ich diesen Fehler auch unbedingt ausmerzen und dafür sorgen, dass wir mit 8:0 nach Hause gehen."

"Turnoversaurus Rex" reißt das Ruder herum

Mit einer 0:8-Bilanz mussten die Detroit Lions die Heimreise antreten. Im Duell mit den Chicago Bears zog die Mannschaft aus dem Nachbarstaat Michigan in Illinois mit 23:27 den Kürzeren.

Bei den Bears kam erstmals in dieser Saison Rex Grossman zum Einsatz. Der Nummer-Zwei-Quarterback ersetzte im Ende des zweiten Viertels Starter Kyle Orton, der mit einer Sprunggelenksverletzung voraussichtlich einen Monat fehlen wird.

Grossman, dem in der "Windy City" viel Gegenwind seitens der Presse entgegenschlägt, führte die Bears nach einem Zehn-Punkte-Rückstand noch zum Sieg, machte seinem Spitznamen "Turnoversaurus Rex" aber wieder alle Ehre.

Dank eines Touchdown-Passes und eines Sprungs in die Endzone startete Grossman das Comeback, leistete sich aber auch eine Interception.

"Der Spielzug war recht lustig und es ist schön, dass wir dadurch gewonnen haben", sagte der ehemalige Erstrunden-Pick. Er habe dadurch aber keine persönliche Genugtuung erfahren. "Nein absolut nicht. Es war Genugtuung für uns als Team, zu gewinnen."

Vom Super-Bowl-Team zur Lachnummer

Die Null stand auch bei den Oakland Raiders. Allerdings wieder nur im Angriff. Gegen die Atlanta Falcons unterlag die Mannschaft des neuen Trainers Tom Cable mit 0:24 und hätte es in der ersten Hälfte negative Punkte gegeben, die Raiders hätten sie bekommen.

Mit acht Yards Raumverlust beendete der Angriff um Quarterback JaMarcus Russell die erste Halbzeit und auch in der zweiten lief es nur unwesentlich besser. Nur ganze drei First Downs, 77 Yards insgesamt und 10 Passing-Yards verdeutlichten das enttäuschende Auftreten.

"Während der Woche sehen wir wie ein Super-Bowl-Team aus, und dann am Wochenende machen wir uns zur Lachnummer der Liga. Das ist nicht zu glauben", sagte Safety Gibril Wilson.

Nur gut, dass die Raiders bereits zwei Saisonsiege auf ihrem Konto haben, ansonsten wäre die Imperfect Season in greifbarer Nähe.

Diese haben nun auch die Cincinnati Bengals vermieden. Die Mannschaft aus Ohio feierte gegen die Jacksonville Jaguars mit dem 21:19 den ersten Sieg.

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