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Tom Brady (l.) gibt zwei Touchdown-Pässe, 19 von 25 Zuspielen finden ihr Ziel © getty

New England triumphiert im Gipfeltreffen mit den Colts. Manning erzielt Top-Werte - leistet sich aber auch einige Ballverluste.

Von Olaf Mehlhose

München - Tom Brady bleibt der König der Quarterbacks - der Spielmacher der New England Patriots hat nun acht von zwölf Duellen mit Peyton Manning gewonnen.

Das mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen mit den Indianapolis Colts entschied (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan) das Team von Bill Belichick dank einer starken Leistung seines Star-Spielers zu seinen Gunsten..

Die Patriots setzten sich am 11. Spieltag der NFL mit 31:28 (21:14) gegen den Super-Bowl-Gewinner von 2006 durch.

Manning gelangen vier Touchdown-Pässe, zusätzlich verbuchte der Quarterback von Indianapolis 396 Yards - allerdings leistete sich der viermalige MVP auch drei Interceptions. Brady kam "nur" auf zwei Touchdown-Vorlagen und 186 Yards, blieb aber dafür ohne Ballverlust.

Durch den Sieg bleiben die Patriots in der AFC East den New York Jets auf den Fersen, die genauso wie New England eine Bilanz von 8:2 Siegen aufweisen. Die Colts dagegen stehen nun bei sechs Erfolgen und vier Niederlagen.

Woodhead setzt die Highlights

Brady überzeugte zwar mit toller Passquote - 19 seiner 25 Pässe fanden ihr Ziel -, aber die Matchwinner für die "Pats" war an diesem Abend Andere.

Die beiden Runningbacks Ben-Jarvus Green-Ellis und Danny Woodhead kamen zusammen auf 166 Yards und je einen Touchdown.

Insbesondere der nur 1,70 Meter große Woodhead wuchs über sich hinaus: Im dritten Viertel schloß der 25-Jährige einen brillanten 36-Yard-Lauf zum zwischenzeitlichen 28:14 für die Gastgeber ab.

Beim darauffolgenden Return-Kick setzte der 25-Jährige mit einem Tackle ein weiteres Glanzlicht.

Brady zieht mit Favre gleich

Brady durfte sich nach der Partie nicht nur über seinen achten Erfolg über Manning freuen.

Der 33-Jährige ist seit 25 Heimspielen in der regulären Saison unbesiegt - die letzte Pleite datiert aus dem Jahr 2006 - und zog damit mit Vikings-Quarterback Brett Favre gleich.

Doch Perfektionist Brady hatte es die Laune verdorben, dass die Colts im letzten Spielabschnitt beinahe ein Comeback schafften.

"Wir müssen bis zum Ende konzentriert bleiben. Im vierten Quarter hatten wir einige Chancen, mit drei Touchdowns in Führung zu gehen, die wir aber nicht verwerten konnten", erklärte der zweimalige Super-Bowl-MVP.

Entscheidung durch Sanders

Die endgültige Entscheidung fiel erst 31 Sekunden vor dem Ende, als James Sanders einen Pass Mannings abfangen konnte.

Der 34-Jährige ging nach dem Spiel hart mit sich ins Gericht.

"Sowas macht mich krank", sagte Manning: "Wir hätten es in die Overtime schaffen können, ich habe Adam Vinatieri die Chance auf ein Field Goal genommen. Es war ein schlechter Wurf."

Philadelphia Eagles - New York Giants 27:17

Auch Eli Manning, Bruder des Colts-Spielmachers, musste eine Niederlage hinnehmen.

Die New York Giants unterlagen den Philadelphia Eagles mit 17:27. Eagles-Quarterback Michael Vick hat damit in dieser Saison bereits gegen beide Manning-Brüder gewonnen.

An seine Glanzleistung gegen die Washington Redskins reichte Vick diesmal nicht ran, überzeugte aber trotzdem mit 258 Passing Yards.

"Es war klar, dass es nicht so läuft wie im letzten Spiel", erklärte der 30-Jährige: "Heute ging es darum, bis zum Ende dran zu bleiben."

Folgenschwerer Ballverlust

Manning kam insgesamt auf 147 Yards und brachte New York nach einem 3:16 Rückstand mit zwei Touchdown-Pässen ins Spiel zurück.

Doch dem Giants-Quarterback unterliefen auch drei Ballverluste - einer davon in der spielentscheidenden Phase.

In der NFC East liegt Philadelphia nun mit sieben Sieg und drei Niederlagen vor den Giants die eine Bilanz von 6:4 aufweisen.

Favre unterliegt beim Ex-Klub

Die Minnesota Vikings müssen nach der 3:31-Niederlage gegen die Green Bay Packers die Playoffs wohl endgültig abschreiben.

In seinem letzten Spiel gegen seinen Ex-Verein blieb Quarterback Favre mit Pässen für 208 Yards Raumgewinn und einer Interception blass.

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