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Wide Receiver Hines Ward brachte die Steelers kurz vor der Halbzeit 17:7 in Front © getty

Cincinnati kann die Playoffs fast abschreiben, da Pittsburgh ein Rekord-Comeback vereitelt. Owens durchbricht eine Schallmauer.

Von Marcus Giebel

München - Die Cincinnati Bengals können ihre Playoff-Hoffnungen schon fast begraben.

Nach der 21:27 (7:20)-Heimschlappe gegen die Pittsburgh Steelers ist das Team von Trainer Marvin Lewis mit nur zwei Siegen aus acht Spielen das alleinige Schlusslicht der AFC North.

Zwar durchbrach Wide Receiver Terrell Owens Pässe, der Pässe für 141 Yards fing, mit zwei Touchdowns als dritter NFL-Profi die Schallmauer von 150 Touchdowns. Nur Jerry Rice (197) und Randy Moss (153) punkteten öfter in der Endzone.309817(DIASHOW: Die Bilder des 9. Spieltags)

Für den ersten Sieg nach vier Niederlagen war das allerdings zu wenig, weil Wide Receiver Jordan Shipley im letzten Spielzug fünf Yards vor der Endzone beim vierten Versuch nach einem Tackle von Steelers-Linebacker James Harrison den Ball aus den Händen gleiten ließ und dadurch einen neuen ersten Versuch verpasste.

Roethlisberger lobt Defensive

Daher wusste auch Quarterback Ben Roethlisberger, wem sein Dank an diesem Abend galt: "Unsere Defense war sehr stark." Der 28-Jährige brachte 17 von 27 Versuchen für 163 Yards Raumgewinn an den Mann.

Defense Back Ike Taylor lobte nach dem sechsten Saisonsieg das gesamte Team: "Das ist das Spiel der Steelers. Wir haben zwar immer wieder Schwächen, aber wenn es eng wird sind wir zur Stelle."

Diesmal waren vor allem er und seine Nebenleute da, als sie gebraucht wurden, denn nach der 27:7-Führung zu Beginn des vierten Abschnitts war es vorbei mit der Herrlichkeit der Steelers-Offensive.

Shipley: "Dachte, ich schaffe es"

Die zuvor schwächelnden Bengals kamen plötzlich noch einmal auf - auch weil Roethlisberger eine Interception unterlief.(DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

So wurde es noch einmal spannend. Durch Touchdowns von Owens und Cedric Benson feierten die Gastgeber ein letztlich wertloses Comeback.

Steelers-Coach Mike Tomlin bewertete diese Phase kritisch: "Die Bengals hatten Carson Palmer und nutzten die Timeouts." Die Situation weckte Erinnerungen an die Vorsaison, als Cincinnati im direkten Vergleich erst in der Schlussminute zum Sieg gekommen war.

Auch diesmal fand Palmer in Shipley einen Abnehmer. Der schilderte die Szene vor der Endzone so: "Ich lief zwischen zwei Gegnern durch und dachte, ich habe es geschafft."

Vier Verletzte bei den Steelers

Da hatte er die Rechnung ohne Harrison gemacht, der Pittsburgh den Sieg sicherte. Die Steelers liegen nun gleichauf mit den Baltimore Ravens an der Spitze der AFC North.

Allerdings nehmen sie Verletzungssorgen aus mit Cincinnati mit. Left Guard Chris Kemoeatu (Knöchel) schied im zweiten Viertel ebenso aus wie Center Maurkice Pouncey, der jedoch trotz einer Fußblessur in der zweiten Hälfte zurückkam.

Dafür erwischte es im dritten Viertel Left Tackle Max Starks im Halsbereich - für ihn war die Partie ebenso beendet wie für Brett Kreisel, bei dem die Kniesehnenverletzung wieder aufbrach.

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