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Tom Brady (r.) wurde im NFL-Draft 2000 lediglich an der 199. Stelle ausgewählt © getty

In den USA wird an Thanksgiving tradtionell Football gespielt. Den Auftakt bestreiten Sebastian Vollmers Patriots in Detroit.

Von Eric Böhm

München - An Thanksgiving haben die meisten Amerikaner nur den Buchstaben "F" im Kopf.

Am letzten Donnerstag im November dreht sich alles um Familie und Football.

Beim traditionellen Truthahn-Essen laufen im heimischen Fernsehgerät jeweils die Heimspiele der Detroit Lions und Dallas Cowboys. (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

In diesem Jahr haben die New England Patriots um den deutschen Sebastian Vollmer die Ehre den "Thanksgiving-Tripleheader in Detroit (Do., ab 18.35 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) zu eröffnen.

Lions sind krasser Außenseiter

Beim Showdown in "Motown" sind die Rollen klar verteilt. Nach den überzeugenden Siegen in Pittsburgh und gegen Peyton Mannings Indianapolis Colts wollen die "Pats" am 12. NFL-Spieltag ihre Spitzenposition in der AFC verteidigen. 315578(DIASHOW: Der 11. NFL-Spieltag).

Für die Lions geht es in erster Linie darum sich gut zu präsentieren und vielleicht eine Überraschung zu schaffen.

Die Cleveland Browns haben am 9. Spieltag gezeigt, dass es möglich ist.

Denn New England kassierte bem Außenseiter eine deftige 14:34-Schlappe.

Kein zweites Cleveland

Entsprechend bemüht ist Pats-Coach Bill Belichick, die Konzentration hoch zuhalten.

"Er sitzt uns regelrecht im Nacken und stellt sicher, dass keiner im Team abhebt", berichtet Receiver Wes Welker.

Nach dem Cleveland-Spiel hatten einige Spieler zugegeben, dass sie während der Trainingswoche nicht vollkommen bei der Sache gewesen seien.

Wer Belichick kennt, kann sich vorstellen, dass der Disziplinfanatiker nach der Pleite gegen sein früheres Team entsprechend bedient war.

Green-Ellis ist ein Schlüssel

Der Schlüssel zum Erfolg dürfte für die Gäste im Laufspiel liegen.

Seit BenJarvus Green-Ellis in die Startformation gerutscht ist, hat New Englands Angriff deutlich an Explosivität zugenommen und Quarterback Tom Brady bekommt mehr Räume im Passspiel.

Außerdem hat Detroit eine der schwächsten Abwehrreihen gegen den Lauf.

"Mit einem guten "Running-Game" kontrollierst du das Spiel. Ich glaube wir haben das in den letzten Wochen ganz gut gemacht", sagt der Spielmacher.

Saints kommen in Fahrt

Eine ähnliche Konstellation bietet Teil zwei der traditionellen Erntedankfest-Partien.

Titelverteidiger New Orleans findet langsam die alte Form wieder und trifft auf die Dallas Cowboys (Do., ab 22.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+), die lediglich drei ihrer bisherigen zehn Spiele gewinnen konnten.

Die "Thanksgiving-Premiere" könnte für die Saints dennoch zum Stolperstein werden, denn seit Jason Garrett in "Big D" das Sagen hat, feierte das Team zwei Siege.

Ersatz-Quarterback Jon Kitna hat großen Anteil am Aufwärtstrend, gibt die Komplimente aber artig weiter. "Wenn meine Mitspieler so stark sind, ist der Job des Spielmachers leicht", gibt sich Kitna bescheiden.

Jets wollen Fans schonen

Den Abschluss am Donerstag bilden die seit drei Spielen ungeschlagenen Jets, die es mit den Bengals zu tun bekommen (ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+), inklusive des exzentrischen Receiver-Duos Terrell Owens und Chad Ochocinco.

Die New Yorker haben gemeinsam mit Divisionsrivale New England die beste Bilanz der gesamten Liga. Die Gäste dagegen warten seit September auf einen Sieg.

Allerdings bescherten die Jets ihren Fans in den letzten Wochen ein Herzschlagfinale nach dem anderen.

"Ich glaube, wir haben die Fingernägel unserer Fans arg strapaziert", gibt Quarterback Mark Sanchez zu.

Sollte Cincinnati nicht über sich selbst hinauswachsen, werden die Anhänger des Teams aus dem "Big Apple" diesmal wohl einen geruhsamen Abend erleben.

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