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Bengals-Quarterback Carson Palmer (l.) wurde 2003 von Cincinnati gedraftet © getty

Die Cincinnati Bengals sind bislang eine Enttäuschungen. Gegen die defensivstarken Steelers droht die nächste Pleite.

Von Marcus Giebel und Martin Hoffmann

München - Im vergangenen Jahr waren die Cincinnati Bengals die beherrschende Kraft in der AFC North der NFL.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte besiegten sie alle Divisions-Konkurrenten und zogen als Erster in die Playoffs ein - wofür Marvin Lewis als Trainer des Jahres geehrt wurde.

Von dieser Dominanz ist nichts mehr zu spüren. Mit fünf Niederlagen aus sieben Spielen sind die Bengals eine der Enttäuschungen der Saison - trotz der Verpflichtung von Receiver-Altmeister Terrell Owens. (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

Vor dem Monday Night Game (Mo., ab 2.30 Uhr live auf SPORT1+) gegen AFC-North-Rivale Pittsburgh Steelers sind die Bengals ein Fall für Zahme-Tiger-Metaphern.

"Ein Tiefpunkt"

Vier Pleiten in Folge gab es zuletzt - recht knapp allerdings alle, jeweils um die fünf Punkte.

Bengals-Quarterback Carson Palmer hat das schwer mitgenommen: "Es gibt kein schlimmeres Gefühl, als mehrere Spiele nacheinander zu verlieren. Das ist ein Tiefpunkt für mich und das Team."

Einige Dinge, "die in der Vergangenheit gut für uns waren und unser Spiel stabilisiert haben, sind plötzlich nicht mehr da", sinniert der Spielmacher über die Krise.

"Aber das ist die NFL: Du kannst dich nicht auf etwas vertrauen, was früher gut funktioniert hat", so Palmer weiter.

Wundenlecken auch in Pittsburgh

Auch bei den Pittsburgh Steelers, einem alten Lieblingsfeind der Bengals, war zuletzt Wundenlecken angesagt.

In New Orleans kassierte der Super-Bowl-Champion von 2009 die erste Niederlage seit dem Comeback des zuvor gesperrten Ben Roethlisberger.

"Es gibt keine Entschuldigung", meinte "Big Ben" über die Art und Weise der Pleite beim Super-Bowl-Champion: "Wir haben nie zu unserem Rhythmus gefunden. Es wird interessant sein, wie wir das wegstecken."

Ein gutes Pflaster

Für Roethlisberger war Cincinnati bislang ein gutes Pflaster. Von sieben Gastspielen gewann er sechs, wobei er zwölf Touchdowns warf.

Er konnte sich dabei auch auf seinen bewährten "Steel Curtain" um Safety Troy Polamalu verlassen, die auch in diesem Jahr wieder beständig starke Abwehr der Steelers: Nur acht Touchdowns musste sie bislang hinnehmen.

Mit einem Triumph in Ohio wollen die Steelers Divisions-Spitzenreiter Baltimore auf den Fersen bleiben - was gleichzeitig der endgültige K.o.-Schlag für die Ambitionen der Bengals wäre.

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