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Tom Brady (l.) wurde fünfmal in die Pro-Bowl-Auswahl gewählt © getty

Die Patriots schuften für das Duell bei den Steelers wie selten zuvor. Die Dallas Cowboys wagen in New York den Neuanfang.

Von Marcus Giebel

München - Für Sebastian Vollmer und seine Teamkollegen von den New England Patriots ging es in den vergangenen Tagen erheblich rauer zu als gewohnt.

"Es war eine harte Woche. Wir haben intensiv gearbeitet", betont Left Tackle Matt Light. Der vor der Saison aus Oakland gekommene Defensive Lineman Gerard Warren pflichtet bei: "Ich habe in dieser Woche neue Erfahrungen gewonnen."

Der logische Grund für das Brutal-Training: die 14:34-Pleite bei den Cleveland Browns am vergangenen Sonntag. Es war die zweite Saisonniederlage für die Patriots, die gemeinsam mit den New York Jets an der Spitze der AFC East liegen. (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

"Unsere Offense hat zu wenig getan. Wenn wir nicht anders auftreten, gewinnen wir kein Spiel mehr", kritisiert Tom Brady.

Statistik macht Patriot Mut

Mit einem ähnlich schlechten Auftritt ist am 10. NFL-Spieltag bei den Pittsburgh Steelers (Mo., ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) nicht zu rechnen, denn New England zeigt seit Jahren die richtige Reaktion auf Niederlagen.

Lediglich zweimal verlor das Team seit 2003 zwei Spiele in Folge in der Regular Season. Zudem hat Brady, der unter der Woche wegen einer Fußverletzung kürzer treten musste, fünf von sechs Spielen als Starter gegen die Steelers gewonnen.

Einfach wird es für ihn und die Patriots-Offensive aber nicht: Die Steelers lassen pro Partie lediglich 15,4 Punkte zu, die wenigsten aller Teams - zur die Vorbereitung auf den "stählernen Vorhang" war die extra-harte Arbeit im Patriots-Training wohl nicht der schlechteste Plan.

Mit ebenfalls sechs Siegen und zwei Niederlagen liegt der sechsmalige Super-Bowl-Champion in der AFC North vorn.

Roethlisberger: "Speziell in allen Phasen"

"Wir finden Wege, um die Spiele zu gewinnen. Das macht das Team so speziell in allen Phasen", lobt Quarterback Ben Roethlisberger.

Die Schwäche der Vorsaison, als Führungen im Schlussviertel hergegeben wurden, ist beseitigt - auch wenn das 27:21 über die Cincinnati Bengals zuletzt schlechte Erinnerungen weckte.

Während der Partie verloren die Steelers mit Maurkice Pouncey, Max Starks und Chris Kemoeatu drei Spieler verletzt. Zumindest Starks stand in der Woche noch auf der Verletztenliste.

Bei den Patriots wird Kicker Stephen Gostkowski wegen einer Schenkelblessur durch Shayne Graham ersetzt. 311334(DIASHOW: Der 10. NFL-Spieltag)

Tennessee hat Unterstützung für Johnson

Für die Tennessee Titans geht es bei den Miami Dolphins (So., ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) darum, die Führungsposition in der AFC South zu festigen.

Dabei soll erstmals Randy Moss helfen. Der Wide Receiver ersetzt den verletzten Kenny Britt und soll die beste Offense (28 Punkte pro Spiel) noch variabler machen.

Runningback Chris Johnson freut sich auf den neuen Kollegen: "Wenn wir Randy dabei haben, kann der Gegner nicht alle Passwege zustellen."

Miami mit neuem Quarterback

Miami wartet vor dem vierten Auftritt im Sun Life Stadium noch auf den ersten Heimsieg der Saison.

Wide Receiver Brandon Marshall hat wenig Hoffnung: "Es ist offensichtlich, dass wir gegen die guten Teams einfach nicht gewinnen können."

Um dem entgegenzuwirken, wird Chad Pennington erstmals in dieser Saison die Bälle verteilen, Chad Henne muss weichen.

Komplett raus ist Cornerback Jason Allen, von dem sich der Dritte der AFC East getrennt hat. Als Ersatz wurde Al Harris verpflichtet. Der 35-Jährige hat wegen einer Knieverletzung seit einem Jahr kein Spiel mehr bestritten.

Garrett vor Premiere

Einen kompletten Neuanfang begehen die Dallas Cowboys mit der Partie bei den New York Giants (So., ab 22.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+).

Nach dem schlechtesten Saisonstart seit 1989 mit nur einem Sieg aus acht Spielen musste Coach Wade Phillips seinen Hut nehmen. Interimscoach Jason Garrett soll das Team vom letzten Platz der NFC East führen.

Der Neue betont: "Wenn wir vorwärts kommen wollen, müssen wir uns gewissenhaft vorbereiten, damit wir gegen die Giants eine Siegchance haben."

Cowboys-Besitzer glaubt an Team

Besitzer Jerry Jones ist da deutlich forscher: "Wir haben für die übrigen acht Spiele nur ein Ziel: jedes zu gewinnen."

Vor drei Wochen entschied jedoch der Spitzenreiter der NFC East den Vergleich mit 41:35 für sich.

Und die Formkurve der Giants zeigt nach oben - am vergangenen Sonntag gab es ein 41:7 bei den Seattle Seahawks.

Cowboys-Quarterback fehlt weiter

"Wir sind derzeit gut drauf und wollen diese Form auch beibehalten", strotzt Offensive Lineman Rich Seubert vor Selbstvertrauen.

Die Gastgeber bangen noch um die Einsätze von Left Tackle David Diehl (Hüfte und Knie) und Center Shaun O'Hara (verstauchter Fuß).

Bei den Cowboys fehlt weiterhin Quarterback Tony Romo wegen eines Schlüsselbeinbruchs und wird durch Jon Kitna ersetzt. Für Defensive End Marcus Spears ist die Saison wegen einer Wadenverletzung schon beendet.

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