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Miamis QB Tyler Thigpen hatte eine Interception. 17 seiner 29 Pässe kamen an © imago

Miami geht gegen die bärenstarke Bears-Defense leer aus - zum zweiten Mal in 40 Jahren. Marshall provoziert und muss vom Feld.

Von Jakob Gajdzik

München - München - Die Miami Dolphins haben zum Auftakt des 11. Spieltags der NFL eine historische Schlappe kassiert. (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

Das 0:16 (0:6) gegen die Chicago Bears war die erst zweite Heimpleite in ihrer 40-jährigen Klubgeschichte ohne Punktgewinn.

Das bislang einzige Mal passierte es im November 2007 beim 0:3 gegen Pittsburgh.

Die Bears dagegen übernahmen durch den dritten Sieg innerhalb von zwölf Tagen die Tabellenführung in der NFC Division und ließen die Green Bay Packers hinter sich.

Für sie war es der erste Zu-Null-Sieg seit November 2006 gegen die New York Jets.

Peppers ragt mit drei Sacks heraus

Ein Grund des Erfolgs war eine bärenstarke Defensivleistung um Julius Peppers, welche die ohnehin verletzungsgeplagten Dolphins auch der letzten verzweifelten Offensivversuche beraubte.

Dem Defensive End Peppers gelangen in der Partie drei Sacks. Er weist nun acht Spiele mit drei oder mehr Sacks auf.

Im Zeitraum nach seinem NFL-Debüt 2002 liegt er in dieser Statistik an erster Stelle vor DeMarcus Ware (Dallas Cowboys), dem dies sechsmal gelang.

Selbst eine Provokation von Miamis Wide Receiver Brandon Marshall, als er vor der Bank der Bears den Ball gegen seinen früheren Denver-Mitspieler Jay Cutler warf, brachte das Team aus Illinois nicht aus der Ruhe.

Zwei Neue fürs Dolphins-Lazarett

Ganz im Gegenteil: Es rang Chicagos Trainer Lovie Smith nur ein Lächeln ab. Smith betonte "so was nicht als Ansporn" gebraucht zu haben.

Auch sonst war es an nicht Marshalls Tag. Erst musste er wegen illegalen Blockens eine Strafe einstecken, ließ zwei Pässe fallen und musste zu guter Letzt im zweiten Viertel mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld.

Doch damit nicht genug für die Dolphins. Als auch Center Cory Procter mit Knieproblemen raus musste, waren die Dolphins vollends auf verlorenem Posten.

Thigpen lädt die Schuld auf sich

Tyler Thigpen, ihr Quarterback Nummer 3, musste sechs Sacks einstecken, sprach nach dem Spiel von einer offensiven Blamage und nahm die Schuld dafür auf sich.

Auch Miamis Coach Tony Sparano wollte die Verletzungsmisere nicht als Grund für die Niederlage gelten lassen.

"Das sind Ausreden. Das hier ist die NFL, da muss eben ein anderer Spieler in die Bresche springen", sagte der 49-Jährige.

Forte kratzt an 100-Yards-Marke

Der beste Scorer für die Bears war Running Back Matt Forte, der 97 Yards erlief und dem im dritten Viertel der einzige Touchdown der Partie gelang.

Für die Bears geht der Blick nach dem Sieg weiter nach oben, während die Dolphins mit einer Bilanz von 5-5 um die Playoffs bangen müssen.

Die New York Jets und die New England Patriots sind in der AFC East mit jeweils sieben Siegen und zwei Schlappen erst mal außer Reichweite.

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