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Brett Favre (am Ball) ist bislang dreimal zum MVP der NFL gewählt worden © getty

Favre stellt beim Vikings-Sieg über Arizona einen Rekord auf. Die Cowboys stehen am Scheidweg und die Patriots verlieren.

Von Marcus Giebel

München - Auch ein gebrochener Fuß kann ihn nicht stoppen: Brett Favre ist auch mit 41 Jahren noch zu Höchstleistungen imstande.

Leidlich erfahren mussten das die Arizona Cardinals, die am 9. Spieltag der NFL ihr Spiel bei den Minnesota Vikings mit 24:27 nach Verlängerung verloren.

Fünf Minuten vor Ende der Partie lagen die Gäste noch mit 14 Punkten vorn, wähnten sich schon als sichere Sieger.(DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

Doch dann drehte die Quarterback-Legende in ihrem 293. Regular-Season-Game in Serie auf. Insgesamt brachte Favre Pässe für 446 Yards an die Mitspieler - ein persönlicher Rekord in 19 Jahren in der Liga.

Das genügte, um sich in die Overtime zu retten. Dort entschied dann Ryan Longwell mit einem Field Goal über 35 Yards das verrückte Spiel.

Favre: "Wir hatten keine Chance"

Auch Favre glaubte zwischendurch nicht mehr an ein Happy End: "Es gab den Moment, in dem wohl niemand mehr auf uns gesetzt hat. Wir hatten keine Chance. Aber wir haben es geschafft."

36 seiner 47 Pässe fanden den richtigen Abnehmer inklusive zwei Touchdowns - da fielen zwei Interceptions kaum ins Gewicht. Zuletzt hatte der trotz Knöchelverletzung aufgelaufene "Ironman" am 5. Dezember 1993 mehr als 400 Yards in einem Spiel geworfen.

Dass er damit wohl auch Coach Brad Childress den Job gerettet hat, war dem Matchwinner nach Spielschluss gleichgültig: "Ich habe nur für mich gespielt. Da bin ich ehrlich."

Die Vikings bleiben zumindest dabei im Rennen um die Playoff-Plätze.

Cowboys-Besitzer hat "viel zu tun"

Der Traum ist für die Dallas Cowboys mittlerweile ausgeträumt. Das 7:45 bei den Green Bay Packers war schon die siebte Niederlage im achten Spiel.

Die Klatsche offenbarte jedem, dass beim fünfmaligen Super-Bowl-Champion einiges im Argen liegt. So stellte Besitzer Jerry Jones fest: "Ich habe viel zu tun. Es geht um sehr viele Entscheidungen, nicht nur eine, zwei, drei oder vier."

Schon zur Pause war die Partie auf dem Lambeau Field entschieden. Binnen zwölf Minuten lagen die Packers 28:0 vorn.

Selbstvertrauen in der Packers-Kabine

So jubelte Quarterback Aaron Rodgers: "Es herrscht nun viel Selbstvertrauen in der Kabine. Nach unseren zwei Overtime-Niederlagen gab es einige Zweifel, was die übrigen Spiele für uns bringen würden."

Sie haben die richtigen Schlüsse gezogen, denn der Sieg über Dallas war der dritte in Folge. Nun können Rodgers und Co. erstmal durchschnaufen: Am kommenden Wochenende sind sie spielfrei.

Hillis mit persönlichem Rekord

Die New England Patriots mussten dagegen einen herben Rückschlag hinnehmen. Bei den Cleveland Browns kassierte das Team um Sebastian Vollmer eine 14:34-Niederlage - die zweite der Saison.

Weil die Browns sich auf ihre Offense verlassen konnten: Rookie-Quarterback Colt McCoy agierte ohne jeden Fehler, Runningback Peyton Hillis gelang mit 184 Yards und zwei Touchdowns ein persönlicher Rekord.

"Diese Siege geben uns Vertrauen. Es gibt kein Team in der Liga, gegen das wir nicht bestehen können", betonte daher auch Wide Receiver Josh Cribbs.

Mit drei Siegen bei fünf Niederlagen ist der Weg in die Playoffs für Cleveland aber noch weit.

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