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Tom Brady (r.) konnte bisher sieben der elf Spiele gegen Peyton Manning gewinnen © getty

Manning und Brady sind die unbestrittenen Anführer ihrer Teams. Doch am 11. NFL-Spieltag steht anderes Duell im Vordergrund.

Von Olaf Mehlhose und Marcus Giebel

München - Normalerweise sollten sich im Spiel zwischen den New England Patriots und den Indianapolis Colts (So., ab 22.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) am 11. NFL-Spieltag alle Augen auf die beiden Superstars richten.

Indianapolis' Quarterback Peyton Manning und New Englands Spielgestalter Tom Brady sind im Moment das Beste, was die NFL zu bieten hat.

Die beiden treffen bereits zum zwölften Mal aufeinander - Brady hat bisher sieben, Manning vier Siege eingefahren.

Doch auf dem Spielfeld bleibt ein direktes Duell zwischen den Spielmachern aus (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan).

Taktikfuchs Bellichick hat die Oberhand

Der eigentliche Zweikampf spielt sich zwischen dem Colts-Quarterback und Patriots-Coach Bill Belichick ab.

Nachdem der 58-jährige Coach 2000 das Zepter bei den Patriots übernommen hatte, gewann New England sieben der nächsten acht Aufeinandertreffen - darunter auch der 20:3-Playoff-Erfolg 2004 311334(DIASHOW: Der 10. NFL-Spieltag).

Belichicks erfolgreiche Taktik bestand vor allem darin, Mannings Pässe durch die Mitte des Feldes zu unterbinden.

Manning stellt sein Spiel um

Seitdem hat sich das Bild jedoch gewandelt. Nach dem Debakel von 2004 gewann Indianapolis fünf der folgenden sechs Partien.

Manning stellte sein Spiel erfolgreich um und kommt inzwischen vor allem mit seinen Pässen über die rechte Seite zum Erfolg.

Vor dem Gipfeltreffen stellt sich die Frage, ob Bellichick noch einmal in der Lage ist, das Blatt zu wenden.

"31 Klubs werden enttäuscht sein"

Mit von der Partie ist auch New Englands deutsche NFL-Profi Sebastian Vollmer.

"Ich habe die ersten Spiele von Beginn an absolviert, muss mich aber immer wieder neu beweisen", beschrieb der Offensive Tackle bei SPORT1 seine Situation bei den "Pats".

Trotz der bisher starken Saison warnt Vollmer davor, sich auf den gezeigten Leistungen auszuruhen.

"Wir müssen jede Woche eine Top-Leistung abrufen, sonst waren die bisherigen Erfolge umsonst. Jeder Klub wird im Laufe einer Saison stärker", erklärte der 26-Jährige: "Jedes Team hat sich ein Ziel gesetzt, am Ende werden 31 Klubs enttäuscht sein."

Divisions-Duell in Green Bay

In der NFC North kommt es zum Duell der Division-Rivalen Minnesota Vikings und Green Bay Packers (So., ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+).

Für Brett Favre hat das Aufeinandertreffen mit Green Bay eine besondere Note: Von 1992 bis 2007 war der 40-Jährige Starting-Quarterback bei den Packers.

Während Green Bay mit sechs Siegen auf Rang vier steht, sind die Vikings in dieser Saison allerdings noch nicht richtig in Tritt gekommen.

Der Conference-Finalist der vergangenen Saison konnte bisher erst drei Spiele erfolgreich gestalten.

Favre fordert Konzentration

Deshalb forderte der dreimalige MVP seine Teamkollegen vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub auch zur vollen Konzentration auf.

"Wir sollten uns darauf konzentrieren, das Spiel zu gewinnen, und uns nicht mit Nebensächlichkeiten beschäftigen", antwortete Brady auf die Frage, welche Rolle das Aufeinandertreffen mit den Packers für ihn spiele.

Alle Augen auf Vick

Die Philadelphia Eagles und die New York Giants (Mo., ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) begegnen sich auf Augenhöhe - beide Mannschaften weisen eine Bilanz von sechs Siegen und drei Niederlagen auf.

Bei den Eagles richten sich derzeit alle Augen auf Michael Vick: Nachdem der Quarterback eine Haftstrafe wegen Verstrickungen in illegale Hundekämpfe verbüsst hatte, führte er Philadelphia in dieser Saison in die Erfolgsspur zurück.

Namath begeistert

Beim 59:28-Erfolg über die Washington Redskins am 10. Spieltag sicherte sich der 30-Jährige mit vier Touchdown-Pässen, zwei Touchdowns und 300 erlaufenen Yards einen Platz in den Geschichtsbüchern.

Football-Legende Joe Namath ist von den Leistungen Vicks geradezu begeistert.

"Auf einmal habe ich die Eagles unter meinen zehn besten Teams. Wenn Michael (Vick, d. Redaktion) gut spielt, können sie jeder Mannschaft gefährlich werden", sagte der 57-Jährige: "Die Giants sollten aufpassen."

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